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Social Media für Banken: Wie Banken Social Media zu ihrem Vorteil nutzen können

Kinga Edwards
Geschrieben von
Kinga Edwards
Inhalt
Warum sollten Banken Social Media nutzen?Wie können Banken Social Media nutzen?Herausforderungen von Social Media für Banken1. Die Notwendigkeit von Social-Media-Policies2. Umgang mit Beschwerden und negativen Kommentaren3. Schutz von Kundendaten4. Reaktion auf Krisen in sozialen Medien5. Rechtliche EinschränkungenSocial Media für Banken: Best PracticesIdentifiziere die wichtigsten Ziele für die Social-Media-Präsenz deiner BankWähle die Social-Media-Plattformen, die richtig für deine Bank sindErstelle attraktive, nutzerfreundliche Profile, die deine Marke repräsentierenEtabliere Social-Media-Policies und ProzesseSchule deine Mitarbeiter im verantwortungsvollen Umgang mit Social MediaÜberwache Social-Media-Aktivitäten für Compliance und RisikomanagementReagiere zeitnah und höflich auf KundenanfragenNutze Social Media, um Beziehungen zu Kunden aufzubauenBehalte Online-Gespräche über deine Bank im Auge und bringe dich einSocial Media für Banken – macht das Sinn?

Banken gibt es schon seit Jahrhunderten, während Social Media erst seit etwas mehr als einem Jahrzehnt existiert. Es ist also keine Überraschung, dass sich die beiden Welten nicht immer überschnitten haben. 

In den letzten Jahren hat sich Social Media jedoch zu einem zunehmend nützlichen Werkzeug für Banken entwickelt. 

In diesem Blog-Post besprechen wir, wie Banken Social Media zu ihrem Vorteil nutzen können. Wir schauen uns die verschiedenen Wege an, wie Social Media zur Kundenbindung, zum Beziehungsaufbau und zur Promotion von Produkten oder Dienstleistungen eingesetzt werden kann. Außerdem beleuchten wir einige der Herausforderungen bei der Nutzung von Social Media für Banken.

Warum sollten Banken Social Media nutzen?

Der vielleicht wichtigste Grund ist, dass Social Media eine Möglichkeit bietet, Beziehungen zu Kunden aufzubauen. 

Heutzutage, wo es so viele Auswahlmöglichkeiten für Bankprodukte und -dienstleistungen gibt, ist Kundentreue keine Selbstverständlichkeit mehr. In der Vergangenheit kommunizierten Banken mit ihren Kunden in der Regel über Werbung, Anrufe und Direktmailings. Dank Social Media können Banken nun in einen wechselseitigen Dialog mit ihren Klienten treten. Dies gibt den Kunden die Möglichkeit, den Banken Feedback zu ihren Wünschen und Bedürfnissen zu geben.

Es ist auch möglich, Social Media für Promotion zu nutzen, ohne invasiv zu wirken. Solche Plattformen erleichtern es Banken, ihre Kunden über neue Produkte und Dienstleistungen zu informieren. Banken können auf diese Weise ihre Target Audience erfassen und ihre Promotion gezielt auf spezifische Kundengruppen ausrichten. 

Wenn eine Bank beispielsweise ein neues Sparkonto einführt, kann sie die Promotion gezielt an Kunden richten, die bereits Interesse am Sparen gezeigt haben.

Wie können Banken Social Media nutzen?

Wie Social Media im Bankensektor eingesetzt wird, ist ein viel diskutiertes Thema.

Einige Banken sind der Meinung, dass Social Media nur für Zwecke des Customer Service genutzt werden sollte, während andere es ausschließlich einsetzen, um Sales voranzutreiben und Profite zu steigern. Während einige Banken sich entscheiden, auf einer einzigen Plattform aktiv zu sein, setzen andere auf das Konzept des Omnichannel-Marketings.

Es gibt keinen pauschalen Ansatz, der für alle passt, aber es gibt einige Wege, wie Banken Social Media zu ihrem Vorteil nutzen können, unabhängig davon, welche Strategie sie bevorzugen:

  • Customer Service – Social Media bietet Banken die Möglichkeit, diesen in Real-Time zu leisten. Social Media Customer Service ermöglicht es ihnen, Kundenanliegen schnell zu lösen und die gesamte Customer Experience zu verbessern.
  • Produkt-Promotion – wie bereits erwähnt, kann Social Media zur Promotion von Produkten und Dienstleistungen genutzt werden. Banken können darüber Informationen zu neuen Angeboten sowie spezielle Aktionen teilen.
  • Lead Generation – Social Media kann zur Lead Generation für neue Produkte und Dienstleistungen genutzt werden. Beispielsweise könnte eine Bank Social Media nutzen, um Finanzbildungstrainings bei ihren Nutzern zu bewerben.  
  • EngagementSocial Media hilft Banken beim Engagement mit ihren Kunden. Banken erhalten so Feedback und lernen die Wünsche und Bedürfnisse ihrer Klientel besser kennen.

