Pinterest war schon immer die erste Anlaufstelle für Inspirationssuchende. Wenn du dich jedoch in letzter Zeit ein wenig verwirrt über Pinterest Idea Pins fühlst, bist du nicht allein. Die Plattform hat im Jahr 2024 einige größere Änderungen durchlaufen. Zu verstehen, wie man Idea Pins im heutigen Pinterest-Umfeld erstellt, ist entscheidend für alle, die ihre Social-Media-Strategie ernst nehmen.
Lass uns die Verwirrung lichten und dich auf den neuesten Stand bringen: Was Idea Pins sind, wie sie sich entwickelt haben und – am wichtigsten – wie du Content erstellst, der auf Pinterest wirklich performt.
Was sind Pinterest Idea Pins?
Pinterest Idea Pins (früher bekannt als Story Pins) wurden 2021 als mehrseitiges, Story-ähnliches Format eingeführt, um die Nutzer direkt auf der Plattform zu halten. Man kann sie sich als Pinterests Antwort auf Instagram Stories vorstellen: Nutzer konnten durch mehrere “Seiten” mit Bildern, Videos, Text-Overlays und interaktiven Elementen swipen.
Das ursprüngliche Konzept war brillant: Creator konnten bis zu 20 swipebare Seiten mit individuellem Text, Voiceover, Übergängen, Musik und Stickern teilen. Das Ziel? Immersiver, edukativer Content, der dafür sorgte, dass Nutzer länger auf Pinterest blieben.
Aber hier ist der entscheidende Punkt: Dieses ursprüngliche Story-Format existiert nicht mehr. Wenn du Tutorials aus den Jahren 2022 oder 2023 über das Erstellen von swipebaren “Seiten” findest, sind diese Informationen veraltet.
Die große Änderung für Idea Pins in 2024
Hier wird es interessant (und ein wenig verwirrend). Im Jahr 2024 hat Pinterest eine massive Umstellung vorgenommen. Anstatt verschiedene Pin-Formate wie Standard-Pins, Video-Pins und Idea Pins beizubehalten, wurde alles in einem einheitlichen Pin-Format zusammengefügt.
Was bedeutet das für dich?
- Das alte Story-Format mit “swipebaren Seiten” ist weg.
- Wenn du jetzt mehrere Bilder hochlädst, erstellt Pinterest automatisch ein Slideshow-Video (keine separaten Seiten).
- Du kannst jetzt externe Links zu diesem Video-Content hinzufügen (früher ein großer Nachteil).
- Alte Idea Pins vor 2024 existieren weiterhin und funktionieren normal.
- Der Erstellungsprozess ist einfacher, aber das Ergebnis ist anders: Es ist videobasiert, nicht Story-basiert.
Der Hauptunterschied: Alte Idea Pins = swipebare Seiten (wie Instagram Stories). Neues Format = automatisches Slideshow-Video, das kontinuierlich abläuft.
Der Rollout verlief schrittweise. Je nach Account siehst du vielleicht noch die Option “Idea Pin erstellen” oder einfach nur “Pin erstellen”. Keine Panik, das gehört zum Übergang. Wichtig ist nur zu wissen, dass du am Ende ein Video erstellst, keine swipebaren Slides.
Warum Pinterest diese Änderung vorgenommen hat
Seien wir ehrlich: Während Pinterest Idea Pins anfangs eine enorme Reichweite erzielten, hatten sie einen großen Makel: keine externen Links. Für Blogger, Unternehmen und Creator, die Traffic auf ihre Websites leiten wollten, war das ein Dealbreaker.
Pinterest hat gelernt, dass sowohl Creator als auch Nutzer das Beste aus beiden Welten wollten: das kreative, mehrseitige Storytelling-Format kombiniert mit der Möglichkeit, Traffic von der Plattform wegzuleiten. Das neue einheitliche Pin-Format bietet genau das.
Wie man Idea Pins erstellt (auf die neue Art)
Nachdem wir die Entwicklung verstehen, schauen wir uns an, wie man Idea Pins heute erstellt. Die gute Nachricht? Es ist tatsächlich einfacher als früher.
Schritt 1: Pin-Creator aufrufen
- Öffne Pinterest (App oder Desktop).
- Klicke auf das “+”-Symbol oder den “Erstellen”-Button.
- Wähle “Pin erstellen”.
Je nach Update-Status deines Accounts siehst du eventuell unterschiedliche Bezeichnungen, das Konzept bleibt jedoch gleich.
Schritt 2: Content hochladen
Hier passiert die Magie. Du kannst jetzt:
- Mehrere Bilder hochladen.
