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Business-Strategie: Was ich von Barney Stinson lernte | Kontentino

Jaro Zacko
Geschrieben von
Jaro Zacko
Inhalt
Was hat das mit Business zu tun?Wie gewinnt man das Spiel, wenn man praktisch nichts sieht?

Ich habe letztes Wochenende Laser Tag gespielt. Seit ich „How I Met Your Mother“ gesehen habe, wollte ich dieses Hobby von Barney unbedingt mal ausprobieren. Im Vergleich zu Paintball ist es eher ein Kinderspiel, aber es ist erstaunlich, was man über Business lernen kann, wenn man mit einer Laserpistole im Dunkeln herumrennt.

Ein interessanter Aspekt beim Laser Tag sind die verschiedenen Modi, die man spielen kann. Mit jedem Modus ändern sich die Stimmung im Raum, die Musik und verschiedene Spezialfunktionen werden hinzugefügt. Auch die Dunkelheit im Raum und die Sichtbarkeit der Spieler verändern sich – und es ist nicht immer klar, wer in welchem Team ist.

In unserer Arena gab es zwei Sichtbarkeitsvarianten: Tron und Swat. Im „Tron“-Modus ist das Licht an und die Spieler leuchten deutlich in ihren jeweiligen Farben; es sieht einfach aus wie im Film Tron. Im „Swat“-Modus herrscht komplette Dunkelheit. Die Westen der Spieler blinken nur gelegentlich auf und man darf nur seine Taschenlampe benutzen. Man sieht nicht, mit wem man spielt, wer wo ist und meistens nicht einmal, wer einen getroffen hat. Das erinnert mich stark daran, wohin sich der Markt in fast jedem Segment entwickelt.

Was hat das mit Business zu tun?

Früher befand sich die Geschäftswelt im „Tron“-Modus – es war klar, wer die Konkurrenz war, wie sie positioniert war und in welchen Zyklen ihre Kampagnen liefen. Zum Beispiel gab es nur ein paar Biermarken von wenigen bekannten Brauereien. Das war der Wettbewerb – sehr klar und einfach. Dann kamen jedoch Radler, Cider, IPAs, Ales, Mikrobrauereien, Eigenmarken… Der Markt wird weder durch die Regalgröße noch durch physische Grenzen eingeschränkt, da es in Online-Shops Millionen von Biermarken geben kann. Und nicht nur andere Marken sind Konkurrenz – sondern auch Wein, Cocktails oder alkoholfreie Getränke. Daher ist es viel weniger klar, wie der Markt aussieht und wohin er sich entwickelt. Damit ist das Business praktisch in den „Swat“-Modus gewechselt.

Wie gewinnt man das Spiel, wenn man praktisch nichts sieht?

Im „Tron“-Modus, in dem man alles sieht, kann man erfolgreich mit verschiedenen Strategien spielen: Gemeinsam vorrücken, die Bewegungen der Gegner kontrollieren oder sich an einer Position verstecken und snipen. Das Gleiche gilt für das Business – gemeinsam mit der Konkurrenz innovieren, einen besseren Preis bieten oder eine starke Marktposition durch ein Patent oder einen anderen Vorteil (bessere Distribution, besserer Point of Sale, starke Brand usw.) sichern.

Im „Swat“-Modus (wenn es stockfinster ist und man seine Gegner kaum sieht) gibt es nur eine Gewinnerstrategie: in Bewegung bleiben und auf alles schießen. Genau wie im Business – betrachte jeden als Konkurrenz und höre nie auf zu innovieren. Der einzige Punkt ist, das Ziel zu treffen: das, was die Leute wollen.

Wenn eine Brand an einem Ort verharrt, kann sie leicht kopiert oder überholt werden, oder die Menschen verlieren das Interesse, weil sich die Welt ständig verändert.

Ein hervorragendes Beispiel ist Nokia. Glaubst du, deren Manager haben Apple, Google oder Samsung im Jahr 2007 als Konkurrenz betrachtet? Ich glaube nicht, dass sie auch nur im Entferntesten daran dachten, dass sie nicht mehr „Tron“ mit Sony-Ericsson und Motorola spielten, sondern sich in der „Swat“-Arena befanden. Als das Licht anging, war das Spiel für sie bereits vorbei.

Die Laser-Tag-Arena hat mir die Augen geöffnet. Ich empfehle dir, es mal auszuprobieren und die verschiedenen Modi zu testen. Selbst wenn du keine Business-Lehren daraus ziehst, hattest du zumindest Spaß. Genau wie Barney Stinson.

 

 

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