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Wie hat sich Twitter 2016 verändert? | Kontentino

Marije Van Haarlem
Geschrieben von
Marije Van Haarlem
Inhalt
1. Öffentlich zugängliche Twitter-Homepage2. Periscope führt Live-Tweets ein3. GIFs auf Twitter4. Timeline-Verbesserungen5. Twitter Moments6. Weniger Einschränkungen7. Mute-Option

Wenn du dachtest, dass 2016 ein schwieriges Jahr war – für Twitter war es eines der härtesten. Mit einem Wertverlust von 560 Millionen Dollar an der Börse direkt zu Jahresbeginn, ausgelöst durch den Abgang der halben Führungsebene, war der Fehlstart perfekt. Seitdem hat Twitter jedoch hart gearbeitet, um die Wende zu schaffen und zu beweisen, dass die Plattform gekommen ist, um zu bleiben. Hier sind die wichtigsten Änderungen auf Twitter im Jahr 2016 im Überblick.

Nie wieder wichtige News-Scoops oder Live-Events verpassen: Anfang 2016 hat Twitter seine Inhalte für jeden zugänglich gemacht, auch ohne eingeloggt zu sein. Das Update soll das Entdecken von Stories und Konversationen erleichtern, zum Beispiel wenn man eine aktuelle Nachrichtenentwicklung verfolgt. Auch die Homepage erhielt ein frisches Makeover für eine bessere Übersicht. Ein kluger Schachzug, da Twitter heute eine der wichtigsten Quellen für Instant-News ist – oft schneller als jeder klassische Nachrichtenkanal.

Durch die Zusammenarbeit mit Periscope steigt Twitter voll in das Rennen um das beste Social-Media-Medium für Live-Broadcasting ein. In diesem Jahr gab es einige bedeutende Änderungen. Mit der Möglichkeit, direkt in einem Tweet live zu senden, bietet Twitter den Nutzern eine neue Art, Stories hautnah zu erleben. Damit öffnet sich die Plattform für ein riesiges Publikum und zieht mit Facebook Live, Youtube Live und Twitch gleich.

Zudem wurde Periscope Producer eingeführt, ein neuer Weg, um hochwertige Videos zu teilen. Dies erlaubt es Marken und Medienorganisationen, während Live-Events Videoinhalte in Profi-Qualität auf Periscope und Twitter zu streamen.

Als einer der ersten Nutzer des neuen Periscope sicherte sich der Einzelhändler Target Gwen Stefani für exklusives Material zu ihrem neuen Musikvideo und launchte später eine neue Kollektion via Live-Broadcasting.

Neben Target haben auch Spotify, Walt Disney und Sky News das neue Feature getestet. Der Hauptvorteil für Marken besteht darin, Echtzeit-Berichterstattung von großen Momenten liefern zu können – etwa bei wichtigen Fußballspielen oder durch exklusive Behind-the-scenes-Inhalte. Zudem ermöglicht das Feature die Platzierung von Logos im Video für Sponsoring-Zwecke. Twitter beweist damit weiterhin seine Stärke im Wettbewerb der Social-Media-Kanäle.

Das war definitiv einer unserer Lieblingstage im Büro: GIF-begeisterte Social Media Geeks feierten den brandneuen GIF-Suchbutton. Ab sofort können Nutzer jede Stimmung perfekt ausdrücken, da das Feature für Android und iOS ausgerollt wurde.

Twitter kooperiert mit GIPHY und Riffsy, um die größtmögliche GIF-Datenbank zu bieten. „Mit GIFs lässt sich so viel ausdrücken. Der Schlüssel liegt darin, genau das richtige GIF im richtigen Moment zu finden, das die Emotionen schnell und effizient vermittelt“, sagt David McIntosh, CEO und Mitgründer von Riffsy. Dem können wir nur zustimmen, David.

Anfang des Jahres schrieben wir über das Chaos im Instagram-Feed und die Nutzerreaktionen darauf. Twitter hat jedoch einen cleveren Weg gefunden, Ordnung in das Durcheinander zu bringen. Auch wenn nicht jeder Eingriffe in die chronologische Reihenfolge mag, gehört Twitter zu den ersten, die dies erfolgreich umgesetzt haben.

