UGC (User-Generated Content) ist ein echtes Marketing-Powerhouse. Top-Marken nutzen ihn gezielt, um ihre Kunden in hocheffektive Markenbotschafter zu verwandeln.
UGC stärkt die Glaubwürdigkeit deiner Marke, liefert wertvolle Insights darüber, wie Kunden dein Produkt nutzen, und – was am wichtigsten ist – steigert die Klickraten und den Umsatz.
Obwohl UGC ein integraler Bestandteil deines Social Media Marketing Toolkits ist, kann die Umsetzung knifflig sein.
In diesem Artikel schauen wir uns an, was UGC genau ist, warum er so wichtig ist und wie du UGC auf Social Media einsetzt, um mehr Kunden zu gewinnen.
Was ist User-Generated Content?
Wie der Name schon sagt, ist UGC jeder originäre Content (Text, Bilder, Videos etc.), der von Konsumenten über eine bestimmte Marke erstellt und geteilt wird.
UGC ist überall. Tatsächlich verbringen Konsumenten im Durchschnitt 5,4 Stunden pro Tag mit nutzergenerierten Inhalten.
Dieser Reddit-Thread über die Hautpflegeserie von The Ordinary ist ein tolles Beispiel für organischen UGC auf Social Media. Es ist ein unbezahlter Post, der anderen helfen soll, das richtige Produkt für ihre Bedürfnisse zu finden.
Ob eine Instagram Story, die ein Restaurant verlinkt, ein Tweet oder ein YouTube-Video, in dem Leute Spaß mit deinen Produkten haben: UGC auf Social Media sorgt für kostenlose Reichweite auf eine Weise, die deine Zielgruppe wirklich anspricht.

Dieses Nerf-War-Video fängt den Spirit der Markenidentität von Nerf perfekt ein: Spaß mit Freunden und Familie. Das ist die Power von UGC. Deine Kunden wissen oft besser als dein In-house Marketing-Team, wie man den Vibe der Marke einfängt – meistens, weil klassisches Marketing oft zu sehr nach “Verkauf” klingt.
Und das Publikum spürt diesen Unterschied. Die meisten Konsumenten finden User-Generated Content nützlicher und glauben eher den Aussagen bestehender Kunden als blinkenden Ads oder Werbe-E-Mails.
Schauen wir uns weitere Gründe an, warum du in UGC für Social Media investieren solltest.
Warum ist UGC auf Social Media wichtig?
Der Aufstieg von Social Commerce
Im März 2019 veröffentlichte Instagram eine Beta-Version seines neuesten Produkts: Instagram Checkout. Damit können Nutzer Produkte direkt auf Instagram kaufen, unterstützt durch Features wie Shopping Tags und den Shop-Tab.
Zwei Jahre später ergab eine Umfrage von Instagram for Business, dass 44 % der Menschen wöchentlich über Instagram einkaufen. Diese Tools vereinfachen den Kaufprozess und ermöglichen es Creatorn, die Kaufentscheidungen am stärksten beeinflussen, shoppable Posts zu erstellen.
Meta hat erkannt, dass Konsumenten bei Kaufentscheidungen stärker von Gleichgesinnten und Creatorn beeinflusst werden.
Aber keine Plattform zeigt das Potenzial von Social Commerce und UGC besser als TikTok.

Ein WARC Whitepaper von 2021 zur Rolle von Community Commerce fand heraus, dass authentischer Content von echten Menschen Kaufentscheidungen stärker beeinflusst als Hochglanz-Werbung.
Schau dir einfach den Hashtag #tiktokmademebuyit an, und du wirst sehen, wie effektiv diese Videos bei den Konsumenten von heute ankommen.
Diese Beispiele sind nur die Spitze des Eisbergs. Social Commerce markiert eine echte Machtverschiebung vom Einzelhandel und den Marken hin zu den Menschen.
Durch dynamischen Content und die Vernetzung in sozialen Netzwerken wird dieser Trend zusätzlich befeuert. Der Erfolg von Social Commerce liegt darin, dass UGC nahbare soziale Erlebnisse nahtlos mit Produkten verknüpft, die genau in diese Erlebnisse passen.
Vertrauen aufbauen
Der Heilige Gral für jedes Business ist ein treues Publikum, das der Botschaft der Marke vertraut. In letzter Zeit ist jedoch das Misstrauen gegenüber Marken und ihrer Werbung erheblich gewachsen.
Konsumenten werden auf jeder Plattform ununterbrochen mit Ads bombardiert. Zusammen mit Datenschutzbedenken und der Anonymität vieler Konzerne führt das zu einer schlechten Beziehung zwischen Marken und Kunden.
Über 86 % der Marketer sind sich einig, dass sich die Art und Weise, wie Unternehmen Content erstellen und positionieren, grundlegend ändern muss.