- Videoclips hinzufügen.
- Bilder und Videos in einem Pin mischen.
WICHTIG ZU WISSEN: Wenn du mehrere Inhalte (2+ Bilder) hochlädst, konvertiert Pinterest diese automatisch in ein Slideshow-Video. Das ist nicht dasselbe wie das alte Format aus 2022. Stattdessen erstellt Pinterest ein durchgehendes Video, das deine Bilder mit sanften Übergängen abspielt.
In der mobilen App läuft dieses Video nahtlos ab, genau wie jeder andere Video-Content auf Pinterest. Nutzer swipen nicht mehr durch Seiten, sondern schauen sich deinen Content als flüssiges Video an.
Schritt 3: Kreative Elemente hinzufügen
Hier erwacht dein Content zum Leben. Bevor du zu Pinterest hochlädst, solltest du deine Bilder vorbereiten:
- Text-Overlays: Füge Headlines, Beschreibungen oder Schritt-für-Schritt-Anleitungen direkt auf deine Bilder ein (nutze Tools wie Canva).
- Sticker: Mach deinen Content interaktiver und unterhaltsamer.
- Musik: Pinterest erlaubt es dir, Hintergrundmusik zu deiner Video-Slideshow hinzuzufügen.
- Übergänge: Pinterest fügt beim Erstellen des Videos automatisch weiche Übergänge zwischen den Bildern ein.
EIN TIPP FÜR DICH: Da Pinterest deine Bilder in ein Video umwandelt, achte darauf, dass jedes Bild für sich visuell stark und gut lesbar ist. Halte den Text groß und deutlich. Denk daran: Die meisten Nutzer sind mobil unterwegs und dein Content läuft als Video ab – sie können ihn nicht wie statische Seiten einfach anhalten und in Ruhe lesen.
Schritt 4: SEO-Optimierung
Hier machen viele Creator Fehler. Pinterest ist eine visuelle Suchmaschine, weshalb SEO eine große Rolle spielt.
Wichtige SEO-Elemente:
- Pin-Titel: Baue dein primäres Keyword natürlich ein.
- Pin-Beschreibung: Schreibe 200 bis 500 Zeichen und integriere Keywords auf natürliche Weise.
- Themen-Tags: Wähle relevante Themen aus, damit Pinterest deinen Content versteht.
- Alt-Text: Beschreibe deine Bilder für Barrierefreiheit und SEO.
Betrachte deine Pin-Beschreibung wie die Erstellung einer umfassenden Social-Media-Strategie: Sie muss strategisch und keywordreich sein, aber auch natürlich und ansprechend wirken.
Schritt 5: Link hinzufügen
Das ist der Game-Changer, der das neue Format so viel besser macht als die alten Pinterest Idea Pins. Du kannst jetzt externe Links hinzufügen, um Traffic zu generieren auf:
- Deine Blog-Beiträge.
- Produkt-Seiten.
- Landingpages.
- YouTube-Videos.
- Jede beliebige URL.
Achte darauf, dass dein Link zum Pin-Inhalt passt. Der Pinterest-Algorithmus bevorzugt eine gute User Experience. Irreführende Links schaden deiner Reichweite.
Schritt 6: Board auswählen
Speichere deinen Pin auf einer relevanten Pinnwand (Board). Die Auswahl der Pinnwand ist wichtiger als man denkt. Sie gibt Pinterest Kontext und hilft dem Algorithmus zu verstehen, wem er den Pin zeigen soll.
Schritt 7: Veröffentlichen (oder planen)
Klicke auf Veröffentlichen und dein Pin ist live! Oder noch besser: Nutze ein Tool zum Planen, um zu den Zeiten zu posten, in denen deine Zielgruppe am aktivsten ist.
Wenn du mehrere Social-Media-Plattformen verwaltest (was sehr wahrscheinlich ist), können dir Tools wie Kontentino helfen, deinen gesamten Content-Kalender für Pinterest und andere Plattformen an einem Ort zu verwalten.
Best Practices für Pinterest Idea Pins
Es ist eine Sache, Pinterest Idea Pins zu erstellen; sie so zu gestalten, dass sie wirklich performen, ist eine andere. Hier sind Strategien, die funktionieren:
1. Die erste Seite muss sitzen
Deine erste Seite ist wie der Hook in einem Instagram Reel. Wenn sie nicht in der ersten Sekunde Aufmerksamkeit erregt, scrollen die Nutzer einfach weiter. Nutze fette Schrift, starke Visuals oder eine spannende Frage, um den Scroll-Vorgang zu stoppen.
