ROAS steht für Return on Ad Spend und ist eine Metrik, die misst, wie viel Umsatz du für jeden Euro generierst, den du für Werbung ausgibst. Es ist einer der direktesten Wege, um zu bewerten, ob deine Ads tatsächlich Geld einbringen. Wenn du 1.000 € für Ads ausgibst und 5.000 € Umsatz generierst, liegt dein ROAS bei 5:1 – das bedeutet, du hast 5 € für jeden investierten Euro verdient. Es ist die Sprache der Profitabilität und ein unverzichtbarer Wert für jeden, der bezahlte Kampagnen schaltet.
Klicks und Impressions verraten dir, dass Menschen deine Anzeige gesehen oder angeklickt haben. Der ROAS zeigt dir, ob sie auch etwas gekauft haben. Eine Kampagne kann eine Million Impressions und Tausende von Klicks erzielen, aber dennoch unprofitabel sein, wenn der Return on Ad Spend zu niedrig ist. Deshalb konzentrieren sich Marketer so stark auf den ROAS – er verknüpft Ausgaben direkt mit dem Umsatz. Man kann den ganzen Tag auf Engagement optimieren, aber wenn der Umsatz ausbleibt, verbrennst du dein Budget.
Die Formel ist simpel: Teile den durch die Kampagne generierten Gesamtumsatz durch die gesamten Werbeausgaben. Wenn eine Facebook-Kampagne 2.000 € kostet und 10.000 € Umsatz generiert, beträgt dein ROAS 5:1 oder 500 %. Je höher das Verhältnis, desto besser ist die Performance deiner Ad. Aber denke daran: Diese Kalkulation funktioniert nur, wenn du den Umsatz präzise trackst – das bedeutet, du musst deine Ads mit tatsächlichen Käufen oder Conversions verknüpfen.
Es gibt keinen universellen Benchmark, aber ein Verhältnis von 4:1 (4 € Umsatz pro 1 € Ausgaben) gilt oft als solide. Dein Zielwert hängt jedoch stark von deinen Gewinnmargen und deinem Geschäftsmodell ab. Ein Unternehmen mit hohen Margen ist vielleicht mit 3:1 zufrieden. Ein Geschäft mit niedrigen Margen benötigt eventuell 10:1, um profitabel zu bleiben. Der Schlüssel liegt darin, die eigenen Zahlen zu kennen – welchen ROAS musst du erreichen, um deine Gewinnziele zu realisieren?
Die meisten Ad-Plattformen weisen den ROAS nativ aus: Facebook Ads Manager, Google Ads, TikTok Ads, Instagram Shopping – sie alle zeigen ihn an. Die Genauigkeit hängt jedoch von deinem Tracking-Setup ab. Du benötigst ordnungsgemäße Conversion-Pixel, UTM-Parameter oder eine Integration mit deiner E-Commerce-Plattform, um den Umsatz der jeweiligen Ad zuzuordnen. Ohne ein solides Tracking sind deine ROAS-Zahlen lediglich Schätzungen.
ROAS und ROI hängen zusammen, sind aber unterschiedlich. Der ROAS misst den Umsatz geteilt durch die Werbeausgaben. Der ROI (Return on Investment) misst den Gewinn (Umsatz minus alle Kosten) geteilt durch die Gesamtinvestition, einschließlich Fixkosten, Gehältern und anderen Ausgaben. Der ROAS lässt sich schneller berechnen und ist direkter an die Performance einer Anzeige gekoppelt. Der ROI liefert das Gesamtbild darüber, ob dein gesamtes Marketing profitabel ist.