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Facebook Ads Zielgruppen: Dein Guide für 2023 | Kontentino

Kinga Edwards
Geschrieben von
Kinga Edwards
Inhalt
Was sind Facebook Ads Zielgruppen?Arten von Facebook AudiencesCustom AudienceLookalike AudienceSaved AudienceSo erstellst du Facebook ZielgruppenErstellen einer Custom AudienceErstellen einer Lookalike AudienceErstellen einer Saved AudienceSo targetest du die richtige Zielgruppe für Facebook AdsKennst du dein ICP?Hast du deine bestehenden Kundendaten analysiert?Ist deine Audience geografisch segmentiert?Was ist dein Ziel?Wie hoch ist dein Budget?15 Facebook Ad Targeting-Optionen für bessere Performance#1 Hyper-lokales Targeting#2 Targeting nach Lebensereignissen#3 Ausschluss von Zielgruppen#4 Device-Targeting#5 Video-View targeting#6 „Nur bei WLAN-Verbindung“-Targeting#7 Targeting für „interagierende Shopper“#8 Reise-Targeting#9 Sequenzielles Targeting#10 Letzte Käufer ausschließen#11 Targeting nach Aufbewahrungsdauer (Retention)#12 Targeting nach wertvollem Nutzerverhalten#13 Qualitativ hochwertige Lookalike Audiences#14 Custom Audience Overlap#15 Ausreichend Daten für LookalikesMeistere deine Facebook Zielgruppe

In Zeiten, in denen die organische Reichweite fast schon so antik wirkt wie Dinosaurier und sich Social-Media-Algorithmen öfter ändern als das Wetter, sind Facebook Ads der sicherste Weg, um am Ball zu bleiben. Bevor du jedoch Budget in den Werbeanzeigenmanager von Meta investierst, solltest du genau definieren, für wen du dieses Geld eigentlich ausgibst.

Deine Zielgruppe genau zu kennen, ist einer der ersten und wichtigsten Schritte – und doch wird dieser Punkt beim Setup von Facebook Ads Kampagnen oft vernachlässigt. Sorgen wir gemeinsam dafür, dass dir dieser Fehler nicht passiert.

Was sind Facebook Ads Zielgruppen?

Eine Facebook-Zielgruppe (Audience) ist die Gruppe von Menschen, die du mit deiner Anzeige erreichen möchtest. Facebook bietet Unternehmen die Möglichkeit, Demografie, Standorte und Interessen der Nutzer auszuwählen, damit diese die für sie relevantesten Ads erhalten.

Der offizielle Name lautet mittlerweile Meta Werbeanzeigenmanager, aber der Begriff Facebook Ads ist nach wie vor gebräuchlich.

Arten von Facebook Audiences

Custom Audience

Mit Custom Audiences erreichst du Personen, die bereits eine Beziehung zu deinem Unternehmen haben. Diese Daten können aus deiner E-Mail-Liste, von Website-Besuchern oder von Personen stammen, die bereits mit deiner Seite interagiert haben.

Diese Daten sind pures Gold. Es bedeutet, dass diese Leute bereits wissen, wer du bist und was du tust – was es viel einfacher macht, sie in Kunden zu verwandeln.

Über Custom Audiences kannst du Personen targeten, die:

  • deine Videos auf Facebook oder Instagram angesehen haben
  • bereits Käufe getätigt haben
  • schon länger Kunden sind
  • ein Formular in einer deiner Lead-Ads geöffnet oder ausgefüllt haben
  • mit deinen Produkten in einem Shopping-Erlebnis interagiert haben (Shop-Bereich oder markierte Produkte)
  • deine Website besucht haben
  • deine mobile App genutzt haben
  • deine Instant Experience auf Facebook oder Instagram geöffnet haben
  • dein Instagram Professional Account oder deine Posts besucht bzw. damit interagiert haben
  • mit deinen Events auf Facebook interagiert haben
  • deiner Facebook-Seite folgen oder damit interagiert haben

…um nur einige Beispiele zu nennen.

Der Haken bei Custom Audiences: Um sie zu nutzen, benötigst du erst einmal diese Daten. Wenn du völlig bei Null anfängst, sind Custom Audiences eventuell nicht der richtige Startpunkt.

Ein weiterer Punkt: Selbst wenn du Daten hast, muss die Stichprobe groß genug sein, damit Meta sie verarbeiten kann. Ist die Gruppe zu klein, um statistisch signifikant zu sein, kannst du sie nicht verwenden (der Werbeanzeigenmanager zeigt dann den Fehler „Zielgruppe zu klein“ an).

Lookalike Audience

Um Lookalike Audiences zu erstellen, benötigst du zuerst eine Custom Audience als Quellgruppe. Eine Lookalike Audience gilt als Cold Audience, da sie einen Zielmarkt umfasst, der bisher noch nicht mit deinem Unternehmen interagiert hat.

