Falls du noch unschlüssig bist, was Social Media angeht, bedenke Folgendes: Laut Prognosen sollten bereits im Jahr 2021 91,9 % der US-Marketer in Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitenden Social Media für Marketingzwecke nutzen.
Wahrscheinlich bist du bereits dabei, eine Social-Media-Marketing-Strategie zu entwickeln, aber steckst vielleicht beim Content fest.
Bevor wir zu den spannenden Details kommen: Warum solltest du überhaupt eine Social Media Content Strategie erstellen?
Warum brauchst du eine Social Media Content Strategie?
Kurz gesagt hilft dir eine Social Media Content Strategie dabei, messbare Ergebnisse für dein Unternehmen zu erzielen. Wie bei fast jedem Marketing-Projekt sorgt ein Fahrplan dafür, dass du nicht ziellos umherirrst und wertvolle Ressourcen wie Zeit und Geld verschwendest.
Zudem kann eine mangelhafte Strategie dazu führen, dass du potenzielle Kunden vergraulst. Eine Umfrage von GoodFirms ergab, dass 85 % der Menschen schon einmal einer Marke entfolgt sind – wobei irrelevanter Content der zweithäufigste Grund dafür war.
Es gibt zwar keine Einheitslösung, die für alle Marken funktioniert, aber die Schritte in diesem Artikel werden dich dabei unterstützen, eine maßgeschneiderte Content-Strategie zu entwickeln, die garantiert überzeugt.
Wie entwickelst du eine Social Media Content Strategie?
Ziele setzen
Das hast du wahrscheinlich schon einmal gehört. Ziele für deine Social-Media-Profile zu setzen ist aus zwei Hauptgründen wichtig:
- Der Content, den du erstellst, variiert je nach Ziel. Eine Lead-Gen-Strategie unterscheidet sich grundlegend von einer Strategie für Brand Awareness.
Wenn dein Fokus beispielsweise auf der Conversion von Leads liegt, werden deine Posts wahrscheinlich mehr CTAs (Call-to-Actions) enthalten. Frühzeitig gesetzte Ziele stellen sicher, dass dein Messaging konsistent bleibt und dein Content relevant ist.
- Die Konzentration auf ein Ziel erleichtert die Messung von KPIs (Key Performance Indicators). Wie bei allen Digital-Marketing-Bemühungen sind Daten alles.
Du kannst nicht wissen, wie effektiv deine Social-Media-Strategie ist, wenn du nicht weißt, welche Metriken du tracken sollst. Um beim Beispiel der Lead-Conversion zu bleiben: Hier würdest du vermutlich die „Assisted Social Conversions“ in Google Analytics prüfen, während die Follower-Zahl eher nebensächlich wäre.
Hier sind einige der wichtigsten Ziele für Social Media:
- Brand Awareness steigern
- Community Building / Kundenservice
- Lead-Generierung
- Conversion-Optimierung
Du kannst das Analytics-Tool von Kontentino nutzen, um einen detaillierten und einheitlichen Einblick in deine Performance zu erhalten.
Die Zielgruppe verstehen
Ein weiterer Schlüssel zum Erfolg deiner Strategie ist es, deine Zielgruppe in- und auswendig zu kennen.
Es gibt unzählige Wege für eine Zielgruppenanalyse – wir schauen uns zwei Hauptformen an.
- Quantitative Analyse
Quantitative Forschung bezieht sich auf Statistiken und harte Fakten wie Demografien, Interessen usw. Diese Daten geben dir einen guten Überblick darüber, wer dein Kunde ist. Alter, Geschlecht, Standort, Sprache, Einkommen und Bildung sind entscheidend, um zu verstehen, welcher Content ankommt – aber die Recherche sollte hier nicht enden.
- Qualitative Forschung
Qualitative Forschung konzentriert sich mehr auf Meinungen, Gefühle und das Verhalten deiner Zielgruppe. Werde hier kreativ. Überlege dir, wo sich deine Zielgruppe online aufhält.
Wenn dein Unternehmen Haarpflegeprodukte verkauft, schau dir Haarpflege-Subreddits, Quora-Threads oder YouTube-Kommentare an. Achte darauf, wie die Leute sprechen, welche Fragen sie stellen, welche Marken sie empfehlen und auf welche Experten sie sich beziehen.
Qualitative Forschung ermöglicht tiefere Einblicke, die reine Daten nicht liefern können.
Hier sind einige der besten Tools für die Zielgruppenanalyse:
1. Google Analytics

Der Bereich „Zielgruppe“ in Google Analytics liefert Daten wie:
Demografie: Alter, Geschlecht, Standort;
Affinitätskategorien: zeigen, für welche Themen sich deine Zielgruppe interessiert;
Kaufbereite Segmente: zeigen Branchen und Produktkategorien, nach denen deine Zielgruppe sucht.
2. Facebook

Gehe zur Facebook Business Suite und öffne die Audience Insights. Dort siehst du deine aktuelle (falls vorhanden) sowie deine potenzielle Zielgruppe. Du kannst nach Demografie, Sprache und Standort filtern.
Zusätzlich kannst du den Facebook Werbeanzeigenmanager nutzen, um weitere Interessen deiner Zielgruppe zu entdecken.
Öffne den Werbeanzeigenmanager, klicke auf Erstellen, wähle ein Kampagnenziel (egal welches) und gehe zur Anzeigengruppe. Dort findest du das Detaillierte Targeting. Gib relevante Keywords für deine Nische ein, um Unterkategorien von Interessen zu finden.

