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Facebook Ads Mistakes

8 häufige Facebook-Ad-Fehler, die du unbedingt vermeiden solltest

Marvellous Aham-adi
Geschrieben von
Marvellous Aham-adi
Inhalt
Häufige Facebook-Ad-FehlerNicht das richtige Kampagnenziel wählenWas sind die gängigen Facebook-Ziele?Nicht die ideale Zielgruppe ansprechenFehlendes Alleinstellungsmerkmal (Unique Value Proposition)Den falschen Facebook-Ad-Typ wählenFür Traffic und Lead-Generierung auf WebsitesFür den Verkauf von Produkten oder ServicesUm Besucher in den Laden oder zu Events zu lockenÜberschriften nicht für maximale Aufmerksamkeit optimierenFehlerhaftes Bidding (Gebotsstrategie)Falsche Wahl der Ad-Platzierung Anzeigen nach dem Erstellen sich selbst überlassen

Hast du schon einmal einen großen Teil deines Marketingbudgets für eine Facebook-Ad-Kampagne ausgegeben und am Ende keine Leads oder Conversions erzielt? Die Frage, die du dir nach einer solchen Erfahrung stellst, lautet: Lohnt sich Facebook-Werbung überhaupt?

Ja, Werbung auf Facebook kann sehr lohnend sein, wenn sie effizient auf Conversions optimiert ist. Die schlechte Nachricht: Es gibt viele häufige Facebook-Ad-Fehler, die deine Kampagne im Keim ersticken können. Bevor wir uns diese Fehler ansehen, werfen wir einen Blick auf einige interessante Facebook-Statistiken

  • Im Durchschnitt besuchen Nutzer Facebook mindestens 8 Mal am Tag.
  • Ein Bericht von eMarketer aus dem Jahr 2017 zeigte, dass 51 % der Millennials keine 5 Stunden auskommen, ohne Facebook zu checken.
  • 67 % der Marketer geben an, dass Facebook ihre bevorzugte Social-Media-Plattform ist.
  • Facebook ist zudem der wichtigste Werbekanal erster Wahl für B2C- und B2B-Unternehmen.
  • Facebook-Nutzer führen monatlich durchschnittlich 2 Milliarden Suchanfragen durch.
  • Videos auf Facebook verzeichnen täglich bis zu 8 Milliarden Aufrufe.
  • Facebook Ads haben die niedrigsten Cost-per-Click (CPC) unter den Social-Media-Kanälen. Ein Bericht von Fit Small Business aus dem Jahr 2019 zeigt, dass Video-Ads auf Facebook einen durchschnittlichen CPC von 1,86 $ haben.
  • Facebook-Videos erzielen eine höhere Engagement-Rate als YouTube und Instagram.

Häufige Facebook-Ad-Fehler

Die obigen Statistiken verdeutlichen die Bedeutung von Facebook im Social Media Marketing. Schauen wir uns nun die Facebook-Ad-Fehler an, die deine Kampagne ruinieren könnten.

Nicht das richtige Kampagnenziel wählen

Der Ausgangspunkt jeder Facebook-Kampagne ist dein Ziel. Einer der häufigsten Fehler bei Facebook-Werbung ist die Wahl des falschen Kampagnenziels. Egal wie optimiert dein Audience-Targeting oder wie ansprechend dein Ad Copy ist – mit den falschen Zielen wirst du keine qualitativ hochwertigen Leads generieren oder die erwarteten Conversions erzielen.

Was sind die gängigen Facebook-Ziele?

Wie der Name schon sagt, sind Facebook-Ziele die spezifischen Resultate, die du mit deiner Werbekampagne erreichen willst. Deine Ziele helfen Facebook dabei, deine Ads so zu optimieren, dass sie deine Vorgaben erfüllen.

Hier sind einige Facebook-Ziele, die du je nach Kampagnenziel anvisieren solltest:

Markenbekanntheit: Ziel dieser Kampagne ist es, neue Kunden zu erreichen und die Bekanntheit bei Personen zu steigern, die dich bereits kennen. Dieses Ziel eignet sich hervorragend für den Anfang eines Sales Funnels, wenn du zum ersten Mal neue Kunden erreichen und einen guten Eindruck hinterlassen willst.

