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Social Media im Gesundheitswesen – Der Guide | Kontentino

Julius Preloznik
Geschrieben von
Julius Preloznik
Inhalt
Bedeutung und Vorteile von Social Media im Gesundheitswesen Kommunikation in KrisenzeitenFehlinformationen bekämpfen und Hysterie lindernVertrauen in der Öffentlichkeit aufbauen Öffentliche Diskussionen verfolgen Bewusstsein schaffenSocial Media Marketing im Gesundheitswesen: 3 Best Practices Informationen aus vertrauenswürdigen Quellen teilen Q&As veranstalten Ads zur gezielten Ansprache nutzen Fazit: Information rettet Leben 

Social Media ist zu einem unverzichtbaren Tool für die Gesundheitsbranche geworden. Ein Bericht von Pew Research zeigt, dass etwa die Hälfte aller US-Bürger ihre Nachrichten über soziale Netzwerke bezieht. Da immer mehr Menschen auf Online-Quellen vertrauen, kann die Bedeutung von Social Media im Gesundheitswesen nicht hoch genug eingeschätzt werden. 

Die COVID-19-Pandemie hat zu einem gewaltigen Paradigmenwechsel in der Art und Weise geführt, wie Menschen wichtige Informationen finden und teilen. Das Misstrauen gegenüber traditionellen Medienvertretern besteht schon länger – ein Phänomen, das im Edelman Trust Barometer 2021 genauer untersucht wurde. 

Die Studie ergab, dass 59 % der Befragten der Aussage zustimmten, dass „die meisten Nachrichtenorganisationen mehr daran interessiert sind, eine Ideologie oder politische Position zu unterstützen, als die Öffentlichkeit zu informieren“.

61 % der Befragten sind der Meinung, dass „die Medien keine gute Arbeit leisten, wenn es darum geht, objektiv und überparteilich zu sein“. 

Da das Vertrauen in die Medien schwindet, wenden sich immer mehr Menschen an das Internet, wenn es um Gesundheitsfragen geht. 

Etwa ein Drittel der Menschen stellt Selbstdiagnosen anhand von Online-Informationen. Die Nachfrage nach Gesundheitsinformationen auf Social Media war noch nie so hoch wie heute. Ein Blick auf die 4,3 Millionen Twitter-Follower der CDC (Stand Oktober 2021) genügt.

Diese parallelen Trends haben medizinisches Fachpersonal in eine verantwortungsvolle Position gebracht. Social Media ist der Schlüssel, um Millionen von Menschen mit potenziell lebensrettenden Informationen zu erreichen. Falsch eingesetzt, kann es jedoch zur Verbreitung von Fehlinformationen beitragen. 

Social Media für die Gesundheitsaufklärung zu nutzen, ist kein Selbstläufer. Neben der Einhaltung von Datenschutzvorgaben (wie HIPAA in den USA), haben Gesundheitsdienstleister und Marken die Aufgabe, die Öffentlichkeit sachlich, aktuell und taktvoll einzubinden. 

In diesem Artikel beleuchten wir die Bedeutung von Social Media im Gesundheitswesen und zeigen Ihnen, wie Sie mit Content-Marketing-Strategien neue Audiences erreichen, wertvolle Dialoge starten und Ihr wichtigstes Ziel erreichen: so vielen Menschen wie möglich zu helfen. 

Bedeutung und Vorteile von Social Media im Gesundheitswesen 

Kommunikation in Krisenzeiten

31,4 % der Gen Z und Millennials nutzten Social Media als direkte Informationsquelle zum Coronavirus. Insbesondere Twitter hat sich als Hauptkanal für Organisationen etabliert, um in Krisenzeiten Eilmeldungen zu teilen.

Ein Beispiel für öffentliche Diskussionen in sozialen Netzwerken während einer Pandemie war der Ebola-Ausbruch im Jahr 2014.

Zwischen dem 28. Juli und dem 19. September jenes Jahres wurden 1.787.875 Tweets zum Thema Ebola gepostet.

Virale Hashtags wie #EbolaWatch trendeten auf Twitter, wodurch die Aufmerksamkeit für die Schwere des Virus massiv gesteigert wurde.

Heute sehen wir denselben Trend, jedoch in einem deutlich größeren Maßstab. 

Gesundheitsorganisationen weltweit nutzen Social Media, um während der COVID-19-Pandemie wichtige Informationen zu verbreiten.