Basierend auf früheren Aktivitäten prognostiziert Twitter, welche Tweets dir am besten gefallen könnten. Dies bezieht Accounts und Tweets ein, mit denen du häufig interagierst, sowie aktuelle Trends in deinem Netzwerk. Das Beste daran: Die Änderung ist optional und kann in den Einstellungen deaktiviert werden.

Der Hauptunterschied zu Instagram ist das Limit an „relevanten“ Tweets. Etwa zehn relevante Updates erscheinen oben im Feed, danach geht es in der vertrauten chronologischen Reihenfolge weiter. Das macht die Umstellung angenehmer. Zudem ist das Update für Nutzer und Marketer gleichermaßen vorteilhaft, da relevante (und oft organische Marken-) Inhalte zuerst erscheinen, was die Chancen auf Engagement erhöht. Twitter sollte man also definitiv nicht abschreiben!

Manche haben dieses Feature aufgrund des Storytelling-Charakters mit Instagram Stories oder Snapchat verglichen. Twitter Moments war jedoch schon länger in Planung und weist signifikante Unterschiede auf.

Im Grunde erlaubt es das Feature den Nutzern, ein Thema in einer Story zu sammeln und zu teilen – sowohl mit Text als auch mit Bildern. Es ist ein großartiges Tool, um Konversationen und Engagement rund um ein spezifisches Highlight zu fördern. Was Moments von ähnlichen Tools unterscheidet: Man kann den Content jederzeit bearbeiten. Zudem bleiben die Inhalte zugänglich und verschwinden nicht einfach nach kurzer Zeit.

Was können Marken mit Twitter Moments machen? Hier einige Beispiele:

  • Brand Story: Erzähle deine Markengeschichte und zeige, wofür deine Marke steht.
  • Produkt-Launch: Gib einen Sneak Peek auf ein neues Produkt.
  • Social Proof: Sammle Tweets mit Nutzererfahrungen zu deinem Produkt oder deiner Marke.
  • Entertainment: Biete exklusive Behind-the-scenes-Aufnahmen oder anderen Original-Content.
  • Events: Zeige Event-Highlights aus einer Sammlung von Nutzer-Tweets.

Ein sehr vielseitiges Tool, um Markengeschichten zu erzählen. Wir sind gespannt auf mehr!

Das 140-Zeichen-Limit gehört zu Twitter wie das Amen in der Kirche. Da sich Social Media jedoch verändert und Nutzer mehr Flexibilität fordern, hat Twitter einige Beschränkungen gelockert. Ab sofort können Nutzer Bildbeschreibungen hinzufügen (bis zu 420 Zeichen), längere Videos posten (140 Sekunden statt 30) und – am wichtigsten – Links und Fotos zählen nicht mehr zum Zeichenlimit deines Tweets.

Twitter führt die Option ein, Konversationen stummzuschalten. Nutzer hatten diese Funktion schon lange gefordert, auch um besser gegen Belästigungen auf der offenen Plattform vorgehen zu können.

Die Mute-Option soll Tweets mit bestimmten Schlüsselwörtern aus deinen Notifications herausfiltern. So werden Nutzer nicht mehr von viral gehenden Tweets gespammt, in denen sie erwähnt wurden. Zudem können Namen von TV-Shows oder Sport-Events stummgeschaltet werden. So musst du Twitter während der neuesten Folge Game of Thrones nie wieder meiden, um Spoiler zu umgehen.

Zum Jahresrückblick motiviert Twitter Nutzer aktuell unter #ThisHappened zu tweeten – auch wenn wir vermuten, dass #MeAtTheStartOf2016 vs #MeAtTheEndOf2016 bis zum bitteren Ende dominieren wird.

Zu guter Letzt feiert Twitter sein 10-jähriges Jubiläum! Wir freuen uns auf ein spannendes 2017 und wünschen allen einen guten Rutsch ins neue Jahr!

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