Lookalike Audiences sind Listen von Nutzern, die deinen Custom Audiences ähneln. Wie funktionieren sie?

Basierend auf den gesammelten Daten generiert Facebook eine Gruppe von Nutzern mit ähnlichen Merkmalen wie die Personen in deiner Custom Audience.

Beim Erstellen einer Lookalike Audience wählst du die Quelle, den Standort und die Größe der Gruppe. Die Größe wird in Prozent angegeben (1 % bis 10 %) – dabei entspricht 1 % der Gruppe, die deiner Ausgangsgruppe am ähnlichsten ist.

Angenommen, du schaltest eine Kampagne, um Kontaktformulare auf Facebook zu sammeln. Mit einer Custom Audience kannst du die Nutzer isolieren, die das Formular ausgefüllt haben, und darauf basierend eine neue Lookalike Audience erstellen.

Saved Audience

Im Meta Werbeanzeigenmanager kannst du Zielgruppen erstellen und für die spätere Verwendung speichern. So musst du nicht jedes Mal alle Filter neu definieren. Sobald du eine funktionierende Kombination gefunden hast, speicherst du sie einfach als „Saved Audience“ ab.

Gespeicherte Zielgruppen lassen dich viele Kriterien festlegen:

Du beginnst mit den Basics wie dem geografischen Gebiet, Geschlecht, Alter und Sprachen.

Dann folgen die fortgeschrittenen Kriterien: Interessen, Verhaltensweisen, Verbindungen und benutzerdefinierte Kombinationen. Dies ermöglicht eine extrem präzise Segmentierung nach deinen Bedürfnissen.

Allerdings aktualisiert Meta seine Werbeplattform sehr häufig. Das bedeutet, dass die Daten für Saved Audiences veralten können und die Genauigkeit beim Targeting abnimmt.

Deshalb solltest du deine gespeicherten Zielgruppen regelmäßig überprüfen und aktualisieren. Andernfalls riskierst du, dass dein Traffic sinkt und die Ergebnisse deiner Kampagnen leiden. Manchmal lässt Facebook die Kampagnen dann gar nicht erst ausspielen.

So erstellst du Facebook Zielgruppen

Alle Zielgruppen können über die Meta Business Suite erstellt werden. Wähle im Menü auf der linken Seite „Zielgruppen“ und dann eine der drei Optionen.

Erstellen einer Custom Audience

Nutze die Power von Facebook Ads, indem du eine Custom Audience basierend auf dem Verhalten, den Vorlieben und der Demografie deiner Kunden erstellst.

Der erste Schritt ist die Wahl der Datenquelle. Du hast folgende Möglichkeiten:

#1 Deine Quellen – Hochladen eigener Kundendaten oder Import über ein Tool oder den Pixel:

  • Website
  • App-Aktivität
  • Katalog
  • Kundenliste
  • Offline-Aktivität

#2 Meta-Quellen – Erstellen von Zielgruppen aus Interaktionen auf den Meta-Plattformen:

  • Video
  • Lead-Formular
  • Instant Experience
  • AR-Erlebnis
  • Facebook-Marketplace-Anzeigen
  • Instagram-Konto
  • Events
  • Facebook-Seite
  • Shopping

Je nach Quelle kannst du dann Filter anwenden. Du kannst beispielsweise wählen, ob du alle App-Nutzer targeten willst, nur die aktivsten oder Nutzer nach ihrem Bestellwert.

Du kannst auch Ausschlüsse festlegen. Das ist sinnvoll, wenn du zum Beispiel alle erreichen willst, die eine App geöffnet haben, aber dein Budget nicht für diejenigen ausgeben möchtest, die bereits einen In-App-Kauf getätigt haben.

Erstellen von Custom Audiences als Teil der Facebook Ads Targeting-Optionen

Erstellen einer Lookalike Audience

Der Prozess ähnelt dem der Custom Audience. Der Hauptunterschied: Statt selbst Kriterien zu definieren, wählst du eine vorhandene Custom Audience als Basis aus. Dann legst du die Größe von 1 % bis 10 % fest.

Wählst du zum Beispiel 5 %, sucht Facebook Nutzer mit ähnlichen Eigenschaften wie in deiner Custom Audience und gleicht diese mit bis zu 5 % der Bevölkerung (im gewählten Standort) ab. Die resultierende Gruppe kommt deiner Original-Zielgruppe am nächsten.

Erstellen einer Saved Audience

Gespeicherte Zielgruppen sind ideal für zukünftige Kampagnen, da sie alle Filter und Kriterien dauerhaft sichern.

Zuerst legst du Standort, Alter, Geschlecht und Sprachen fest.

