Brand Deal

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Wenn Marken dich dafür bezahlen, dass du so tust, als hättest du ihr Produkt schon immer geliebt.

Ein Brand Deal ist eine bezahlte Partnerschaft zwischen einem Creator oder Influencer und einer Marke. Dabei erstellt und veröffentlicht der Creator Content, um für die Produkte oder Dienstleistungen der Marke zu werben, und erhält im Gegenzug eine Vergütung. Er ist eine zentrale Einnahmequelle für Creator jeder Größe – von Nano-Influencern mit 1.000 Followern bis hin zu Mega-Influencern mit Millionen. Der Begriff umfasst alles von einem einzelnen gesponserten Post bis hin zu mehrmonatigen Kampagnen mit komplexen Deliverables, Nutzungsrechten und Exklusivitätsklauseln.

Warum investieren Marken in Brand Deals mit Creatorn?

Marken wissen, dass die Zielgruppen von Creatorn deren Empfehlungen mehr vertrauen als herkömmlicher Werbung. Die Empfehlung eines Creators wirkt authentisch, weil sie von jemandem kommt, dem das Publikum bereits folgt und den es respektiert. Anstatt Anzeigen direkt zu schalten, arbeiten Marken mit Creatorn zusammen, um dieses Vertrauen zu nutzen und eine hochgradig engagierte Nischenzielgruppe zu erreichen. Aus diesem Grund sind Micro-Influencer und Nano-Influencer – trotz geringerer Followerzahlen – oft sehr wertvoll: Ihre Zielgruppen sind eng auf spezifische Interessen ausgerichtet, was die Zusammenarbeit natürlich wirken lässt und bessere Ergebnisse erzielt als eine generische Paid-Ad.

Wie unterscheidet sich ein Brand Deal von einem Sponsoring oder einer Kooperation?

Obwohl die Begriffe oft synonym verwendet werden, gibt es feine Unterschiede. Ein Brand Deal bezieht sich in der Regel auf eine formale, ausgehandelte Vereinbarung mit klaren Deliverables, Zahlungsbedingungen und Nutzungsrechten. Ein Sponsoring kann breiter gefasst sein – es könnte Event-Begleitung, Product Seeding oder Sachleistungen ohne einen strengen Content-Vertrag umfassen. Eine Kooperation impliziert oft eine kreativere Partnerschaft, bei der beide Parteien Ideen einbringen und ein Mitspracherecht beim Ergebnis haben. In der Praxis enthalten die meisten Beziehungen zwischen Creatorn und Marken Elemente von allen drei Formen, aber die Struktur und Verbindlichkeit eines Brand Deals machen ihn zum gängigsten Rahmen für bezahlte Partnerschaften.

Was bestimmt den Wert und die Bedingungen eines Brand Deals?

Mehrere Faktoren beeinflussen, wie viel ein Creator verlangen kann und was er liefern muss. Die Followerzahl spielt eine Rolle, aber die Engagement-Rate – wie viele Personen tatsächlich mit dem Content interagieren – ist oft wichtiger. Die Marke legt zudem fest, was sie benötigt: die Anzahl der Posts, Reels oder Stories; ob sie eine organische Nutzung (Reposten auf ihrer Seite) oder Paid Usage (Schalten von Anzeigen mit dem Content) wünscht; und wie lange die Exklusivität gelten soll (das Versprechen, über einen bestimmten Zeitraum nicht mit Konkurrenzmarken zusammenzuarbeiten). Auch der Zeitplan beeinflusst den Preis – kurzfristige Kampagnen sind teurer. Ein Creator könnte beispielsweise 5.000 € für einen einzelnen Instagram-Post mit rein organischer Nutzung verlangen, aber 15.000 €, wenn die Marke Paid Usage auf mehreren Plattformen und einen 60-tägigen Exklusivitätszeitraum wünscht.

Was sind Nutzungsrechte und Exklusivität bei einem Brand Deal?

Nutzungsrechte legen fest, wie die Marke den Content über den ursprünglichen Post hinaus weiterverwenden darf. Organische Nutzung bedeutet, dass sie den Content auf ihrer Seite reposten kann, ohne bezahlte Werbung dahinter zu schalten. Paid Usage bedeutet, dass sie Anzeigen mit dem Content schalten, ihn auf Plakaten, in E-Mail-Kampagnen oder auf ihrer Website verwenden kann – im Grunde wird er wie lizenziertes Material behandelt. Exklusivität bedeutet, dass man sich bereit erklärt, für einen bestimmten Zeitraum (30 Tage, 90 Tage oder länger) nicht mit konkurrierenden Marken zusammenzuarbeiten. Diese Bedingungen wirken sich direkt auf das Honorar aus. Wenn eine Beauty-Marke Exklusivität für die gesamte Kategorie Schönheit für sechs Monate fordert, sollte man deutlich mehr verlangen, als wenn sie nur direkte Wettbewerber für zwei Wochen ausschließt.

Wie können Creator Brand Deals ergattern?

Der einfachste Weg ist, die Kontaktinformationen sichtbar zu machen und eine engagierte Audience in einer Nische aufzubauen. Marken kommen oft direkt auf Creator zu, deren Zielgruppe zu ihren Produkten passt. Wenn keine Marken auf dich zukommen, kannst du sie selbst pitchen: Erstelle ein Media Kit mit Followerzahlen, Engagement-Raten und Demografien deiner Audience. Identifiziere dann Marken, die du wirklich nutzt, und kontaktiere sie mit einem Vorschlag. Alternativ kannst du Plattformen und Agenturen nutzen, die Creator mit Marken verbinden. Entscheidend ist der Nachweis, dass deine Audience echt, engagiert und relevant für das Angebot der Marke ist.