Social Media ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Als Plattform für den Austausch von Informationen, Meinungen und Ideen hat sie die Welt im Sturm erobert. Auch Fachkräfte im Hochschulsektor beginnen nun, diese Vorteile für sich zu nutzen. Der Einsatz von Social Media an Hochschulen und Universitäten hat sich als effektives Mittel erwiesen, um die Einschreibequoten zu erhöhen und Alumni-Spenden zu fördern. In diesem Blogpost erfährst du, wie du Social Media nutzt, um die Sichtbarkeit und Reichweite deiner Bildungseinrichtung zu steigern.
Wie Social Media dem Hochschulsektor zugutekommt
Der ideale Weg, um das Angebot deiner Schule zu bewerben
Nutze Social Media, um die Bekanntheit deiner Studiengänge und Kurse sowie deren Vorteile zu steigern. Du kannst die Kanäle auch nutzen, um Campus-Events wie Tage der offenen Tür, Infoveranstaltungen und Abschlussfeiern zu bewerben.
Zusätzlich ermöglicht Social Media im Hochschulbereich, News über deine Einrichtung zu teilen und die Erfolge deiner Alumni einem breiteren Publikum zu präsentieren. Mehr noch: Es hilft dabei, die Institution und ihre Studierenden auf einer persönlicheren Ebene darzustellen, was die Attraktivität deiner Schule deutlich steigert.
Verbindung zu potenziellen Studierenden aufbauen
Social Media bietet einen hervorragenden Touchpoint für Studieninteressierte. Sie können deine Schule durch organische Posts kennenlernen, aber du kannst auch genau die Gruppen erreichen, die du suchst – dank präziser Targeting-Optionen. Eine Schule kann beispielsweise gezielt Schüler ansprechen, die Interesse an einem bestimmten Hauptfach oder Programm gezeigt haben.
Über Social-Media-Profile kannst du deine potenziellen Studierenden kennenlernen, ihre Fragen beantworten und sie zur Interaktion mit deiner Schule ermutigen. All dies lässt sich durch effektive Kommunikation, eine durchdachte Marketingstrategie und das Engagement deines Teams erreichen.
Welche Beispiele gibt es für Social Media im Hochschulwesen? Beispielsweise können Studienberater Facebook-Live-Videos für virtuelle Infoveranstaltungen nutzen, um potenzielle Bewerber direkt zu erreichen.
In einer hybriden Welt, in der Studierende den Campus nicht mehr physisch besuchen müssen, um einen ersten Eindruck zu gewinnen, ist eine hochwertige Social-Media-Kommunikation essentiell.
Während der Fokus auf den Studierenden wichtig ist, sollten Schulen auch die Kommunikation mit den Eltern nicht vergessen. Eine Hochschule kann Blogposts zur Finanzierung des Studiums oder Tipps zur Schulwahl teilen (und gezielte Kampagnen für Eltern schalten).
Hier ist ein Beispiel der University of Manchester – sie haben eine häufig gestellte Frage (sowohl von Studierenden als auch Eltern) in Form einer Infografik beantwortet:
Steigerung der Einschreibequoten
Potenzielle Studierende zu erreichen ist das eine, aber kann Social Media tatsächlich die Einschreibungen fördern? Definitiv.
Über Social Media kannst du über die beruflichen Erfolge deiner Alumni berichten und zeigen, wie ihr Abschluss an deiner Schule ihnen dabei geholfen hat.
Manche Posts sagen einfach mehr aus als andere:
Für manche ist das ein klares Signal: „Wenn du erfolgreich sein willst, ist die Columbia University der richtige Weg“. Hochschulen, die Social Media konsequent nutzen, verzeichnen Erfolge wie mehr Campus-Besuche oder neue Spenden von Alumni. Der richtige Einsatz von Social Media kann auch deiner Schule enorme Vorteile bringen.