Anschließend kannst du tiefer gehen und Jobbezeichnungen, Interessen oder Verhaltensweisen hinzufügen. Du kannst Personen targeten, die eine Verbindung zu deiner Seite oder App haben, oder eigene Kombinationen erstellen.

Wenn du zum Beispiel „Taco Bell“ wählst, werden dir auch Vorschläge wie Wendy’s, Pizza Hut oder KFC gemacht, um deine Reichweite sinnvoll zu erweitern.

Du kannst eine Saved Audience auch direkt während des Kampagnen-Setups erstellen. Klicke einfach auf „Vorhandene Zielgruppe verwenden“ und wähle „Neu erstellen“. Alle Einstellungen werden dann für dich gespeichert.

So targetest du die richtige Zielgruppe für Facebook Ads

Kurz gesagt: effektiv.

Aufgrund der ständigen Änderungen bei Facebook (bzw. Meta) ist die Wahl der Audience der Schlüssel zum Erfolg. Die richtigen Leute am richtigen Ort zur richtigen Zeit zu erreichen, ist jedoch nicht immer einfach. Stelle dir vorab folgende Fragen:

Kennst du dein ICP?

Statt jeden zu targeten, lohnt es sich, die Zielgruppe auf die Personen einzugrenzen, die am wahrscheinlichsten mit deiner Marke interagieren und konvertieren. Dafür musst du dein Ideal Customer Persona (ICP) definieren: Alter, Geschlecht, Interessen, Verhalten und sogar Einkommen.

Die falsche Antwort wäre zu glauben, dass jeder zum ICP gehört. Das gilt nur, wenn du Sauerstoff verkaufst. Für alle anderen Produkte musst du hier etwas präziser werden.

Hast du deine bestehenden Kundendaten analysiert?

Du kannst relevante Informationen direkt aus deinen Daten ziehen oder Tools von Drittanbietern nutzen. Solche Daten helfen nicht nur beim Targeting, sondern auch bei der Optimierung und Analyse deiner Kampagnen.

Wenn du zum Beispiel einen E-Commerce-Shop betreibst, ist es extrem nützlich zu wissen, wann deine Kunden normalerweise kaufen. Diese Daten zeigen dir, an welchen Wochentagen und in welchen Monaten du deine Ads schalten solltest – und wann nicht.

Ist deine Audience geografisch segmentiert?

Das ist besonders wichtig für lokale Unternehmen. Du kannst Menschen in deiner direkten Umgebung gezielt ansprechen, damit sie in deinen Laden kommen oder online bestellen.

Wenn du ein größeres Gebiet targetest, bietet Facebook die Möglichkeit, nach Städten oder sogar Stadtteilen zu segmentieren. Wichtig ist, nur die Personen zu filtern, die tatsächlich Bedarf an deinem Angebot haben.

Was ist dein Ziel?

Bestimme das Hauptziel deiner Kampagne. Möchtest du die Brand Awareness steigern, Traffic auf deine Website leiten oder Leads generieren? Dein Ziel bestimmt die Targeting-Optionen und die Messbarkeit deines Erfolgs.

Wie hoch ist dein Budget?

Dein Budget entscheidet darüber, wie viele Menschen du erreichen kannst. Plane ein realistisches Budget ein, das es dir erlaubt, verschiedene Targeting-Optionen zu testen. Behalte es aber genau im Auge, damit du nicht zu viel ausgibst – ein häufiger Fehler, der die Rentabilität deiner Agentur mindern kann.

15 Facebook Ad Targeting-Optionen für bessere Performance

#1 Hyper-lokales Targeting

Mit dieser Methode kannst du dich auf spezifische geografische Gebiete konzentrieren, indem du Stecknadeln auf einer Karte setzt. Es ist ein kosteneffizienter Weg, Nutzer an einem genau definierten Standort zu erreichen.

Alternativ kannst du Postleitzahlen, Marktgebiete (DMAs) oder konkrete Adressen angeben.

#2 Targeting nach Lebensereignissen

Facebook erlaubt es dir, Menschen zu erreichen, die Meilensteine wie Hochzeiten, Geburtstage, Verlobungen oder Jubiläen feiern. Erstelle maßgeschneiderte Ads, die genau diese Momente aufgreifen.

#3 Ausschluss von Zielgruppen

Verhindere „Ad Fatigue“, indem du bestimmte Zielgruppen ausschließt. Du kannst die Effektivität steigern, indem du Nutzer ausschließt, die bereits mit deinen Ads interagiert oder einen Kauf getätigt haben.

So stellst du sicher, dass du deine Anzeigen nicht ständig denselben Personen zeigst, die ohnehin schon konvertiert sind.

