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Boosted Posts vs. Ads auf FB: Was ist besser? | Kontentino

Kinga Edwards
Geschrieben von
Kinga Edwards
Inhalt
Boosted Posts (Beitrag bewerben)Wie bewirbt man einen Post?Vorteile von Boosted PostsNachteile von Boosted PostsFacebook Ads (Ads Manager)Beiträge professionell bewerbenVorteile von AdsNachteile von AdsBoosted Posts vs. Ads: Das Fazit

Facebook-Werbung ist heute extrem populär. Sowohl große Marken als auch lokale Unternehmen schalten Anzeigen auf Facebook, unabhängig von ihrem Budget. Anstatt uns zu fragen, ob es sich lohnt, Posts auf Facebook zu bewerben, sollten wir untersuchen, warum es sinnvoll ist und wie man es richtig macht.

Marketer stehen oft vor dem Dilemma – nutzt man die „Beitrag bewerben“-Funktion (um die sich hunderte fragwürdige Mythen ranken) oder bewirbt man Inhalte professionell über den Ads Manager? 

Wir schauen uns die Merkmale, Gemeinsamkeiten und Unterschiede dieser beiden Methoden an, damit du die passende Lösung für deine Situation wählen kannst.

Boosted Posts (Beitrag bewerben)

Die Funktion „Beitrag bewerben“ (Boost Post) wurde 2012 eingeführt und hat sich seitdem kaum verändert. Diese Option, die über ein vereinfachtes Werbe-Dashboard zugänglich ist, ermöglicht es dir, einen ausgewählten Post ohne großen Aufwand zu promoten.

Was passiert eigentlich, wenn du auf den Button „Beitrag bewerben“ klickst? Facebook erstellt eine einfache Kampagne, die darauf abzielt, das Engagement für diesen speziellen Post zu erhöhen. 

Hier beginnt das Problem – oder die Herausforderung: Bei der Boost-Funktion hast du weniger Kontrolle darüber, wie die Ads erscheinen. Die Optionen im Ads Manager sind wesentlich umfangreicher.

Wie bewirbt man einen Post?

In deinem Facebook-Feed findest du unter jedem veröffentlichten Beitrag den Button „Beitrag bewerben“. 

Im nächsten Schritt wirst du zu einem vereinfachten Dashboard weitergeleitet, um deine Kampagne abzuschließen.

Hier kannst du das Ziel festlegen (oder Facebook die Wahl überlassen), die Audience, grundlegende Placements, den Call to Action, das Budget und die Laufzeit deiner Kampagne einstellen. 

Vorteile von Boosted Posts

  • Der gesamte Prozess ist sehr einfach und bequem. Der Post ist mit wenigen Klicks in Sekundenschnelle beworben.
  • Trotz der Einschränkungen lassen sich wichtige Parameter wie Zielgruppe, Budget und Laufzeit leicht festlegen. Das ist oft schneller, als jedes Mal den zeitaufwendigen Ads Manager zu nutzen.
  • Wenn die Branche ohnehin interaktionsfreudig ist und das Ziel reines Engagement ist, unterscheiden sich die Ergebnisse oft kaum von einer komplexen Kampagne.
  • Bei begrenztem Budget oder kleinen lokalen Aktivitäten kann dies die effizienteste Option sein.

Nachteile von Boosted Posts

  • Der Ads Manager ermöglicht es dir, den gesamten Ad-Stack mit allen verfügbaren Profi-Optionen aufzubauen. Beim „Beitrag bewerben“ übernimmt Facebook das für dich und schränkt damit deinen Einfluss auf die Qualität der Ausspielung ein.
  • Boosted Posts performen oft schlechter, wenn es darum geht, sehr spezifische Zielgruppen zu erreichen.
  • Diese Art der Werbung kann ineffektiv sein, da Facebook nur wenige Optionen bietet. Du kannst beispielsweise nicht entscheiden, an welchen Tagen, zu welchen Uhrzeiten oder auf welchen Geräten die Ad genau gezeigt wird.
  • Das Ziel ist nicht immer Engagement. Manchmal sollen User den Newsletter abonnieren, Accounts erstellen oder Apps installieren. Remarketing-Kampagnen sind hier fast unmöglich umzusetzen.
  • Du hast nur begrenzte Zielgruppen-Optionen: Fans, Fans und deren Freunde oder ein grobes Targeting. Letzteres klingt gut, ist aber in dieser Ansicht immer noch sehr restriktiv.
  • Ein weiterer Nachteil ist das mangelnde Placement-Management. Deine Ads werden oft dort gezeigt, wo es am günstigsten ist, nicht dort, wo sie am besten funktionieren – zum Beispiel überproportional oft auf Mobilgeräten, egal ob diese für dich Sales generieren oder nicht.