Reichweite: Dieses Ziel ist ideal, wenn du so viele Personen wie möglich in deiner Zielgruppe erreichen willst, ohne eine spezifische Handlung im Sinn zu haben. Es funktioniert am besten bei einer breiten Zielgruppe. Wenn du ein kleineres Publikum ansprichst, solltest du ein anderes Ziel wählen.

Traffic: Dies ist eine der beliebtesten Optionen. Ziel ist es, Nutzer auf eine bestimmte Landingpage zu leiten, die mehr Informationen über das beworbene Produkt, Event oder den Service bietet.

App-Installationen: Nach dem Launch einer App sind die ersten 72 Stunden entscheidend. Mit Facebook Ads kannst du so viele Downloads wie möglich generieren, um dein Ranking im App Store zu verbessern.

Lead-Generierung:
Ziel dieser Kampagne ist es, Fremde und Interessenten in Personen zu verwandeln, die aktiv an deinem Produkt oder Service interessiert sind.

Quelle

Wenn du nicht sicher bist, welches Ziel du wählen sollst, orientiere dich an den oben genannten Beispielen.

Nicht die ideale Zielgruppe ansprechen

Bei über 2 Milliarden aktiven Facebook-Nutzern werden täglich Unmengen an Inhalten gepostet. Wenn du nicht gezielt das richtige Publikum ansprichst, geht deine Anzeige in der Masse unter. Vergiss nicht, dass du nicht der einzige Werbetreibende auf der Plattform bist. Du konkurrierst nicht nur mit anderen Marken, sondern auch mit den privaten Posts von Familie und Freunden deiner Zielgruppe.

Egal wie gut deine Anzeige ist – sie wird nicht konvertieren, wenn sie die falsche Zielgruppe erreicht. Wenn du beispielsweise Traffic für einen E-Commerce-Shop für Babyartikel generieren willst, Facebook die Ads aber Teenagern oder Senioren zeigt, ist die Chance auf einen Verkauf minimal. Stattdessen solltest du gezielt junge Mütter mit Kindern im Alter von 1–3 Jahren ansprechen.

Untersuchungen von WordStream zeigen, dass du durch ein präzises Targeting den Wettbewerb durch andere Marken drastisch reduzieren kannst. Bevor du eine Kampagne startest, ist eine gründliche Recherche unerlässlich, um die richtige Zielgruppe zu finden.

Hier sind einige Tipps für ein effektives Targeting:

1. Demografische Merkmale analysieren: Untersuche deine Kundenbasis genau. Dazu gehören Alter, Geschlecht, Herkunft, Beruf, Bildung, Lifestyle, Kaufverhalten und mehr. Je spezifischer du wirst, desto besser performt deine Kampagne.

2. Interessen der Zielgruppe auswerten: Wenn du weißt, wofür sich deine potenziellen Kunden interessieren, kannst du Anzeigen erstellen, die genau ihre Bedürfnisse treffen. Nutze die Facebook Audience Insights, um ein tieferes Verständnis für dein Publikum zu bekommen.

3. Zielgruppe nischig halten: Statt eine riesige, unspezifische Gruppe anzusprechen, solltest du dich auf eine realistische Anzahl von Personen konzentrieren, die dein Produkt oder deinen Service wirklich benötigen.

Quelle

Sofern du keine weltbekannte Marke bist, kennen dich die meisten Menschen, die deine Ad sehen, noch nicht. Wenn dein Angebot für sie nicht sofort relevant ist, bleibt die Conversion-Rate niedrig. Genau deshalb ist Nischen-Targeting so wichtig.

Fehlendes Alleinstellungsmerkmal (Unique Value Proposition)

Dein Wertversprechen ist der Hauptgrund, warum ein Interessent bei dir kaufen sollte. Ein häufiger Fehler ist das Fehlen einer klaren Value Proposition. Sie ist der Faktor, der Menschen dazu bewegt, mit deiner Anzeige zu interagieren. Ein vernachlässigtes Wertversprechen kann die Performance deiner Ads massiv beeinträchtigen.