Und das sind nur einige Beispiele.

Herausforderungen von Social Media für Banken

Social Media kann ein exzellentes Tool für Banken sein, bringt aber auch Herausforderungen mit sich.

1. Die Notwendigkeit von Social-Media-Policies

Da Social Media noch ein relativ neues Phänomen ist, müssen viele Banken erst noch entsprechende Social-Media-Policies entwickeln. Es kann daher schwierig für sie sein zu wissen, was für Mitarbeiter akzeptabel ist auf Social Media zu posten oder wie Social-Media-Profile generell geführt werden sollten.

Zudem können Social-Media-Policies von Land zu Land variieren. Dies macht die Sache noch komplizierter, insbesondere bei größeren, multinationalen Banken.

2. Umgang mit Beschwerden und negativen Kommentaren

Social Media ist öffentlich und bietet Kunden somit einen perfekten Weg, ihrem Unmut über Produkte oder Dienstleistungen einer Bank Luft zu machen. Es versteht sich von selbst, dass negatives Feedback dem Ruf einer Bank schaden kann, wenn nicht richtig damit umgegangen wird. Daher brauchen Banken einen Plan, wie sie auf negative Kommentare reagieren und Beschwerden adressieren.

3. Schutz von Kundendaten

Es besteht immer das Risiko, dass Kundendaten über Social Media gehackt werden oder durchsickern könnten. Dies ist ein ernstes Anliegen für Banken, da es zu Identitätsdiebstahl oder anderen Finanzverbrechen führen kann.

Um die Daten ihrer Kunden zu schützen, müssen Banken starke Sicherheitsmaßnahmen implementieren. Sie müssen zudem sicherstellen, dass ihre Kunden keine sensiblen Daten (z. B. Kartennummern) auf den Social-Media-Kanälen der Bank teilen, da diese nicht sicher sind.

4. Reaktion auf Krisen in sozialen Medien

Im Falle einer Krise kann Social Media für Banken ein zweischneidiges Schwert sein. 

Einerseits hilft Social Media den Banken, Informationen über die Krise schnell und einfach zu verbreiten. Andererseits bietet es eine Plattform für Menschen, ihre Frustration darüber auszudrücken, wie die Bank die Krise handhabt oder generell agiert, was zu noch mehr negativer Public Relations führen kann.

Daher ist es wichtig für Banken, sich auf Krisensituationen vorzubereiten, bevor diese in den sozialen Medien entstehen.

5. Rechtliche Einschränkungen

Es gibt eine Reihe von rechtlichen Einschränkungen, die Banken bei der Nutzung von Social Media berücksichtigen müssen. So dürfen Banken beispielsweise bestimmte Arten von Informationen über ihre Kunden (z. B. Kredit-Scores) nicht teilen.

Zusätzlich gibt es zahlreiche Vorschriften, die Banken bei Werbung und Marketing auf Social Media einhalten müssen. In einigen Ländern ist ein Impressum für Social-Media-Anzeigen erforderlich. In anderen dürfen bestimmte Bankprodukte wie Kurzzeitkredite oder Barkredite nicht auf Social Media beworben werden.

Banken müssen sich dieser rechtlichen Einschränkungen bewusst sein und sicherstellen, dass sie diese vollständig einhalten.

Social Media für Banken: Best Practices

Identifiziere die wichtigsten Ziele für die Social-Media-Präsenz deiner Bank

Nimm dir Zeit, um über deine Ziele nachzudenken. Was willst du mit Social Media erreichen? Willst du es für den Customer Service nutzen, um Leads zu generieren oder um Brand Awareness aufzubauen? Sobald du deine Ziele identifiziert hast, kannst du eine Social-Media-Strategie entwickeln, die dir hilft, diese zu erreichen und deine Social Media KPIs festzulegen.

Wähle die Social-Media-Plattformen, die richtig für deine Bank sind

Überlege dir, welche Plattformen deine Zielgruppe nutzt und stelle sicher, dass du dort präsent bist. Manchmal ist es besser, klein anzufangen und sicherzustellen, dass du die richtige Plattform für dein Publikum wählst. Starte mit ein oder zwei Plattformen, anstatt zu versuchen, sofort alle zu bedienen.