3. Reddit
Reddit ist eines der mächtigsten Tools für die qualitative Analyse. Die wahre Stärke liegt im Durchforsten verschiedener Subreddits, um Verhaltensweisen und echte Meinungen zu entdecken.

Wenn du in der Haar-Branche tätig bist, schau dir Subreddits an, um herauszufinden, welche Probleme Menschen haben und welche Produkte sie empfehlen. Nutze diese Erkenntnisse für deine Content-Ideen.
Die Konkurrenz analysieren
Wenn etwas funktioniert, muss man es nicht neu erfinden. Das gilt auch für deine Content-Strategie. Natürlich sollst du Konkurrenten nicht 1:1 kopieren, aber Inspiration von erfolgreichen Wettbewerbern kann dir einen wertvollen Vorsprung verschaffen.
Identifiziere zuerst deine größten Konkurrenten. Suche bei Google nach branchenrelevanten Keywords wie „Haarpflegeprodukte“.

Falls Anzeigen erscheinen, klicke darauf. Unternehmen, die kontinuierlich Google Ads schalten, haben meist das Budget für Traffic.
Prüfe auch Bestenlisten in den Suchergebnissen (SERPs).
- Suche sie auf Social Media. In unserem Beispiel nutzen wir Shea Moisture, eine Marke, die oft in Rankings auftaucht.
Analysiere das Profil der Konkurrenz: Layout des Feeds, Posting-Frequenz, Nutzung von Stories und Instagram Business Tools (Buttons, Instagram Shopping). Finde die fünf Top-Posts mit dem höchsten Engagement und suche nach Gemeinsamkeiten.
In unserem Beispiel haben wir festgestellt, dass qualitativ hochwertige Videos bei Shea Moisture das meiste Engagement erzielen.
Branding festlegen (Tone of Voice, Visuals, Typografie)
Um mit Social Media erfolgreich zu sein, musst du dein Unternehmen kennen.
Was macht deine Markenidentität aus? Was willst du erreichen? Wen willst du beeindrucken?
Je klarer deine Markenidentität ist, desto einfacher ist es, die richtige Botschaft zu formulieren und die Zielgruppe zu erreichen.
Wahrscheinlich hast du bereits ein Brand Book. Jetzt musst du dieses Branding nur noch auf deine Social-Media-Inhalte anwenden.
Auf Instagram ist der Feed das Erste, was Besucher sehen. Der erste Eindruck zählt, und das Design deines Profils kann eine große Wirkung haben.
Überlege dir Wege, deine Markenfarben und Schriftarten in deine Posts zu integrieren.
Vergiss nicht, dass auch Reels in deinem Profil erscheinen. Das Cover sollte also ebenfalls zu deinem Branding passen.
Wenn du dich auf textbasierte Plattformen wie LinkedIn oder Twitter konzentrierst, erstelle Copywriting-Guidelines. Denke über deinen Brand Voice und Tone nach. Hier hilft dir die Recherche zur Konkurrenz und Zielgruppe: Wie kommunizieren sie?
Passe deine Texte entsprechend an (z. B. lockerer statt formell) und finde Wege, wie du aus der Masse hervorstechen kannst.
Einen Content Calendar erstellen
Sobald du Content erstellst, merkst du schnell: Den Überblick über alle Bilder, Videos und Captions zu behalten, ist ein Full-Time-Job. Zudem hat die Posting-Frequenz großen Einfluss auf Reichweite und Engagement. Schau dir diesen Guide an, um die besten Zeiten für Social Media Posts zu finden.
Zum Glück bietet Kontentino einen Redaktionsplan, mit dem du Content planen, terminieren und veröffentlichen kannst.
Gute Organisation mit einem Content Calendar schafft Zeit für die kreative Erstellung von Inhalten und Community Management.

Das Team zusammenbringen
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der Zusammenhalt im Team.
Social Media ist keine One-Man-Show – du brauchst Copywriter, Grafikdesigner und Social Media Manager.
Kontentino bietet umfassende Collaboration-Lösungen. Aufgaben zuweisen, Posts freigeben, Änderungen tracken und Feedback einholen – alles an einem Ort.
Effektive Teamkommunikation stellt sicher, dass keine Ressourcen verschwendet werden und Fehler vermieden werden.

Fazit
Content-Erstellung für Social Media ist ein langfristiges Investment. Eine gut durchdachte Strategie ist der erste Schritt in die richtige Richtung.
Es ist nicht immer einfach, aber solange du am Ball bleibst, Content produzierst, den deine Zielgruppe liebt, und datenbasiert arbeitest, wirst du erfolgreich sein.