Marken müssen echt und transparent sein, wenn sie in der sich wandelnden Marketinglandschaft bestehen wollen. Klassische Werbung verliert an Bedeutung; fast die Hälfte der Erwachsenen gibt an, in ihrem Alltag viel weniger über Werbung zu sprechen als früher.
Mit UGC erreichst du Konsumenten auf eine vertrauensvolle Weise. Menschen vertrauen Menschen.
Nehmen wir Rezensionen als Beispiel. Bewertungen (schriftlich oder anders) sind eine Form von effektivem UGC. So effektiv, dass Produktseiten mit mindestens einer Bewertung die Conversions um über 52 % steigern können. Das macht Sinn, denn 79 % der Käufer vertrauen Online-Rezensionen genauso sehr wie persönlichen Empfehlungen.
Zeige positive Bewertungen nicht nur auf deiner Website, sondern nutze auch Social Media, um dieses Feedback prominent zu präsentieren.
UGC auf Social Media vermittelt Authentizität
„Da die überwiegende Mehrheit der Konsumenten heute User-Generated Content sucht, ihm vertraut, ihn postet und darauf reagiert, ist klar, dass sich Marken nicht mehr allein auf inszenierte Stock-Fotos oder Influencer-Bilder verlassen können. Die Konsumenten von heute sehnen sich nach Authentizität und Personalisierung“, so Damien Mahoney, CEO & Co-Founder von Stackla.
Laut BusinessWire stufen Konsumenten UGC mit einer 2,4-mal höheren Wahrscheinlichkeit als authentisch ein im Vergleich zu Marken-Content. Marketer hingegen glauben oft fälschlicherweise, dass selbst erstellter Content besser ankommt.
Eine weitere Studie von Stackla ergab, dass 60 % der Konsumenten User-Generated Content für die authentischste Form von Content halten.
Zudem zeigt UGC deutlich, wie echte Menschen deine Produkte verwenden. Kein noch so cleverer Werbetext kann den Wert deines Produkts so gut verkaufen wie deine eigenen Kunden.
UGC gibt Konsumenten die Chance, Teil der Geschichte einer Marke zu sein, statt nur Zuschauer. Diese Dynamik steigert die Markentreue nachhaltiger als jedes künstlich wirkende Loyalitätsprogramm. UGC ist schlichtweg echt.
So nutzt du UGC in deiner Social Media Strategie
Jetzt, wo du die Relevanz kennst, schauen wir uns an, wie du UGC konkret einsetzt, um die Verbundenheit mit deiner Marke zu stärken.
UGC für deine Social Media Feeds
Im Jahr 2020 nutzten 42 % der Menschen soziale Medien, um Marken und Produkte zu recherchieren. Nutze deine Haupt-Feeds für einen starken ersten Eindruck bei potenziellen Käufern.
Wenn Instagram dein Fokus ist, kannst du diese UGC-Posts shoppable machen. Zalando ist hier ein Vorreiter bei shoppable UGC-Posts.
TikTok ist ebenfalls ein Hotspot für UGC. Der Grund: Das Herzstück von TikTok ist echter Content von echten Menschen. Ob du mit Influencern arbeitest oder Content deiner Follower in deine TikTok Marketing Strategie einbaust – zeige, wie dein Produkt im echten Leben genutzt wird.
UGC in deinen Werbeanzeigen
Anzeigen mit UGC erhielten 73 % mehr positive Kommentare als herkömmliche Ads. Das Tolle: Plattformen wie Instagram und Facebook erlauben es dir, reguläre Posts als Ads zu schalten (achte dabei auf das richtige Facebook Ads Targeting).
Wenn du noch einen Schritt weiter gehen willst, schneide mehrere Kundenvideos zu einer dynamischen Anzeige zusammen. Der Zahnpflege-Spezialist HiSmile nutzt diese Taktik sehr erfolgreich und integriert UGC sogar direkt auf der Produktseite.
Rezensionen sammeln
Social Proof ist ein Klassiker im Marketing, der nachweislich Conversions steigert. Viele Unternehmen wissen das, rücken dieses Feedback aber nicht oft genug ins Rampenlicht.
Stelle sicher, dass jeder potenzielle Käufer die Erfahrungen früherer Kunden sehen kann. Erstelle ein Instagram Story Highlight für Testimonials. Beachte dabei die Best Practices für Instagram Stories.
Bring Abwechslung rein, indem du positive Rezensionen in kurze Tweets verwandelst. Aber Achtung: Frage vorher immer um Erlaubnis.
So motivierst du Nutzer, über deine Marke zu posten
Über 50 % der Konsumenten wünschen sich, dass Marken ihnen sagen, was sie posten sollen. Dennoch geben die meisten Marken kaum Anleitungen.
Das ist ein riesiges Potenzial, da mehr als 50 % der Menschen angeben, mindestens einmal am Tag Content zu erstellen.
Oft reicht es schon aus, deinen Fans zu sagen, dass ihr Content willkommen ist. Hier sind einige Wege, um UGC zu fördern:
Wichtiger Hinweis: Frage IMMER um Erlaubnis, bevor du das Werk eines anderen nutzt, und nenne immer den Creator als Quelle.