Social Media als digitales Schwarzes Brett
Du kannst Social Media nutzen, um Updates zu posten, Infos über Kurse zu teilen und an kommende Events zu erinnern.
Und was für eine Erleichterung das ist. Früher mussten Handzettel, Poster oder Durchsagen genutzt werden. Heute sparst du Zeit und stellst die Reichweite mit nur einem Klick sicher.
Aufbau einer engagierten Community
Das ist einer der größten Vorteile: Du kommunizierst in beide Richtungen. So baut deine Schule eine Community auf, in der sich Menschen vernetzen, Ideen austauschen und an Projekten zusammenarbeiten können.
Du kannst Gruppen von Studierenden (oder Alumni) um bestimmte Interessen organisieren, wie etwa eine MINT-Community. Zudem kannst du Social Media nutzen, um Feedback von aktuellen Studierenden einzuholen und dein Angebot stetig zu verbessern.
Hochschulen auf Social Media: Die ersten Schritte
#1 Social-Media-Accounts einrichten
Du musst dort präsent sein, wo deine Zielgruppe aktiv ist. Und diese nutzt eine Vielzahl von Plattformen.
Erstelle Profile auf Plattformen wie Facebook, Twitter (X) und LinkedIn. Je nach Ausrichtung solltest du auch Instagram, Snapchat oder TikTok in Betracht ziehen. Viele Unis setzen mittlerweile erfolgreich auf TikTok-Content.
Sobald die Accounts stehen, solltest du Studierende und Mitarbeitende ermutigen, Inhalte zu teilen. Denn das Einrichten ist einfach – die kontinuierliche Content-Erstellung und Interaktion ist die eigentliche Herausforderung.
#2 Einen Posting-Plan erstellen
Erstelle einen Content Calendar, der festlegt, welche Inhalte wann auf welcher Plattform erscheinen. Halte die Kommunikationswege offen, damit dein Team und dein Publikum wissen, wann neuer Content zu erwarten ist.
Ein guter Plan hilft dir dabei, mehrere Accounts gleichzeitig aktuell zu halten.
Zudem kannst du deine Accounts an einem zentralen Ort bündeln, indem du ein Social Media Management Tool wie Kontentino nutzt. So behältst du die Performance im Blick und kannst Posts im Voraus planen.
#3 KPIs für den Hochschulsektor festlegen
Viele akademische Einrichtungen tun sich schwer damit, den Zweck ihrer Social-Media-Präsenz zu definieren. Anders als im klassischen E-Commerce geht es hier nicht nur um Verkäufe.
Gibt es also keine messbaren Ziele für Bildung auf Social Media? Doch. „Erhöhung der Einschreibequote“ als KPI ist schwer direkt zu messen. Setze daher spezifische Social Media KPIs und integriere sie in deine Strategie.
Sinnvolle KPIs sind beispielsweise:
- Steigerung der Engagement-Rate (z. B. 2 % Wachstum im 1. Quartal)
- Einbindung von Alumni in die Kommunikation (z. B. 5 % Steigerung)
- Erhöhung der Reichweite in der Kernzielgruppe (z. B. 15 % mehr Reichweite bei Absolventen der Region)
Am Ende des Tages sollte das Gewinnen neuer Studierender das übergeordnete Ziel bleiben, auch wenn der Weg dorthin über Vernetzung und Interaktion führt.
#4 Verantwortlichkeiten klären
Es braucht eine verantwortliche Person für das Management der Accounts, die regelmäßig postet und interagiert. Diese Person sollte auch auf Fragen und Bedenken reagieren können. Ein FAQ-Dokument ist hierfür ein wertvolles Hilfsmittel.
Ein Team bestehend aus Experten für Zulassung, Marketing und Kommunikation kann eine erfolgreiche Strategie umsetzen, da sie das Messaging und die Zielgruppe der Hochschule genau kennen.
#5 Eine Social Media Policy etablieren
Klare Richtlinien sind für die offizielle Kommunikation unerlässlich.
