COVID-19 verbreitet sich schneller als gedacht. Das Gleiche gilt für Diskussionen, Falschmeldungen und Unsicherheiten in den sozialen Medien. Es ist nur logisch, dass wir in der Quarantäne zu intensiven Social Media-Nutzern werden, um uns auszutauschen und nach den neuesten Informationen über die Pandemie zu suchen.
Die sozialen Netzwerke sind sich dieses Verhaltens mehr als bewusst. Sie haben umgehend wichtige Schritte eingeleitet, um die Verbreitung von irreführenden Informationen und schädlichen Inhalten zu stoppen. Indem sie den Nutzern Lehrmaterialien und aktuelle Nachrichten zur Verfügung stellen, helfen sie ihnen, Depressionen und Ängste zu bewältigen.
Letzte Woche wurde ein gemeinsames Branchen-Statement von Facebook, Google, LinkedIn, Microsoft, Reddit, Twitter und YouTube veröffentlicht, das ihre enge Allianz bei der Bekämpfung dieser Krise bekräftigt. Zudem wurde die Koordination mit staatlichen Gesundheitsbehörden angekündigt, um den Austausch präziser Updates und Informationen zu gewährleisten.
Facebook geht voran!
Facebook hat von Anfang an die Führung im Kampf gegen die COVID-19-Krise übernommen und weist anderen Netzwerken den Weg. Seit dem Moment, als die WHO das Coronavirus Anfang Januar zum internationalen Gesundheitsnotfall erklärte, hat das Unternehmen eine Vielzahl von Maßnahmen ergriffen, um nicht nur die Verbreitung von Falschinformationen zu stoppen, sondern auch Unternehmen, Gesundheitsorganisationen und Communities zu unterstützen. Signifikante Änderungen wurden auch an den Apps Instagram und WhatsApp vorgenommen.
Die wichtigsten Schritte von Facebook im Überblick:
Gegen irreführende Informationen:
1. Entfernung aller Verschwörungstheorien und Falschmeldungen, die von globalen Gesundheitsorganisationen identifiziert wurden. Letzte Woche wurde eine Partnerschaft mit dem Fact-Checking Network (IFCN) angekündigt, um ein 1-Million-Dollar-Förderprogramm zur Unterstützung von Fact-Checkern während COVID-19 zu starten.
2. Verbot aller Anzeigen, die versuchen, Profit aus COVID-19 zu schlagen, während der WHO und anderen Gesundheitsorganisationen unbegrenzt kostenlose Anzeigen sowie zusätzliche Unterstützung gewährt werden. Facebook warnte die Nutzer, dass die Genehmigung von Ads aufgrund der reduzierten Belegschaft im Homeoffice verzögert oder fälschlicherweise abgelehnt werden kann.
Quelle: Facebook
4. 1 Million Dollar Förderung zur Unterstützung lokaler Nachrichtenredaktionen, die über COVID-19 in den USA und Kanada berichten, um die Öffentlichkeit mit präzisen Informationen zu versorgen.
Zur Unterstützung von Unternehmen:
1. Einrichtung eines 100-Millionen-Dollar-Förderprogramms, um 30.000 kleinen Unternehmen zu helfen, die in über 30 Ländern, in denen Facebook tätig ist, von COVID-19 betroffen sind. SMBs können bereits nächste Woche hier einen Antrag stellen!
2. Launch eines neuen Business Resource Hub, der kleinen Unternehmen hilft, die Folgen des COVID-19-Ausbruchs zu bewältigen.
3. Baldiger Start von Facebook Blueprint Kursen mit dem Fokus auf Remote-Arbeit.
4. Unterstützung der eigenen Mitarbeiter während der Krise mit einem Bonus von 1.000 Dollar.
Zur Unterstützung von Behörden und Communities:
1. Spende von bis zu 10 Millionen Dollar für die WHO und 10 Millionen Dollar für die CDC Foundation.
2. Erweiterte Facebook Local Alerts für „mehr Stadtverwaltungen, staatliche und lokale Notfallorganisationen sowie Strafverfolgungsbehörden. Staatliche und lokale Gesundheitsbehörden haben nun ebenfalls die Möglichkeit, zeitnahe und präzise Informationen an ihre lokalen Gemeinschaften zu senden“ – so Facebook.