Brauchst du Inspiration? Schau dir diese 100 Hook-Ideen für Instagram Reels an – viele davon funktionieren auch hervorragend auf Pinterest.
2. Erzähle eine Story (oder bringe etwas bei)
Die erfolgreichsten Pinterest Idea Pins erzählen eine spannende Geschichte oder vermitteln wertvolles Wissen. Denk an:
- Schritt-für-Schritt-Tutorials.
- Vorher-Nachher-Transformationen.
- Blicke hinter die Kulissen.
- How-to-Guides.
- Rezept-Anleitungen.
- DIY-Projekte.
Edukativer Content funktioniert auf Pinterest unglaublich gut. Genau wie du deine Social-Media-Inhaltstypen auf anderen Plattformen planst, sollte dein Pinterest-Content Mehrwert bieten.
3. Optimiere deine Visuals
Seitenverhältnis: Nutze das vertikale Format (1000 x 1500 Pixel für Standard-Pins oder 1000 x 1920 Pixel für videolastigen Content).
Qualität: Hochauflösende Bilder sind Pflicht. Verschwommene Bilder ruinieren dein Engagement.
Branding: Baue dezente Branding-Elemente ein, damit Nutzer sich an dich erinnern, aber mach es nicht zu werblich.
Text auf dem Bild: Weniger ist mehr. Zu viel Text überfordert mobile Nutzer.
4. Komm zum Punkt
Obwohl du bis zu 20 Bilder hochladen kannst, heißt das nicht, dass du das tun solltest. Die meisten erfolgreichen Pins nutzen maximal 5 bis 10 Bilder. Denk daran: Pinterest macht daraus ein durchgehendes Video. Wenn es zu lang wird, riskierst du, die Aufmerksamkeit deiner Zielgruppe zu verlieren.
5. Call-to-Action nicht vergessen
Was sollen die Nutzer tun, nachdem sie deinen Pin gesehen haben?
- Deine Website besuchen?
- Den Pin für später speichern?
- Das Rezept ausprobieren?
- Das Produkt kaufen?
Kommuniziere es klar. Ein einfaches “Klicke auf den Link für mehr Infos” oder “Speichere dir diesen Pin” wirkt Wunder.
6. Nutze Keywords überall
Das kann man nicht oft genug sagen: Pinterest ist primär eine Suchmaschine und erst sekundär eine Social-Media-Plattform. Deine Pinterest Idea Pins sollten optimiert sein mit:
- Keywords im Titel.
- Keywords in der Beschreibung.
- Relevanten Themen-Tags.
- Keywords in den Pinnwand-Namen.
Aber Achtung: Kein Keyword-Stuffing. Schreibe natürlich und baue Begriffe wie “Pinterest Idea Pins” und “Idea Pins erstellen” dort ein, wo sie sinnvoll sind.
7. Testen und analysieren
Der einzige Weg um herauszufinden, was bei deiner Zielgruppe ankommt, ist das Testen verschiedener Formate, Styles und Themen. Nutze Pinterest Analytics, um Folgendes zu tracken:
- Impressions.
- Merkt-Leute (Saves).
- Klickraten (CTR).
- Demografie der Zielgruppe.
Konzentriere dich auf das, was funktioniert, und lass weg, was nicht performt.
Fehler, die du vermeiden solltest
Selbst wenn man weiß, wie man Idea Pins erstellt, schleichen sich oft Fehler ein:
❌ Keine Links hinzufügen
Der Clou des neuen Formats ist, dass du jetzt Links setzen KANNST. Nutze diese Chance!
❌ Mobile Nutzer ignorieren
82 % der Pinterest-Nutzer greifen über die mobile App auf die Plattform zu. Wenn deine Pins am Smartphone nicht gut aussehen, werden sie nicht funktionieren.
❌ Zu werblich sein
Pinterest-Nutzer sind im Entdeckungsmodus, nicht im Shopping-Modus. Inspiriere zuerst, verkaufe später.
❌ Unregelmäßiges Posten
Wie auf jeder Plattform zählt Kontinuität. Erstelle einen Social-Media-Content-Kalender und bleib am Ball.
❌ SEO vernachlässigen
Wir haben es schon erwähnt, aber es ist wichtig: Pinterest ist eine Suchmaschine. Behandle deine Pinterest Idea Pins wie anderen SEO-optimierten Content.