Laut HubSpot haben 64 % der Unternehmen zwar ein Wertversprechen formuliert, aber nur 2,2 % von ihnen haben eine wirklich klare Aussage. Ein ineffektives Versprechen führt dazu, dass selbst die ideale Zielgruppe nicht klickt, weil sie nicht versteht, was du eigentlich anbietest.

Beachte dieses Beispiel von Unternehmen A und B:

Unternehmen A

Unternehmen B

Bei welchem dieser Unternehmen würdest du eher eine Krankenzusatzversicherung abschließen? 

Sicherlich bei Unternehmen B. Warum? Weil es ein klares Versprechen gibt: “Bezahle weniger für einen besseren Gesundheitsschutz“. Je deutlicher der Mehrwert erkennbar ist, desto mehr Engagement erhält deine Facebook-Ad. 

Dein Wertversprechen sollte folgende Kriterien erfüllen:

  • Setze auf Einfachheit. Es sollte direkt und leicht verständlich sein.
  • Kommuniziere klar, was der Nutzer davon hat, wenn er auf deine Anzeige klickt und dein Produkt nutzt, statt das der Konkurrenz.
  • Mache es einprägsam. Da Nutzer täglich mit Werbung bombardiert werden, musst du herausstechen. Analysiere deine Wettbewerber und hebe Features hervor, die diese nicht bieten.

Den falschen Facebook-Ad-Typ wählen

Das Facebook-Ad-System kann anfangs überfordernd sein. Bei über 1.300 Targeting-Optionen, 15 Zielen und 6 Hauptformaten unterlaufen schnell Fehler. Du musst den Ad-Typ wählen, der am besten zu deiner Zielgruppe und deinem Ziel passt.

Hier sind die besten Ad-Typen je nach Zielsetzung:

Für Traffic und Lead-Generierung auf Websites

Diese Formate helfen dir, Nutzer auf deine Website oder Landingpage zu leiten:

Link Click Ads: Ideal zur Bewerbung externer Websites, Landingpages oder Blog-Beiträge.

Video Ads: Ähnlich wie Link Click Ads, aber mit Video-Content statt statischem Bild.

Boosted Posts: Wenn du einen neuen Beitrag teilst, kannst du diesen “bevorzugen”. Dadurch erhöhst du die Reichweite und Interaktionen für diesen spezifischen Post.

Für den Verkauf von Produkten oder Services

Nutze diese Formate, wenn du direkt Sales oder Leads generieren willst:

Carousel Ads: Hier kannst du mehrere Bilder oder Videos in einer Anzeige zeigen. Perfekt für E-Commerce-Shops mit verschiedenen Produkten.

Dynamic Product Ads (DPA): Facebook spricht Nutzer basierend auf ihren vorherigen Handlungen auf deiner Seite an. Die Automatisierung übernimmt Facebook, sofern das Facebook-Pixel korrekt installiert ist.  

Facebook Lead Ads: Bestens geeignet, um Leads direkt auf Facebook zu generieren, ohne dass Nutzer die Plattform verlassen müssen.

Canvas Ads: Ein interaktives Vollbildformat für Mobilgeräte, durch das Nutzer scrollen und zoomen können.

Collection Ads: Erleichtern das Durchstöbern und Kaufen von Produkten direkt über die Anzeige.

Um Besucher in den Laden oder zu Events zu locken

Diese Typen eignen sich für physische Standorte oder Veranstaltungen. 

Event Ads: Um die Online-Reichweite deines Events zu steigern. Am effektivsten, wenn sie regional begrenzt geschaltet werden.

Angebots-Ads (Offer Claims): Ideal für stationäre Geschäfte. Nutzer erhalten bei Einlösung eine E-Mail mit den Bedingungen. (Erfordert mindestens 50 Likes auf der Seite).

Ein weiteres nützliches Format sind Messenger Ads, die direkt in den Konversationen der Nutzer erscheinen und einen Dialog mit deiner Seite starten.