3. Vernetzung von Communities, um korrekte Informationen zur Krankheitsprävention zu teilen.
4. Kostenlose Bereitstellung von Workplace Advanced für Regierungsbehörden und Rettungsdienste für ein Jahr. So kann die Kommunikation zwischen den Mitarbeitern in Echtzeit und reibungsloser erfolgen.

Quelle: Facebook
Was passiert auf Instagram?
Auch auf Instagram wurden verschiedene Updates vorgenommen, um die Community mit aktuellen und hilfreichen Informationen zu unterstützen.
1. Oben im Instagram Feed werden Nutzern in einigen Ländern Informationen von relevanten Quellen wie der WHO angezeigt. Hashtags und Anzeigen, die die Situation missbrauchen, werden blockiert. Beim Tippen auf COVID-19-bezogene Hashtags werden Ressourcen von der WHO, dem CDC und anderen lokalen Behörden eingeblendet.
2. Verbot von Suchen nach AR-Effekten im Zusammenhang mit COVID-19, es sei denn, sie wurden von anerkannten Gesundheitsorganisationen veröffentlicht, um potenziell irreführende Inhalte und Verunsicherung zu vermeiden.
Quelle: SocialMediaToday
3. Neue Sticker wie #ThanksHealthHeroes, um Unterstützung für medizinisches Personal zu zeigen, und #StayHome, um Social Distancing zu fördern.
Quelle: Instagram
Und wie hat WhatsApp reagiert?
Das Verbreiten von Hoaxes in WhatsApp-Gruppen wurde zu einer weit verbreiteten Aktivität. Daher hat sich der Messenger von Facebook zu folgenden Schritten entschieden:
1. Verdoppelung der Serverkapazität und der Launch des COVID-19 Info Hubs für Fachkräfte im Gesundheitswesen, Lehrer und kleine Unternehmen. Dort finden sich Tipps zu Remote Work, zum Stoppen von Falschinformationen etc.
2. Veröffentlichung eines WHO Chatbots, um alle Fragen zum Virus zu beantworten. Sende einfach „Hi“ an (+41 79 893 1892) und starte das Gespräch. So erhältst du ganz einfach die neuesten offiziellen Informationen.
Quelle: WhatsApp
Andere soziale Netzwerke stehen dem in nichts nach. Hier nur einige Updates:
- Twitter hat unter anderem seine Plattform-Regeln aktualisiert.
- Snapchat hat in Partnerschaft mit der WHO einen neuen AR-Filter gelauncht.
- YouTube hat ein neues Info Panel hinzugefügt.
- LinkedIn hat einen Bereich für Trending News im Feed erstellt und bietet 16 LinkedIn Learning Kurse kostenlos an.
Die Plattformen kündigen derzeit fast täglich kleinere und größere Updates an. Es ist das erste Mal in der Geschichte, dass die Social-Media-Branche so eng an einem gemeinsamen Ziel arbeitet: einen gemeinsamen Feind zu stoppen und Menschen sowie Unternehmen weltweit in diesem Kampf zu unterstützen.
Wie Kontentino hilft
Wir wissen, wie schwer die aktuelle Zeit für alle ist. Deshalb haben wir uns entschlossen, eine Initiative finanziell zu unterstützen, die Krankenhäuser und Pflegeheime in der Slowakei mit Ausrüstung und Geldern versorgt.
Darüber hinaus bereiten wir für dich eine Serie von Artikeln und Webinaren mit Tipps und Leitfäden vor, wie du dich in dieser neuen Situation schnell orientieren und anpassen kannst. Besuche regelmäßig unseren Blog und unsere Social-Media-Kanäle für die neuesten Updates.
Die Aufzeichnung des ersten Webinars „Wie man COVID-19 überlistet“ mit Matej Sucha, Experte für Verhaltensökonomie, und Bo, CEO von Kontentino, findest du hier.
Wir glauben, dass wir diese weltweite Krise nur durch gemeinschaftliche Unterstützung und Zusammenhalt überwinden können, um am Ende stärker daraus hervorzugehen als je zuvor.




