Soziale Medien verändern sich rasant – stellen Sie sich also vor, was in einem ganzen Jahr passiert ist! Wir verfolgen Social-Media-Updates mit großer Neugier und schauen, wie wir sie in Zukunft am besten nutzen können. Wir eröffnen den Blog mit den wichtigsten Änderungen auf Facebook, das 2016 einige der interessantesten Entwicklungen durchlaufen hat.
Social-Media-Updates
1. Canvas Ads
Anfang 2016 erschien ein fantastisches neues Feature, das uns neue Möglichkeiten eröffnete, hochwertige Inhalte mithilfe von Ads zu präsentieren. Facebook Canvas ist ein anpassbarer digitaler Raum, in dem verschiedene Medientypen zu einer qualitativ hochwertigen Anzeige kombiniert werden können. Dadurch öffnet sich im News Feed eine Vollbildansicht mit Videos, Bildern, Texten und Call-to-Action-Buttons. Canvas Ads sollen Probleme mit der mobilen Ladezeit beheben und Unternehmen dabei helfen, Geschichten zu erzählen und Produkte auf Mobilgeräten zu präsentieren. Burberry hat mit diesem Tool eine wunderschöne Weihnachtskampagne auf Facebook erstellt!
https://www.youtube.com/watch?v=_6gqTuEvXlU
2. Facebook Reactions
Eine der einschneidendsten Änderungen auf Facebook im Jahr 2016 waren sicherlich die Facebook Reactions. Nutzer haben sich jahrelang gefragt, ob es jemals einen „Dislike“-Button geben würde. Facebook hat sich stattdessen für eine Erweiterung des Like-Buttons entschieden, um den Nutzern mehr Möglichkeiten zu geben, eine Reaktion emotional auszudrücken. Die erste Marke, die dieses Feature optimal nutzte, war Chevrolet. Der einfache Slogan „From Like To Love“ zeigte, dass die Marke eine große Veränderung in den sozialen Medien verstanden und direkt umgesetzt hat.

Einige argumentierten, dass Facebook Reactions nutzlose Informationen für Marken sein könnten oder Seiten sogar schlecht aussehen lassen. Man sollte jedoch bedenken, dass Facebook jede Art von Reaktion (wütend, traurig, Love) genauso behandelt wie ein bisheriges „Like“. Das bedeutet, dass dies die Reichweite deines Posts nicht negativ beeinflusst.
Reactions haben jedoch das Potenzial, sehr positiv oder negativ zu wirken. Mit der richtigen Strategie ist dies eine großartige Chance für Marken, besser zu verstehen, wie ihre Zielgruppe auf Content reagiert.
Aber wie? Investiere in Tools, die das Sentiment deiner Audience analysieren. Was löst traurige Gesichter aus? Warum lieben die Menschen einen Post? Passe deine Strategie kontinuierlich an. Zweitens: Stelle sicher, dass dein Ad-Content die richtige Zielgruppe erreicht. Nutzer, die irrelevante Ads in ihrer Timeline finden, könnten dich mit wütenden Gesichtern verfolgen.
3. Das Ende von Clickbait
Facebook reduziert den unbeliebten Clickbait im News Feed. Die Zeiten von „Du wirst niemals erraten, was als Nächstes passiert!“ gehören hoffentlich der Vergangenheit an. Mit dem Update werden solche Headlines niedriger eingestuft und relevantere Inhalte zuerst angezeigt. Ein weiterer Vorteil für Unternehmen ist, dass sie eine höhere Platzierung in der Timeline erreichen können, sofern sie auf Clickbait-Titel verzichten.
4. Facebook Live
Anknüpfend an den Erfolg seit Sommer 2015 hat die Plattform Facebook Live massiv gestärkt. Neben der Verfügbarkeit in Gruppen und Events wurden Live Reactions hinzugefügt. Dies macht es für Zuschauer einfacher, ihre Gedanken und Gefühle während der Übertragung auszudrücken. Eines der meistgesehenen Videos des Jahres 2016 wurde mit Facebook Live von der unvergesslichen „Chewbacca Mom“ erstellt.