Challenges und Giveaways veranstalten
Menschen lieben Herausforderungen – und kostenlose Dinge.
Um eine Challenge zu erstellen, an der die Leute gerne teilnehmen, musst du wissen, was sie begeistert. Ein Gratis-T-Shirt reicht oft nicht (außer deine Zielgruppe steht EXTREM auf T-Shirts).
Überlege, was deine Kunden antreibt. Oft ist das Gefühl des Gewinnens wertvoller als der Preis selbst.
Die #GoProMillionDollarChallenge ist ein Paradebeispiel. GoPro forderte Teilnehmer auf, „etwas Episches“ zu filmen.

Zehntausende Menschen erstellten Videos mit dem Ziel, etwas wirklich Einmaliges festzuhalten. Der Preis von einer Million Dollar war natürlich ein zusätzlicher Anreiz.
Einen Hashtag erstellen
Ein Branded Hashtag ist ideal, um UGC auf Social Media auffindbar zu machen. Der Trick ist, einen guten Grund für die Nutzung des Hashtags zu liefern.
Apples Kampagne #ShotOnIphone ist ein herausragendes Beispiel für Vertrauensbildung.
Sie kreierten den Hashtag, bewarben ihn und zeigten atemberaubende Aufnahmen von echten iPhone-Nutzern. Das war nicht nur Social Proof pur, sondern zeigte auch die enorme Markentreue der Apple-Nutzer.
Die Activewear-Marke Aerie nutzt ihren Hashtag, um Frauen zu stärken. Kundinnen teilen Bilder von motivierenden Botschaften in den Umkleidekabinen unter #AerieREAL. Ein cleverer Weg für emotionalen UGC.
Gamification nutzen
Bei Gamification erledigen Teilnehmer kleine Aufgaben und werden dafür belohnt oder ausgezeichnet.
Marken nutzen Konzepte wie Level, Highscores, Badges oder Leaderboards, um Nutzer zum Teilen zu motivieren. Als Belohnung winken Rabatte, exklusive Badges oder die Aufnahme in einen exklusiven Club.
Der NFT-Marktplatz hat Gamification perfektioniert. Käufer wollten unbedingt eine digitale Keycard für eine exklusive Community besitzen.
Kleine Anreize können Kunden zu Aktionen inspirieren, die sie sonst nicht tun würden.
Nikes #justdoit-Kampagne gilt als eine der besten Social Media Kampagnen überhaupt. Ein Grund war, dass sie Nutzer dazu brachte, sportliche Ziele zu erreichen und diese online zu teilen.
Stelle nicht dich, sondern die Kunden in den Fokus
Bei UGC geht es nicht um dich, sondern um deine Kunden. Darum, wie sie deine Produkte im Alltag nutzen. Statt nur deinen Markennamen als Hashtag zu fordern, kann ein handlungsfokussierter Hashtag, der deine Fans ins Zentrum rückt, viel effektiver sein.
Beispiele für erfolgreichen UGC auf Social Media
Vans
Der Slogan „Off The Wall“ von Vans ist absolut kundenorientiert. Würde Vans nur damit prahlen, wie toll ihre Schuhe sind, würden sie ihre Zielgruppe verlieren. Stattdessen dient ihr Social Media Feed als Bühne, auf der Kunden ihre Outfits und ihren Lifestyle präsentieren können.
Glossier
Glossier geht noch einen Schritt weiter. Die Marke hat eine eigene Unterseite für Content ihrer Kunden. Jedes Bild ist direkt mit dem Original-Post verknüpft und lädt Besucher dazu ein, „Produkte in Aktion zu sehen (und zu kaufen), neue Farbkombinationen zu finden oder Freunde zu finden“.
Blue Apron
Instagram und Essen sind ein perfektes Match. Blue Apron nutzt das und arbeitet mit Food-Creatorn zusammen, die leckere Rezepte teilen – erstellt von echten Koch-Enthusiasten.
Red Bull
Jeder kennt Red Bull. Das liegt an teuren Sponsorings, aber auch am Fokus auf die Community. Die Social Media Strategie folgt einem Prinzip, das die ganze Marke umfasst: ein aktiver Lifestyle.
Red Bull nutzt die eigenen Kunden als Promoter. Wenn Nutzer in ihren Videos körperliche Grenzen austesten und dabei Spaß haben, ist das Logo präsent. Der Eindruck bleibt: Red Bull verleiht Flügel.
Unterschätze niemals die Power von UGC
User-Generated Content hat sich als eines der mächtigsten Werkzeuge im Marketing erwiesen. Social Commerce ist die neue Realität. Riesige Influencer mit Millionen-Gagen verlieren bei kritischen Konsumenten an Boden. Wenn du die Aufmerksamkeit deiner Zielgruppe halten willst, nutze die authentischste Form von Content: UGC.