Du solltest nutzen:

  • Facebook, wenn du Beziehungen zu deinen Kunden aufbauen und eine Community um deine Marke schaffen willst.
  • Twitter, wenn du Customer Service bieten oder zeitnahe Updates über deine Bank teilen willst.
  • LinkedIn, wenn du dich mit anderen Unternehmen oder Branchenexperten vernetzen willst.
  • Instagram, wenn du Brand Awareness aufbauen oder die menschliche Seite deiner Bank zeigen willst.
  • TikTok oder Snapchat, wenn du ein jüngeres Publikum erreichen willst.
  • Pinterest, wenn du Infografiken oder andere Bilder teilen willst.

Ein Motivationsschub für Pinterest? Bank of America, eine der weltweit größten Banken, hat über 9.000 Follower auf Pinterest und generiert monatlich mehr als 10 Millionen Aufrufe für ihre Pins. Nicht schlecht, oder?

Achte immer darauf, auf welchen Social-Media-Plattformen dein Publikum die meiste Zeit verbringt. Wenn du das Gefühl hast, expandieren zu müssen oder Inspiration suchst, haben wir eine Liste der besten Social-Media-Plattformen für 2022 erstellt.

Erstelle attraktive, nutzerfreundliche Profile, die deine Marke repräsentieren

Achte beim Erstellen der Social-Media-Profile deiner Bank darauf, dass diese ansprechend und leicht zu navigieren sind. Sorge dafür, dass dein Branding zum Rest deiner Marketingmaterialien passt und verwende hochwertige Bilder.

Folgende Informationen solltest du in deine Profile aufnehmen:

  • Vollständiger Name
  • Adresse
  • Telefonnummer
  • E-Mail-Adresse
  • Links zu deiner Website und anderen Social-Media-Profilen
  • Eine kurze Beschreibung deiner Bank
  • Das Logo deiner Bank

Dein Social-Media-Profil ist oft das Erste, was Menschen sehen, wenn sie auf deine Bank stoßen. Sorge also dafür, dass es einen guten Eindruck hinterlässt.

Etabliere Social-Media-Policies und Prozesse

Wie bereits erwähnt, helfen Social-Media-Policies Banken dabei, Herausforderungen in den sozialen Medien zu meistern. Banken sollten daher Richtlinien entwickeln, die ein breites Spektrum an Themen abdecken.

In einer solchen Policy könnten folgende Punkte enthalten sein:

  • Templates für Social-Media-Posts
  • Freigegebene Social-Media-Plattformen
  • Prozesse für den Umgang mit Beschwerden
  • Krisenmanagementplan
  • Zuständigkeiten des Social-Media-Teams
  • Kontaktdaten etc.

Social-Media-Policies sollten regelmäßig überprüft und aktualisiert werden.

Schule deine Mitarbeiter im verantwortungsvollen Umgang mit Social Media

Banken sollten ihre Mitarbeiter darin schulen, wie sie Social Media verantwortungsvoll nutzen. Diese Schulung sollte verschiedene Aspekte abdecken:

  • Die Social-Media-Policies der Bank
  • Umgang mit negativen Kommentaren
  • Verarbeitung von Kundendaten
  • Welche Informationen geteilt werden dürfen und welche nicht
  • Do’s and Don’ts der Social-Media-Nutzung
  • Social Media Etikette

Mit einer klaren Policy und angemessener Schulung können Banken die Risiken minimieren und Social Media stattdessen zu ihrem Vorteil nutzen.

Halifax / Bank of Scotland nutzt beispielsweise Templates auf ihrem Facebook-Profil, damit Mitarbeiter effizient auf eine Vielzahl verschiedener Anfragen und Fragen antworten können:

Überwache Social-Media-Aktivitäten für Compliance und Risikomanagement

Aus Compliance- und Risikogesichtspunkten sollten Banken die sozialen Medien täglich beobachten. Dazu gehört die Überwachung von:

  • Social-Media-Aktivitäten der Mitarbeiter zur Sicherstellung der Compliance mit der Policy
  • Kundenaktivitäten zur Identifizierung potenzieller Risiken (z. B. Betrug)
  • Social-Media-Posts über die Bank, um negative Tendenzen frühzeitig zu erkennen

Dank Social Media Monitoring können Banken Risiken erkennen und notwendige Schritte zur Entschärfung einleiten. Mit Social Listening können Banken zudem Social Media nutzen, um ihre Kunden besser zu verstehen.

Reagiere zeitnah und höflich auf Kundenanfragen

Ob es sich um Posts, Kommentare oder private Nachrichten handelt: Banken sollten Kundenanfragen so schnell wie möglich beantworten. Eine Faustregel ist die Antwort innerhalb von 24 Stunden – auf Plattformen wie Twitter ist es jedoch oft am besten, in Real-Time zu reagieren.