Live-Videos auf Facebook ermöglichen es Marken, echte Interaktion und Engagement aufzubauen. Erste Daten von Facebook zeigen bereits, dass Nutzer bei Facebook Live-Videos mehr als 10-mal häufiger kommentieren als bei regulären Videos – ein Garant für Erfolg.
Als einer der Vorreiter gewann die britische Marke Asos mit Facebook Live ein beachtliches Publikum. Die Herausforderung, 100 Schichten Asos-Mode in unter 30 Minuten anzuprobieren, brachte nicht nur das Team zum Lächeln; rund 63.000 Zuschauer verfolgten das Video live. Asos zeigte, wie man Live-Streams erfolgreich in die Markenstrategie integriert.
5. Aktualisierte Werbepräferenzen
Nach Nutzerfeedback zu irrelevanter Werbung hat Facebook die Option hinzugefügt, bestimmte Interessen zu entfernen. Dies gibt Nutzern mehr Kontrolle darüber, welche Art von Ads sie sehen. Mehr dazu erfährst du hier.
6. Abschied von der 20%-Regel!
Ein Grund zur Freude für Social Media Marketer: Facebook hat die vielleicht strengste Regel von allen gekippt. Zuvor war die Textmenge auf Bildern stark begrenzt, um das Nutzererlebnis zu schützen.

Keine Sorge – Nutzer werden weiterhin vor zu aggressiven Ads geschützt. Was hat sich also geändert? Facebook warnt nun: Je mehr Text auf dem Bild ist, desto geringer fällt die Reichweite bei gleichem Budget aus. Auch wenn Bilder mit über 20 % Text nun erlaubt sind, gibt es Punktabzüge bei der Performance. Der Vorteil ist, dass du nun frei experimentieren kannst, was für deine Seite am besten funktioniert. Die Kategorien lauten nun:
- Bildtext: OK – wenig oder kein Text
- Bildtext: Niedrig – Reichweite könnte leicht eingeschränkt sein
- Bildtext: Mittel – Reichweite wird eingeschränkt
- Bildtext: Hoch – Anzeige erreicht die Zielgruppe eventuell nicht
7. Messenger Day gegen Snapchat
Facebook startete Messenger Day, ein Tool im Chat, mit dem Nutzer Fotos mit Filtern oder Zeichnungen teilen können, die nach 24 Stunden verschwinden – genau die Funktion, die Snapchat berühmt gemacht hat. Damit greift Facebook das aktuell beliebteste soziale Netzwerk bei Teenagern direkt an.
Das war nicht alles für den Messenger. Facebook kündigte auch eine Funktion an, bei der Publisher Bot-basierte Dienste nutzen, um Stories direkt im Messenger zu teilen.
CNN war einer der ersten Publisher, der die Bot-Plattform des Messengers nutzte. Abonnenten erhalten täglich eine Zusammenfassung der Top-Meldungen sowie personalisierte Inhalte basierend auf ihren Präferenzen.
Zudem wurden Live-Videos und der Marktplatz eingeführt. Die Strategie, eine Snapchat-ähnliche Plattform zu schaffen, scheint aufzugehen!
8. Einführung von Workplace
Das neueste Feature von Facebook, Workplace, dient der Zusammenarbeit in Unternehmen. Es ermöglicht die interne Kommunikation und erschließt neue Wege der Kooperation. Aktuell nutzen bereits über tausend Organisationen weltweit diese Plattform.
Zusätzlich testet Facebook eine Jobbörse, über die Admins Stellenanzeigen schalten und Bewerbungen erhalten können. Damit tritt Facebook in direkten Wettbewerb mit LinkedIn.
Es war ein turbulentes Jahr für Facebook und wir sind gespannt auf 2017!
Frohe Feiertage!




