That Girl

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Die Ästhetik, sein Leben schon vor 6 Uhr morgens perfekt im Griff zu haben.

„That Girl“ ist ein viraler TikTok-Trend, der einen idealisierten Tagesablauf rund um Wellness, Produktivität und Selbstoptimierung zeigt. Der Archetyp wacht typischerweise um 5 Uhr morgens auf, meditiert, schreibt Journal, macht Sport, trinkt Zitronenwasser, isst ästhetisch angerichtete gesunde Mahlzeiten und pflegt einen kuratierten, Instagram-tauglichen Lifestyle – und das alles, bevor die meisten Menschen ihren Kaffee ausgetrunken haben. Obwohl der Trend als motivierend präsentiert wird, hat er Debatten über seine Auswirkungen auf die psychische Gesundheit und das Körperbild ausgelöst.

Wie sieht ein typischer „That Girl“-Tag aus?

Die Standard-Routine beginnt mit frühem Aufstehen (meist zwischen 5 und 6 Uhr morgens), gefolgt von einem strukturierten Morgenablauf: Meditation oder Journaling, ein Workout in farblich passender Activewear, eine Skincare-Routine und ein sorgfältig fotografiertes Frühstück – oft Smoothie-Bowls, Avocado-Toast oder grüner Saft. Den ganzen Tag über hält sie eine gesunde Routine mit Clean Eating, Produktivität und Self-Care-Praktiken aufrecht. Die Ästhetik ist entscheidend: Alles, von der Sportkleidung bis zum Frühstücksteller, ist optisch koordiniert und perfekt inszeniert. Die Videos betonen die Wellness-Ästhetik und lassen die Routine erstrebenswert und machbar erscheinen.

Warum ist der Trend unter Experten für psychische Gesundheit umstritten?

Therapeuten und Psychologen haben Bedenken geäußert, dass „That Girl“-Content unerreichbare Standards fördert und die Vergleichskultur befeuert. Da Social Media nur kuratierte Highlights zeigt, kann das Ansehen dieser Videos Gefühle von Unzulänglichkeit, Angst und geringem Selbstwertgefühl auslösen. Der Fokus des Trends auf Perfektion ignoriert die Realität – Tage, an denen man mehr Schlaf braucht, Workouts ausfallen lässt oder keine strikte gesunde Routine befolgt. Kritiker weisen zudem auf mangelnde Diversität im typischen „That Girl“-Content hin und darauf, dass die Aufrechterhaltung dieses Lebensstils erhebliche zeitliche und finanzielle Ressourcen erfordert, was ihn für viele unzugänglich macht.

Lässt sich eine „That Girl“-Routine tatsächlich beibehalten?

Während einzelne Elemente – Sport, Meditation, gesunde Ernährung – tatsächlich vorteilhaft für das Wohlbefinden sind, ist das Gesamtpaket, wie es dargestellt wird, langfristig schwer durchzuhalten. Der Trend verwechselt Selbstoptimierung mit Perfektion, was eher Druck als Motivation erzeugt. Viele, die versuchen, die vollständige Routine umzusetzen, berichten bereits nach wenigen Tagen von Burnout. Der entscheidende Unterschied: Gesunde Gewohnheiten zu übernehmen ist wertvoll; zu glauben, man müsse alles perfekt machen, um sein Leben im Griff zu haben, ist es nicht. Eine realistische gesunde Routine sieht für jeden anders aus und benötigt keine passenden Workout-Sets oder Instagram-taugliche Mahlzeiten.

Wie hat „That Girl“ Social Media und die Wellness-Kultur beeinflusst?

Der Trend ist zu einem kulturellen Bezugspunkt geworden, um über die Kluft zwischen Social-Media-Präsentation und Realität zu diskutieren. Er löste breitere Gespräche über toxische Produktivität, die Wellness-Branche und die Art und Weise aus, wie Plattformen unrealistische Körperstandards verstärken. Während einige ihn als harmlose Motivation sehen, betrachten andere ihn als Fallstudie dafür, wie soziale Medien Perfektionismus normalisieren können. Der Trend hat auch das Marketing beeinflusst, wobei Marken die Ästhetik nutzen, um Activewear, Wellness-Produkte und Küchenutensilien an Menschen zu verkaufen, die den „That Girl“-Look nachahmen möchten.