Wenn du in Instagram-Marketing investierst, musst du wissen, wie sich dieses Investment auszahlt. Während Daten wie Follower, Likes, Kommentare und Impressions gute Indikatoren für den Zustand deiner Seite sind, ist die Engagement Rate die wohl wichtigste Metrik, die du tracken solltest.
Wie berechnet man also die Instagram Engagement Rate? Es gibt keine pauschale Antwort, da die Bandbreite an möglichen Interaktionen deiner Audience enorm ist. Link-Klicks, Saves, DMs – all das zählt als Engagement. Du siehst also, dass die Berechnung des „echten“ Engagements knifflig sein kann.
Deshalb führen wir dich heute durch verschiedene Methoden zur Berechnung des Instagram-Engagements, klären, welche Aktionen als Engagement zählen und warum diese Kennzahl überhaupt so wichtig ist.
Lass uns direkt einsteigen.
Warum ist Instagram-Engagement so wichtig?
Für viele, die neu auf Instagram sind, ist die Follower-Zahl die „Metrik aller Metriken“. Je mehr Follower, desto mehr Leute sehen deine Marke, desto mehr Leads landen im Funnel. Richtig? Eigentlich nicht. Wenn deine Follower kein Interesse an einer Conversion haben, sind sie wertlos.
In diese Falle tappt man leicht. Viele Marken erkennen nicht, dass Instagram als Business-Tool genutzt werden sollte. Du bist ein Unternehmen, kein Influencer. Dein Content sollte für eine sehr spezifische Gruppe relevant sein – eine Gruppe, die du tatsächlich in zahlende Kunden verwandeln kannst.
Der beste Weg, die Effektivität deiner Content-Strategie zu messen, ist die Analyse des Engagements: Wie viele Personen interagieren mit deinen Inhalten und auf welche Weise? Wenn du Inhalte erstellst, die hilfreich und zeitlos sein sollen, miss die Anzahl der Saves, nicht nur die Likes.
Wenn du die Anzahl der Kommentare erhöhen willst, sollte dies dein Fokus sein.
Wir gehen gleich noch detaillierter darauf ein, wie du die Instagram Engagement Rate berechnest.
Aber zuerst sprechen wir über Fake-Follower.
Die Sache mit den Fake-Followern
Selbst einige der größten Marken der Welt machen den Fehler, ihre Social-Media-Präsenz durch den Kauf von Fake-Followern künstlich aufzublähen.
Pilotfish hat eine Liste globaler Unternehmen zusammengestellt, die Fake-Follower gekauft haben.

Fake-Follower schaden deiner Seite. Das ist seit langem Konsens, dennoch greifen viele Marken, die mit organischem Engagement kämpfen, zu dieser Methode. Fake-Follower fallen jedem sofort auf, was deinem Markenimage schadet. Zudem machen Instagrams Community-Richtlinien klar, dass gefälschte Konten bei Entdeckung gelöscht werden.
Kurz gesagt: Kauf keine Fake-Follower.
Formeln für das Instagram-Engagement
Bevor wir die gängigsten Formeln auflisten, ist es wichtig, die verschiedenen Metriken zu verstehen, die in diese Berechnungen einfließen.
Wie bereits erwähnt, gibt es viele Arten, wie Menschen mit deinem Profil interagieren können.
Unterschiedliche Ziele erfordern unterschiedliche Metriken, und die Engagement Rate ändert sich entsprechend diesen Werten.
Hier sind mögliche Metriken für deine Formel:
- Likes
- Shares (Teilen)
- Saves (Speichern)
- DMs
- Impressions
- Link-Klicks
- Story-Views
- Story-Antworten
- Interaktionen mit Story-Stickers
- Follower von Branded Hashtags
- Mentions und Tags
Engagement Rate basierend auf der Reach
Diese Formel eignet sich gut, um die Wirksamkeit deiner Inhalte im Verhältnis zur Reichweite deiner Posts oder deines Accounts zu bestimmen.
Du kannst zwei Formeln verwenden: eine für die Engagement Rate eines einzelnen Posts und eine für den Durchschnitt deines gesamten Profils:
- Formel 1 = (Likes + Kommentare) pro Post / Reach pro Post x 100
- Formel 2 = Formel 1 / Gesamtzahl der Posts

Obwohl diese Formel gut ist, da die Reach (Reichweite) aussagekräftiger ist als die Follower-Zahl (nicht alle Follower sehen alle Posts), kann die Reichweite aus Gründen variieren, die du nicht vollständig kontrollieren kannst.
Engagement / Follower
Dies ist die bei weitem gängigste Formel. Viele Online-Tools nutzen diese Gleichung, was das Benchmarking mit Wettbewerbern erleichtert. Die Formel ist simpel:
Engagement Rate = (Likes gesamt + Kommentare gesamt) / Follower x 100

Wie bereits erwähnt, ist die Follower-Zahl als Metrik tückisch, da der Algorithmus nicht jedem Follower deine Inhalte zeigt. Der Prozentsatz deiner Follower, die deinen Post sehen, wird als Reach Rate bezeichnet. Sie ist ein guter Indikator für die allgemeine Performance deiner Seite.
Engagement / Impressions
Eine weitere beliebte Formel setzt das Engagement ins Verhältnis dazu, wie oft dein Content angezeigt wurde:
Engagement Rate = (Likes gesamt + Kommentare gesamt) / Account-Impressions x 100

Impressions unterscheiden sich von der Reach dadurch, dass sie die Gesamtzahl der Einblendungen auf einem Bildschirm angeben, während die Reach misst, wie viele einzelne Personen den Content gesehen haben.
Impressions sind nützlich, um die Effektivität von Anzeigen zu bestimmen. Ein wichtiger Faktor bei der Messung von Phänomenen wie Ad Fatigue sind die Impressions im Verhältnis zu Reach, Frequenz und CTR.
Gesamt-Engagement / Impressions
Das Gesamt-Engagement umfasst Likes, Kommentare, Saves und Shares. Dieser Benchmark gibt dir ein ganzheitliches Bild davon, wie dein Content und dein Account performen.
Engagement Rate = (Likes + Kommentare + Saves + Shares) / Account-Impressions x 100

Was es bei der Berechnung des Engagements auf Instagram zu beachten gibt
Während quantitative Daten für die Berechnung nötig sind, müssen auch qualitative Daten analysiert werden, um das „echte“ Engagement zu verstehen. Das Gute an der qualitativen Analyse ist, dass du sie an deine kurz- oder langfristigen Ziele anpassen kannst.
Nutze die Liste der Interaktionen von vorhin und wähle ein Ziel, das zu deiner Strategie passt.
Wenn du zum Beispiel Content erstellt hast, der mehr Kommentare generieren soll, analysiere die Kommentare unter diesem Post ganz genau.
Was sagen die Leute? Gibt es Bot-Kommentare? Geben die Nutzer hilfreiches Feedback? Diese Art der qualitativen Analyse lässt sich auch auf DMs, Mentions und Hashtags anwenden.
Angesichts der vielen Bots und Spam-Kommentare auf Instagram ist es wichtig, sich nicht nur auf nackte Zahlen zu verlassen, sondern zu prüfen, wie diese Interaktionen deine Unternehmensziele tatsächlich beeinflussen.




