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Die neuesten Facebook-Updates für Werbung | Kontentino

Muriel De Palma
Geschrieben von
Muriel De Palma
Inhalt
Facebook aktualisiert Richtlinien für Textanteil in Ad-ImagesBeiträge in Facebook-Gruppen können jetzt gesponsert werdenZahlreiche Ad-Targeting-Optionen wegen geringer Nutzung entferntFacebook-Updates: Werbebibliothek mit Tracker für politische AusgabenFacebook überarbeitet das Ad Preferences Hub

Inmitten einer Pandemie, nach einem monatelangen Boykott durch Werbetreibende und mit den herannahenden US-Präsidentschaftswahlen erlebt Facebook einen ziemlich hektischen Sommer.

Sicherlich hast du auch alle Hände voll zu tun. Hier ist daher eine Zusammenfassung der neuen Facebook-Updates und wie sie deine Social-Media-Nutzung beeinflussen könnten.

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Quelle: giphy
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Facebook aktualisiert Richtlinien für Textanteil in Ad-Images

Eines der am meisten erwarteten Advertising-Updates wurde endlich angekündigt: Die Plattform schafft die Regel ab, die den Textanteil in Ad-Images auf 20 % begrenzt hat.

Das sind großartige Neuigkeiten für viele Werbetreibende, die nun nicht mehr Stunden damit verbringen müssen, Captions und Visuals speziell für Facebook anzupassen, um sicherzustellen, dass die Anzeige genehmigt wird!

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Facebooks Begründung für die 20-Prozent-Regel war, dass die Begrenzung des Textanteils die User Experience auf der Plattform angenehmer gestalten sollte.

Die aktualisierten Richtlinien weisen zwar immer noch darauf hin, dass Anzeigen mit weniger Text vorzuziehen sind, da sie eine bessere Performance erzielen als Ads mit mehr als 20 % Text. Allerdings besteht nun nicht mehr das Risiko, dass die Reach der Anzeige eingeschränkt wird, wie es bisher der Fall war.

Natürlich bleibt es wichtig, dass der Text in deinen Ads kurz und klar genug ist, um Wirkung zu zeigen. Dennoch ist dieses Update eine große Erleichterung und erlaubt es, neue Design-Möglichkeiten für Kampagnen zu erschließen.

Beiträge in Facebook-Gruppen können jetzt gesponsert werden

Sponsored Posts sind nun für Gruppenadministratoren verfügbar, was spannende neue Targeting-Strategien für Werbetreibende ermöglicht!

Admins öffentlicher Gruppen können jetzt von Werbetreibenden gesponserte Beiträge veröffentlichen, entweder als Partnerschaft oder in deren Namen. Der Sponsor wird im Titel des Posts markiert, der unter dem Namen das Label „Bezahlte Partnerschaft“ trägt.

Dies unterscheidet sich von klassischen Ads, die im Gruppen-Feed erscheinen und von Facebook neben anderen Beiträgen ausgespielt werden. Das Placement von Ads basiert auf dem Targeting des Werbetreibenden und variiert je nach Nutzer.

Sponsored Posts hingegen sind für alle Gruppenmitglieder sichtbar und werden vom Admin wie organische Posts verwaltet.

Sponsored Posts bieten Admins die Chance, ihre Expertise und die Interessen der Gruppenmitglieder zu nutzen. Durch die Partnerschaft mit Werbetreibenden können sie Produkte bewerben, von denen sie selbst überzeugt sind.

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Bisher stand diese Option nur einzelnen Nutzern für ihre Seiten oder Profile zur Verfügung, entweder in organischer Form oder als beworbene Beiträge.

Mit der Ausweitung auf Gruppen gibt Facebook Werbetreibenden Zugang zu hochaktiven und engagierten Nutzern auf eine Weise, die authentischer und organischer wirkt als klassische Ads.

Gruppen sind ein zentraler Bestandteil der Aktivität auf der Plattform: Es gibt mehr als 10 Millionen Gruppen auf Facebook mit etwa 1,4 Milliarden monatlichen Nutzern. Etwa die Hälfte davon beschreibt ihre Interaktion in Gruppen als „sehr bedeutsam“.

Durch das Sponsoring von Gruppenbeiträgen erhalten Werbetreibende Sichtbarkeit bei Nutzern mit relevanten Interessen. Ein großer Vorteil ist dabei, dass der Post vom Gruppenadmin kommt, der für die Mitglieder eine vertrauenswürdige Quelle darstellt.

Wie bei allen Inhalten auf Facebook – und speziell bei monetarisierten Inhalten – gibt es Vorschriften darüber, wer diese Option nutzen darf und für welche Inhalte sie gilt.

Gruppen müssen mindestens 1.000 Mitglieder haben und die Partner-Monetarisierungsrichtlinien von Facebook einhalten.