Überschriften nicht für maximale Aufmerksamkeit optimieren

Ein fataler Fehler ist eine langweilige Headline. Eine Studie der Columbia University zeigt, dass 59 % der Menschen nicht mehr als die Überschrift lesen, bevor sie entscheiden, ob sie einen Beitrag teilen oder liken.

Angesichts der Tatsache, dass Nutzer täglich mit fast 5.000 Werbebotschaften konfrontiert werden, muss deine Überschrift sofort zünden. Wenn die Headline nicht packt, wird der Rest ignoriert.

Tipps für bessere Headlines:

Nutze die Headline für den Produktnutzen: Kommuniziere unmissverständlich, was der Nutzer durch den Klick gewinnt.

Halte sie kurz und prägnant: Überschriften mit 40 Zeichen oder weniger erhalten 86 % mehr Engagement.

Verwende Zahlen: Analysen von Buzzsumo zeigen, dass Headlines mit Zahlen deutlich mehr Interaktionen hervorrufen. 

Fehlerhaftes Bidding (Gebotsstrategie)

Facebook Ads funktionieren ähnlich wie Google Ads über ein Auktionssystem. Die richtige Gebotsstrategie kann deiner Kampagne einen enormen Schub geben. 

Einstellungen dazu findest du im Bereich “Budget und Zeitplan” im Werbeanzeigenmanager.

Quelle

Je nach Ziel gibt es vier Bidding-Optionen:

1. Impressionen: Optimiert darauf, so oft wie möglich gesehen zu werden (gut für Brand Awareness).

2. Conversions: Facebook zeigt die Ads Personen, die am wahrscheinlichsten konvertieren.

3. Link-Klicks: Fokus auf Klicks, um Traffic auf eine Landingpage zu leiten.

4. Täglich erreichte Unikate: Die Ad wird Nutzern maximal einmal pro Tag gezeigt, um Ad Fatigue (Anzeigenmüdigkeit) zu vermeiden.

Falsche Wahl der Ad-Platzierung 

Wo deine Anzeige erscheint, beeinflusst die Performance massiv. 

Zu den Platzierungen gehören:

  • Feeds: Facebook Newsfeed, Instagram Feed, Marketplace, Video-Feeds, Explore und Messenger Posteingang.
  • Stories: Facebook, Instagram und Messenger Stories.
  • In-Stream-Video-Ads
  • Gesponserte Nachrichten im Messenger
  • Native Ads, Banner und Interstitials in Apps und auf Websites
  • Instant Articles.

Ein häufiger Fehler ist, das Ziel nicht mit der Platzierung abzustimmen. 

Beispiel: Wenn Nutzer sich für eine Demo anmelden sollen, ist Instagram oft weniger geeignet, da Nutzer dort eher zur Unterhaltung sind und weniger bereit, komplexe Formulare auszufüllen.

Anzeigen nach dem Erstellen sich selbst überlassen

Eine Anzeige braucht Pflege. Viele Marketer machen den Fehler, Ads zu erstellen und sie dann zu vergessen. Analysiere regelmäßig die Performance, um optimale Ergebnisse zu erzielen.

Wenn du die Analytics nicht prüfst, zeigt Facebook dieselbe Anzeige vielleicht zu oft derselben Person. Monitoring hilft dir zudem zu sehen, ob du auf Kurs bist. 

Diese 8 Metriken solltest du im Auge behalten:

  • Anzeigenfrequenz
  • Click-through-Rate vs. Conversion-Rate
  • Engagement-Rate
  • Klicks nach Interessen
  • Relevanz-Score
  • Anzahl der Leads
  • Performance nach Platzierung
  • Customer Churn in Bezug auf Facebook Ads.

Fazit 

Facebook Ads sind ein mächtiges Tool, um dein Business zu skalieren und Sales zu generieren. Doch Vorsicht vor den klassischen Fehlern, die dein Wachstum bremsen können. Nutze die Tipps aus diesem Artikel, um direkt richtig durchzustarten und die typischen Fallstricke zu umgehen.


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