Banken sollten zudem einen Plan für den Social Media Customer Service haben, der Folgendes festlegt:

  • Wer ist für die Beantwortung von Anfragen zuständig (z. B. Social-Media- oder Service-Team)?
  • Wie schnell muss geantwortet werden (z. B. innerhalb einer Stunde oder 24 Stunden)?
  • Welche Arten von Anfragen müssen an das Management eskaliert werden (z. B. schwere Beschwerden oder negative Stimmungslagen)?

Durch prompte und höfliche Antworten schaffen Banken eine positive Customer Experience und fördern die Markenloyalität. Sie zeigen, dass sie auf Kundenbedürfnisse eingehen und sich um ihren Ruf kümmern.

Das ist nicht nur bei negativer Stimmung nützlich, sondern zeigt potenziellen Neukunden auch, dass die Bank vertrauenswürdig ist. Wenn eine Bank bei regulären Fragen oder kleinen Beschwerden schnell reagiert, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass sie auch bei größeren Problemen oder Fehlern zügig handelt.

Nutze Social Media, um Beziehungen zu Kunden aufzubauen

Social Media kann für Banken entscheidend sein. In der heutigen, vernetzten Welt müssen sie online aktiver sein als je zuvor. Aber was bedeutet das genau?

Für Banken geht es bei Social Media darum, Beziehungen zu Kunden aufzubauen. Es ist eine Chance, sich auf einer persönlicheren Ebene zu vernetzen und Verbindungen zu schaffen, die über reine Finanztransaktionen hinausgehen.

Hier sind einige Wege, wie Banken Social Media nutzen können, um langfristige Kundenbeziehungen aufzubauen:

  • Teile wertvolle Inhalte, z. B. Tipps zur Finanzplanung und zum Geldmanagement – dadurch können sich Banken als Experten (Thought Leaders) positionieren und Vertrauen aufbauen. Erstelle eine Content-Strategie, damit du immer weißt, welche Themen du abdecken willst.
  • Tritt in den Dialog – behalte die Social-Media-Kanäle im Auge, um alle Erwähnungen der Bank zu bemerken, ob gut oder schlecht.
  • Sei menschlich – Social Media lebt von Persönlichkeit – Kunden wollen die menschliche Seite von Banken sehen. Scheue dich also nicht, in deinen Posts Persönlichkeit zu zeigen. Präsentiere dein Team durch Fotos und Geschichten.
  • Engagiere dich in der Community – beziehe Kunden in Social-Media-Wettbewerbe und Kampagnen ein, die einen guten Zweck unterstützen. Dies zeigt, dass deiner Bank mehr als nur Profit am Herzen liegt.
  • Bitte um Feedback – nutze Social Media, um Kunden nach ihrer Meinung zu Produkten und Dienstleistungen zu fragen. Das zeigt, dass du dich stetig verbessern willst und dir die Customer Experience wichtig ist.

Die Social-Media-Profile der Citibank sind beispielsweise stets offen für Feedback und Kontakt:

Quelle

Behalte Online-Gespräche über deine Bank im Auge und bringe dich ein

Mit Social Listening können Banken Erwähnungen ihrer Marke, Produkte oder Dienstleistungen verfolgen und ihr Publikum besser verstehen.

Banken können Social Listening nutzen, um:

  • Sentiment-Analyse zu betreiben – das bedeutet, die Emotionen zu verfolgen, die mit Erwähnungen der Bank verbunden sind. Sind die Kunden glücklich, traurig, wütend oder frustriert?
  • Themen und Probleme zu identifizieren – durch Monitoring können Banken schnell Situationen erkennen, die Aufmerksamkeit erfordern. Führe zudem regelmäßig eine Social Media Optimization deiner Kanäle durch.
  • Insights in Kundenwünsche zu gewinnen – Social Listening hilft Banken, die Sehnsüchte ihrer Kunden zu verstehen. Diese Informationen können zur Verbesserung von Produkten, Services und der gesamten Customer Experience genutzt werden.

Social Media für Banken – macht das Sinn?

Es ist offensichtlich, dass Social Media für die Bankenbranche viele Herausforderungen bereithält, aber richtig eingesetzt bietet es enorme Vorteile. Indem sie reaktionsschnell, engagiert und menschlich agieren, können Banken Social Media nutzen, um langfristige Beziehungen zu Kunden aufzubauen. Die richtige Social-Media-Strategie hilft Banken, ihre Kunden besser zu verstehen und das Kundenerlebnis nachhaltig zu verbessern.

Werde also aktiv – die Zukunft und der Erfolg deiner Bank könnten davon abhängen.

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