Admins müssen zudem sicherstellen, dass Branded Content sowohl den Richtlinien für Marken-Inhalte als auch den Werberichtlinien entspricht, falls der Inhalt zusätzlich beworben wird.

Das Risiko – das bei jedem gesponserten Inhalt besteht – ist der Verlust des Vertrauens der Zielgruppe und der Authentizität, die dem Inhalt seinen Wert verleiht.

Bei allen Plattformen zieht Branded Content seinen Wert aus der Glaubwürdigkeit der Quelle. Wenn das Publikum die Kommunikation nicht als authentisch empfindet, wird der gewünschte Effekt ausbleiben.

Zahlreiche Ad-Targeting-Optionen wegen geringer Nutzung entfernt

Eine der größten Stärken von Facebook im Bereich Advertising ist die Vielzahl an Targeting-Optionen. Sie ermöglichen es Werbetreibenden, sehr detailliert festzulegen, wer in die Zielgruppe aufgenommen oder davon ausgeschlossen wird.

Im Rahmen eines neuen Updates hat Facebook diese Optionen überprüft und festgestellt, dass über tausend davon nicht regelmäßig oder breit genug genutzt wurden. Daher werden sie aus der Liste entfernt.

Dies dient unter anderem dazu, die Optionen zu straffen und Einstellungen zu vermeiden, die als redundant oder übermäßig granular galten.

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Keine Sorge, das bedeutet nicht, dass das Targeting weniger spezifisch oder effizient wird!

Einige der entfernten Optionen waren Duplikate und sollten deine Social-Media-Strategie nicht beeinträchtigen. Andere sind jedoch strategischer Natur und erfordern eine gewisse Anpassung.

So wurden beispielsweise Segmente für „multi-kulturelle Affinität“ entfernt. Facebook empfiehlt Werbetreibenden stattdessen spezifischere Optionen wie Sprachen oder Kulturen zu nutzen.

Diese Änderungen stehen im Einklang mit früheren Anpassungen, etwa der Entfernung von über 5.000 Targeting-Optionen im Jahr 2018, um diskriminierende Praktiken zu verhindern.

Spezifisches Targeting ist nützlich, kann aber missbraucht werden, um Gruppen aufgrund von Merkmalen wie Ethnie auszuschließen. Genau das möchte dieses neue Facebook-Update begrenzen.

Insgesamt sollte dieses Update keinen allzu großen Einfluss auf deine Strategie haben. Die Überprüfung von Targeting-Segmenten gehört zum Standard-Workflow bei Facebook.

Facebook-Updates: Werbebibliothek mit Tracker für politische Ausgaben

Die US-Präsidentschaftswahlen 2020 rücken näher und die Kampagnen laufen auf Hochtouren. Als wichtige Werbeplattform ergreift Facebook die Initiative für mehr Transparenz bei politischer Werbung.

Die Änderungen sollen es Forschern und Journalisten erleichtern zu verstehen, wie viel Politiker auf Facebook ausgeben und wo dies geschieht.

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Das neue Update detailliert, welche Organisationen welche Kandidaten unterstützen, und erweitert den Spending Tracker um weitere relevante politische Akteure.

Dieser Tracker ist so konzipiert, dass er leicht in Echtzeit geteilt und in Artikel eingebunden werden kann, um eine präzise Berichterstattung zu fördern.

Facebook überarbeitet das Ad Preferences Hub

Auf Nutzerseite arbeitet Facebook an einem Update des Ad Preferences Hub (Werbeeinstellungen), um den Prozess zu vereinfachen und mehr Informationen darüber bereitzustellen, wie sich Änderungen der Einstellungen auswirken.

Der Hub wird in drei Bereiche unterteilt: Werbetreibende, Ad-Themen und Daten.

Unter „Werbetreibende“ sieht man Anzeigen, die einem ausgespielt wurden, sowie Infos zum Absender. Bei „Ad-Themen“ werden Interessen gelistet, von denen man sich abmelden kann. Im Bereich „Daten“ zeigt Facebook, wie Informationen für das Targeting gewonnen werden.

Keine dieser Optionen ist völlig neu, aber sie werden nun in einem übersichtlicheren Dashboard präsentiert.

In Zeiten wachsender Sicherheitsbedenken priorisieren diese Änderungen die Kontrolle der Nutzer über ihre eigenen Daten.

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Die neuesten Facebook-Updates zeigen das Bestreben nach mehr Transparenz und Nutzerfreundlichkeit. Die Plattform ist in den letzten 16 Jahren rasant gewachsen und damit auch ihre Bedeutung für Marketing und Gesellschaft.

Da Gesetze und Regulierungen langsam mit der Geschwindigkeit der Tech-Giganten gleichziehen, bleibt es spannend zu beobachten, wie Plattformen wie Facebook ihre Strategien anpassen und welche Auswirkungen dies auf Werbetreibende und deren Social-Media-Workflows hat.

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