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Schadet das Posten von Reels meinen Instagram-Posts oder hilft es?

Nein, Reels und Fotos konkurrieren nicht um Reichweite. Erfahre, wie das Ranking-System von Instagram jedes Format behandelt. Jetzt kostenlos ausprobieren!
Do Reels hurt or help your photo posts?
Es gibt nur ein Ranking-SystemWarum Engagement oft formatübergreifend wirktEin Mythos, den wir begraben solltenWas das für deinen Content-Mix bedeutetHäufig gestellte Fragen

Wenn du einen Instagram-Account verwaltest, hast du dich wahrscheinlich schon einmal gefragt, ob der Fokus auf Reels heimlich deine Foto-Posts bestraft oder ob das Ignorieren von Reels bedeutet, dass du bei allem anderen, was du veröffentlichst, an Reichweite verlierst. Adam Mosseri, der Leiter von Instagram, hat dies direkt in einer seiner Q&A-Sessions angesprochen. Die kurze Antwort lautet: Nein, sie stehen nicht in Konkurrenz zueinander.

Was er tatsächlich sagte: „Es ist ein einziges Ranking-System, das versucht zu verstehen, was den Leuten gefällt.“

Es gibt nur ein Ranking-System

Instagram nutzt keine separaten Algorithmen für Fotos, Reels und Carousels. Es verwendet ein einziges Ranking-System, das versucht zu verstehen, was eine bestimmte Person interessant findet, um ihr dann mehr davon zu zeigen – unabhängig vom Format. Instagrams eigener Blog-Post zum Thema Ranking-Erklärung bestätigt dieses Prinzip im Detail. Das System basiert auf der Relevanz für den Betrachter, nicht darauf, einen bestimmten Content-Typ zu belohnen oder zu bestrafen. Das ist wichtig, weil es deine Strategie verändert: Du entscheidest dich nicht bei jedem Klick auf „Veröffentlichen“ zwischen zwei konkurrierenden Systemen, sondern fütterst ein System mit Informationen darüber, was dein Publikum mag.

Warum Engagement oft formatübergreifend wirkt

Da das Ranking-System das Interesse auf Account- und Themenebene verfolgt und nicht auf Formatebene, neigen Engagement-Signale dazu, sich zu übertragen. Wenn dein Publikum regelmäßig deine Reels ansieht, kommentiert oder teilt, ist es statistisch gesehen wahrscheinlicher, dass es auch mit deinen Fotos und Carousels interagiert, da das System bereits gelernt hat, dass es deinen Account relevant findet. Umgekehrt gilt dasselbe: Ein starker Foto-Post kann die Auffindbarkeit eines später veröffentlichten Reels erhöhen, da das gemessene Signal das Interesse an dir ist und nicht die Vorliebe für ein Format.

Ein Mythos, den wir begraben sollten

Ein weit verbreiteter Glaube ist, dass „der Algorithmus Reels bevorzugt“. Da steckt ein Kern Wahrheit drin: Instagram pusht Videos in Discovery-Bereichen wie Explore aggressiver, vor allem weil Video starke Watch-Time-Signale erzeugt, die leicht zu messen und zu skalieren sind. Aber das ist eine Entscheidung zur Entdeckung neuer Zielgruppen, kein Ranking-Vorteil gegenüber Fotos für Personen, die dir bereits folgen. Diese beiden Dinge zu verwechseln, führt dazu, dass viele Accounts aus „Algorithmus-Angst“ zu viel in Reels investieren, anstatt das Format zu wählen, das wirklich zu ihrer Story passt. Mehr dazu erfährst du in unserem Artikel darüber, ob du wirklich jedes Instagram-Format brauchst.

Was das für deinen Content-Mix bedeutet

Das Fazit für die Praxis: Wähle das Format basierend darauf, was die Inhalte benötigen, nicht basierend auf einem vermeintlichen Bewertungsvorteil. Ein Produkt-Launch lässt sich vielleicht am besten als Carousel mit den Features erklären. Ein Blick hinter die Kulissen funktioniert oft besser als schnelles 15-sekündiges Reel. Ein starkes Zitat oder eine Statistik wirkt vielleicht als einzelnes, gut gestaltetes Foto am stärksten. Keine dieser Entscheidungen bringt Nachteile mit sich. Was wirklich zählt, sind Relevanz, Watch-Time, Saves und Shares – nicht, welchen Button du beim Posten gedrückt hast. Denke auch daran, dass die Performance direkt nach dem Posten nur ein Teil des Bildes ist; unsere Analyse zum Engagement in der ersten Stunde erklärt, warum ein langsamer Start nicht bedeutet, dass ein Format gescheitert ist.

Wenn du dies über mehrere Formate und Wochen hinweg verwaltest, hilft dir die Planung in einem professionellen content calendar dabei, objektiv zu sehen, ob sich die Performance von Fotos, Reels und Carousels für dein spezifisches Publikum unterscheidet, anstatt dich auf allgemeine Ratschläge zu verlassen.

Häufig gestellte Fragen

Priorisiert der Instagram-Algorithmus Reels gegenüber Fotos? Nicht beim Ranking für deine bestehenden Follower. Instagram bevorzugt Videos zwar stärker in Discover-Bereichen für neue Zielgruppen, aber das ist getrennt davon zu betrachten, wie Inhalte für deine Follower gerankt werden.

Wird der Wechsel von Fotos zu Reels meine Engagement-Rate senken? Nicht zwangsläufig. Die Engagement-Raten unterscheiden sich je nach Format, weil das Nutzerverhalten anders ist, aber eine starke Reels-Strategie geht nicht auf Kosten deiner Foto-Performance.

Kann ich Formate mischen, ohne meine Reichweite zu gefährden? Ja. Da es ein einheitliches Ranking-System basierend auf Relevanz gibt, ist ein Mix aus Formaten gewünscht und kein Risiko.

Wie entscheidet Instagram eigentlich, was jemandem angezeigt wird? Es prognostiziert die Relevanz basierend auf dem früheren Verhalten eines Betrachters mit ähnlichen Inhalten und Creatoren. Dabei werden Signale wie Watch-Time, Likes, Kommentare, Saves und Shares genutzt – unabhängig vom Format.

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Ana Tyshchenko
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