#4 Device-Targeting

Facebook gibt Einblick in die genutzten Geräte (Mobile, Desktop, Tablet). Wenn du zum Beispiel eine iOS-App bewirbst, macht es nur Sinn, Nutzer zu targeten, die mobil auf einem iOS-Gerät unterwegs sind.

Dies ist nur ein Beispiel, aber du kannst diese Funktion auch nutzen, um Ads spezifisch für neue Leads anzupassen.

#5 Video-View targeting

Videoaufrufe sind kostengünstig und helfen dir, eine solide Basis aufzubauen. Wenn du Nutzer ansprichst, die z. B. 95 % eines deiner Videos gesehen haben, erhöhst du die Chance auf Conversions bei Personen, die sich bereits intensiv mit deiner Marke beschäftigt haben.

Diese Strategie stellt sicher, dass du hochgradig interessierte Nutzer erreichst. Und genau das ist es, was zählt, oder?

#6 „Nur bei WLAN-Verbindung“-Targeting

Optimiere deine Ergebnisse, indem du Nutzer nur dann ansprichst, wenn sie mit dem WLAN verbunden sind. Das ist besonders nützlich für datenintensive Ads wie Videos oder App-Downloads, da Nutzer den Content ohne Sorge um ihr Datenvolumen konsumieren können.

#7 Targeting für „interagierende Shopper“

Hierbei nutzt du Daten von Nutzern, die auf den „Jetzt shoppen“-Button geklickt oder Interesse an ähnlichen Produkten gezeigt haben. Du findest diese Option unter Detailliertes Targeting -> Verhaltensweisen -> Kaufverhalten.

#8 Reise-Targeting

Erreiche Nutzer mit einer Vorliebe für Reisen. Facebook bietet die Option, Personen zu targeten, die gerade von einer Reise zurückgekehrt sind oder sich an einem neuen Ort aufhalten.

Für manche Social Media Manager ist dies auch ein Weg, eine einkommensstarke Zielgruppe anzusprechen, was oft zu besseren Conversion-Raten führt.

#9 Sequenzielles Targeting

Erstelle für Remarketing-Gruppen eine Kampagne, die die Stärken deines Produkts noch detaillierter hervorhebt. Da die Nutzer bereits mit deiner Marke interagiert haben, kannst du diese Gelegenheit nutzen, um die Beziehung zu vertiefen.

#10 Letzte Käufer ausschließen

Schließe Nutzer, die erst kürzlich gekauft haben, von Kampagnen zur Neukundengewinnung aus. So konzentrierst du dein Budget auf potenzielle Kunden, die noch nicht konvertiert sind, und optimierst deinen Ad-Spend.

#11 Targeting nach Aufbewahrungsdauer (Retention)

Wähle die passende Zeitspanne basierend auf dem Nutzerverhalten. Bei günstigem „Impulskauf“-Produkten reicht oft eine 7-Tage-Retention.

Handelt es sich um eine größere Investition, solltest du bis zu 180 Tage nutzen. Analysiere den Entscheidungsprozess deiner Kunden sorgfältig, um diese Strategie optimal zu nutzen.

#12 Targeting nach wertvollem Nutzerverhalten

Definiere, was für dein Unternehmen wertvoll ist (z. B. Kauf oder „In den Warenkorb“). Erstelle Custom Audiences basierend auf diesen Aktionen und schließe sie gegebenenfalls aus anderen Ads aus. So fokussierst du dich auf die Personen, die noch einen letzten Schubs zur Conversion brauchen.

#13 Qualitativ hochwertige Lookalike Audiences

Erstelle Lookalikes aus hochwertigen Quellen, wie z. B. Käufern oder Personen, die mindestens 50 % eines Videos gesehen haben. Je besser die Ausgangs-Audience, desto effektiver die Lookalike-Gruppe.

#14 Custom Audience Overlap

Kombiniere Custom Audiences für maximale Relevanz. Targete zum Beispiel Nutzer, die 95 % eines Videos gesehen und in den letzten 30 Tagen auf eine Anzeige geklickt haben. So erreichst du extrem engagierte Personen.

#15 Ausreichend Daten für Lookalikes

Vermeide es, Lookalike Audiences aus einer zu kleinen Datenbasis zu erstellen. Beginne erst mit dem Aufbau einer wertvollen und ausreichend großen Quellgruppe, damit der Algorithmus korrekt arbeiten kann.

Meistere deine Facebook Zielgruppe

Social Media Manager stehen ständig vor der Herausforderung neuer Algorithmen und Richtlinien. Mit diesen innovativen Targeting-Taktiken kannst du diese Hürden nicht nur überwinden, sondern dir einen Vorsprung verschaffen.

Atme tief durch und starte 2023 mit einer smarten Strategie für dein Facebook Ad Targeting durch. Wir wünschen dir viel Erfolg bei der Planung deiner nächsten Kampagnen!

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