Du wirst schnell merken, dass die drei Standard-Ziele (Traffic, Interaktion, Nachrichten) dich einschränken. Deine Konkurrenz macht vermutlich etwas besser, wenn du deren vielfältige und optimierte Ads in deinem Feed siehst.

Einen Post einfach nur zu „pushen“, wird nie so effektiv sein wie eine echte Kampagne zur Post-Promotion.

Facebook Ads (Ads Manager)

Beiträge professionell bewerben

Dafür nutzt du den Ads Manager.

Wir haben erst kürzlich erklärt, wie man Kampagnen im FB Ads Manager erstellt und optimiert.

Nachdem du eine Kampagne und ein Ad Set erstellt hast, wählst du auf der Anzeige-Ebene (Ads) einfach einen bestehenden Post deiner Facebook-Seite aus, den du bewerben möchtest.

Vorteile von Ads

  • Ads bieten dir enorme Flexibilität beim Targeting und der Optimierung. Du kannst Abrechnungsmodelle, genaue Uhrzeiten und vielfältige Call-to-Action-Optionen wählen.
  • Es stehen zahlreiche Kampagnenziele zur Verfügung: Video-Views, Leads, Website-Traffic oder Käufe. Engagement ist nur eine von vielen Möglichkeiten.
  • Du kannst das volle Potenzial von Remarketing ausschöpfen.
  • Du hast die volle Kontrolle über die Placements. Du entscheidest nicht nur über die Plattform (z. B. Facebook), sondern auch über den genauen Ort (z. B. Stories).
  • Du kannst festlegen, ob Anzeigen nur bei bestehender WLAN-Verbindung ausgespielt werden sollen und flexibel zwischen Mobile und Desktop wählen.
  • Du kannst „Dark Posts“ bewerben – also Beiträge, die nicht im regulären Feed deiner Seite erscheinen. Das hilft bei der A/B-Testung oder Evergreen-Kampagnen, ohne deine Follower zu spammen.

Professionelle Ads geben dir mehr Kontrolle über dein Budget und einen besseren Überblick über deine gesamte Performance.

Nachteile von Ads

  • Schon kleine Änderungen können große Auswirkungen auf die gesamte Kampagne haben.
  • Der Prozess ist zeitaufwendiger, besonders bei vielen verschiedenen Anzeigen.
  • Der Ads Manager kann für Einsteiger zunächst überfordernd wirken.

Boosted Posts vs. Ads: Das Fazit

Gesponserte Beiträge können sowohl über den Ads Manager als auch direkt über den „Beitrag bewerben“-Button erstellt werden. Viele Experten raten von der zweiten Methode ab, da man nicht alle Optionen ausschöpfen kann.

Das stimmt zwar, aber für schnelle Sichtbarkeit lassen sich die wichtigsten Variablen heute oft schon direkt im Beitrag einstellen.

Wir empfehlen den Ads Manager immer dann, wenn du volle Kontrolle über die Placements und das Remarketing brauchst oder die Kosten pro Klick aktiv senken willst.

Letztlich sind Boosted Posts selten so effektiv wie optimierte Kampagnen im Ads Manager. Letztere erfordern zwar mehr Zeit und Kreativität, ermöglichen aber eine Skalierung, die weit über einfaches Engagement hinausgeht.

Andere wiederum brauchen keine komplexe Kampagne und wollen lediglich ihre Reichweite mit minimalem Zeitaufwand erhöhen – hier ist der Boost völlig legitim.

Es gibt keine Universallösung, aber der Ads Manager bietet deutlich mehr Hebel zur Optimierung. Am besten testest du beide Wege, um zu sehen, was für dein Business funktioniert.

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