Was sollte eine Social Media Policy abdecken?
- Verantwortlichkeiten und Posting-Frequenz.
- Wann werden Inhalte von anderen Schulen, Studierenden oder Alumni einbezogen?
- Welcher Content für welche Plattform und was ist der beste Zeitpunkt zum Posten?
- Wo liegen Passwörter, Assets und Daten?
- Tone of Voice und Brand Book der Institution.
- Krisenmanagement: Wie wird bei Notfällen kommuniziert?
Eine Policy stellt sicher, dass die Accounts im Einklang mit den Werten der Institution geführt werden und peinliche Fehltritte vermieden werden.
Ein strukturierter Workflow hilft dabei, alle Posts freizugeben, bevor sie live gehen.
#6 Wettbewerbsanalyse und Inspiration
Schau dir an, was andere Unis machen. Wie teilen sie Informationen? Welche Strategien nutzen sie, um Studierende anzusprechen? Du kannst viel lernen, auch von Institutionen, die nicht in direkter Konkurrenz zu dir stehen.
Mit Kontentino kannst du Wettbewerbsanalysen durchführen, um zu sehen, wie die Konkurrenz abschneidet und wo du dich verbessern kannst.
#7 Zeig auch mal Humor
Akademische Einrichtungen wirken oft sehr „ernst“. Professionalität ist wichtig, aber…
…professionell muss nicht staubtrocken bedeuten.
Hab keine Angst davor, gelegentlich eine menschliche Seite zu zeigen. Ein Foto von Campus-Maskottchen oder süßen Tieren macht deine Marke nahbarer.
Sogar das renommierte MIT teilt solche Momente mit seinen 360k Followern:
Welche Art von Content soll ich posten?
Infografiken
Erstelle Infografiken, welche die Vorteile deiner Schule hervorheben oder interessante Fakten über den Campus teilen. Diese lassen sich später auch super in Newslettern oder als Poster zweitverwerten.
Statistiken
Teile Erfolgszahlen der Alumni oder Infos über Stipendienquoten. Nutze dabei immer eine packende Headline und eine kurze Erklärung, um die Zahlen einzuordnen.
Reposts und Interaktion
Reposts zeigen, dass deine Schule Teil einer aktiven Community ist. Wenn Professoren oder Studierende über die Uni posten, teile es. Das erhöht die Reichweite und stärkt die Glaubwürdigkeit.
Videos & Live-Formate
Live-Events auf Facebook oder Instagram ermöglichen es, Vorlesungen oder Fragerunden in Echtzeit zu übertragen. Das macht das Uni-Image moderner und nahbarer. Potenzielle Studierende können so weltweit „test-sitzen“.
Campus-Life & Fotos
Fotos vom Campus-Alltag vermitteln ein Gefühl für die Atmosphäre. Ob lernende Studierende in der Bib oder die große Abschlussfeier – diese visuellen Eindrücke helfen Bewerbern bei der Entscheidung.
User-generated content (UGC)
Inhalte von Studierenden sind authentischer als jedes Hochglanz-Marketing. Ermutige deine Community, ihre Erlebnisse unter einem bestimmten Hashtag zu teilen.
Content Repurposing an Hochschulen
Content-Erstellung muss nicht immer bei Null anfangen. Nutze Materialien aus Broschüren, E-Mails oder Postern für deine Social-Media-Kanäle. Das spart Zeit und sorgt für ein konsistentes Markenbild.
Nutze die Highlights-Funktion auf Instagram, um wichtige Stories dauerhaft für neue Profilbesucher verfügbar zu machen.
Fazit: Social Media als Chance
Social Media im Hochschulsektor mag komplex erscheinen, aber die Vorteile überwiegen bei weitem. Durch den Mix aus Infografiken, Videos und Campus-Einblicken stärkst du deine Marke und gewinnst die Aufmerksamkeit der nächsten Generation.