Content für Pinterest Idea Pins recyclen
Eine der klügsten Strategien ist das Repurposing von bestehendem Content in Pinterest Idea Pins (Video-Slideshow-Format). Hast du bereits ein Instagram Carousel erstellt? Ein Facebook-Fotoalbum? Ein TikTok-Tutorial? Einen Blog-Post mit Anleitung? Das sind perfekte Kandidaten für Pinterest!
Und so geht’s:
- Instagram Carousels: Exportiere jede Slide als einzelnes Bild, lade sie bei Pinterest hoch und lass Pinterest daraus ein Slideshow-Video machen.
- Facebook-Posts & Alben: Verwandle Top-Content (besonders Fotoalben und Anleitungen) in ein Video, indem du mehrere Bilder hochlädst.
- Blog-Posts: Bereite deine schriftlichen Inhalte visuell auf, erstelle Bilder mit Text-Overlays und lade sie als Batch hoch.
- YouTube-Videos: Extrahiere Keyframes oder Clips und füge Text-Overlays hinzu. Das funktioniert super als Video-Content auf Pinterest.
- TikTok/Reels: Formatiere vertikale Videos für Pinterest um (vergiss den Link nicht!).
Dieser Ansatz spart Zeit und stellt sicher, dass du das Maximum aus jedem Content-Stück herausholst. Betrachte es als eine plattformübergreifende Content-Strategie: Einmal erstellen, für das Format jeder Plattform optimieren und überall verteilen.
Prioritäten bei Pinterest Idea Pins
Obwohl Pinterest Idea Pins technisch in das Standard-Format überführt hat und von swipebaren Seiten zu Video-Slideshows gewechselt ist, bleibt das Storytelling mit mehreren Bildern extrem relevant. Tatsächlich wird es immer wichtiger.
Pinterest priorisiert weiterhin:
- Video-Content (besonders Short-Form und Slideshows).
- Edukative Inhalte und Tutorials.
- Multi-Bilder-Pins, die zu fesselnden Videos werden.
- Authentischen, Creator-fokussierten Content.
Der Schlüssel liegt darin, flexibel zu bleiben und sich an die Entwicklung der Plattform anzupassen, während man seine Kernstrategie beibehält. Trauere dem alten Story-Format nicht nach – nutze die neuen Möglichkeiten des Videoformats für mehr Flexibilität und Traffic.
Tools für bessere Pinterest Idea Pins
Mit den richtigen Tools ist das Erstellen von Idea Pins ein Kinderspiel:
Design-Tools:
- Canva (hat integrierte Pinterest-Templates).
- Adobe Express.
- Over App.
Planungs-Tools:
- Tailwind.
- Later.
- Kontentino (um Pinterest gemeinsam mit anderen Kanälen zu managen).
Analytics-Tools:
- Pinterest Analytics (integriert).
- Google Analytics (um Traffic zu messen).
- Tailwind Analytics.
Content-Erstellung:
- InShot (Videoschnitt).
- VSCO (Fotobearbeitung).
- CapCut (Videoschnitt mit Vorlagen).
Erfolg messen
Woher weißt du, ob deine Pinterest Idea Pins funktionieren? Schau auf diese Metriken:
Engagement-Metriken:
- Merkt-Aktionen (die wichtigste Metrik auf Pinterest).
- Kommentare.
- Klickrate (CTR).
- Impressions.
Traffic-Metriken:
- Website-Besuche via Pinterest.
- Conversion-Rate.
- Verweildauer auf der Seite.
- Seiten pro Besuch.
Wachstums-Metriken:
- Follower-Wachstum.
- Pinnwand-Follower.
- Monatliche Betrachter.
Setze dir spezifische Ziele. Vergiss nicht: Pinterest ist ein Langzeitprojekt. Pins können noch Wochen oder Monate nach dem Posten an Fahrt aufnehmen.
Fazit: Ab an die Pinnwand
Pinterest Idea Pins haben sich stark verändert. Zu verstehen, wie man sie heute erstellt, ist Pflicht für jeden Social-Media-Erfolg. Der Wechsel vom swipebaren Format hin zur Video-Slideshow macht die Sache für Creator eigentlich einfacher und effektiver – besonders durch die Link-Funktion.
Die wichtigsten Punkte:
✅ Das alte Story-Format ist weg, es ist jetzt videobasiert.
✅ Multi-Bilder-Inhalte werden automatisch zu Slideshow-Videos.
✅ Du kannst jetzt Links hinzufügen, um Traffic zu generieren (ein riesiger Vorteil!).
✅ SEO-Optimierung ist absolut essenziell.
✅ Qualität gewinnt immer vor Quantität.
✅ Kontinuität und Testen sind deine besten Freunde.
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