Ein Beispiel ist UNICEF: Das UN-Kinderhilfswerk nutzte sein Facebook-Banner, um Kinder mit Schutzmasken zu zeigen und so die Prävention zu normalisieren.

Ein weiteres Beispiel ist NSW Health, die Twitter nutzen, um die Öffentlichkeit über Fallzahlen zu informieren und zur Einhaltung von Gesundheitsvorschriften zu ermutigen.

Neben COVID-19 können Fachkräfte Social Media nutzen, um andere Krisen wie Salmonellen-Ausbrüche zu adressieren. 

Die CDC teilte auf Twitter wichtige Fakten über Ausbrüche und erklärte, wie man Symptome frühzeitig erkennt.

Fehlinformationen bekämpfen und Hysterie lindern

Es ist kein Geheimnis, dass Social Media ein Nährboden für Fehlinformationen sein kann. Dieses Problem ist so gravierend, dass sogar offizielle Stellen davor warnen, wie gefährlich falsche medizinische Ratschläge online sein können.

Angesichts der vielen Falschmeldungen, insbesondere zu Impfstoffen, wächst in der Öffentlichkeit die Akzeptanz für Maßnahmen gegen Desinformation online.

Eine Pew Research Umfrage ergab, dass 48 % der US-Bürger staatliche Schritte zur Einschränkung falscher Daten befürworten – ein Anstieg gegenüber 39 % im Jahr 2018. 

Immer mehr Ärzte und medizinische Einrichtungen nutzen daher Plattformen, um Mythen aufzuklären und Panik zu verhindern. 

Austin Chiang, M.D., ein bekannter Gastroenterologe, ist auf Social Media zu einer viralen Sensation geworden. Seine TikTok-Videos zu Themen von Gewichtsverlust bis Darmkrebsvorsorge erreichen regelmäßig Hunderttausende Views.

Die Vereinten Nationen nutzen Twitter, um auf die „Infodemie“ aufmerksam zu machen – die Flut an Informationen und Falschmeldungen rund um globale Gesundheitskrisen.

Die WHO hat spezielle Netzwerke etabliert, um Fehlinformationen direkt zu bekämpfen. Auch Kooperationen, wie die der WHO mit WhatsApp, helfen dabei, Fakten in mehreren Sprachen direkt an die Nutzer zu senden.

Vertrauen in der Öffentlichkeit aufbauen 

Insgesamt haben viele Menschen eine positive Grundeinstellung gegenüber medizinischem Fachpersonal. Laut Pew Research glauben 74 % der Erwachsenen in den USA, dass Ärzte das Wohl ihrer Patienten im Blick haben. 

Dennoch gibt es Hürden bei der Inanspruchnahme von Vorsorgeuntersuchungen. Social Media kann hier als Brücke dienen, um Berührungsängste abzubauen und Vertrauen zu schaffen. 

Hier sind Tipps für Ihre Social-Media-Strategie, um Vertrauen aufzubauen: 

  • Social Listening: Verfolgen Sie Diskussionen über Ihr Fachgebiet oder Ihre Einrichtung. Das Beantworten von Fragen in den Kommentaren wirkt oft Wunder. 
  • Aufklärung durch Video-Content: Videos werden von Algorithmen bevorzugt und von Nutzern geliebt. Sie steigern das Brand Awareness und zeigen die menschliche Seite Ihrer Organisation, was direkt auf das Vertrauen einzahlt. 

Öffentliche Diskussionen verfolgen 

In den Kommentaren großer Gesundheitsorganisationen äußern Tausende Menschen ihre Meinung. Wenn Sie wissen wollen, was Ihre Zielgruppe bewegt, ist Social Media ideal. 

Das Durchstöbern von Hashtags wie #grippe oder #impfen zeigt oft ein detaillierteres Bild der öffentlichen Stimmung, als man es aus klassischen Umfragen kennt. 

Bewusstsein schaffen

Social Media ist ein Schlüsselkanal, um auf Gesundheitsrisiken und Prävention aufmerksam zu machen. Ob es um die Förderung von Impfungen im Allgemeinen geht oder um spezifische Kampagnen – die Reichweite ist enorm.

https://twitter.com/ECDC_Flu/status/1452580266896154627

Die WHO nutzt Plattformen wie Facebook auch, um sozioökonomische und psychologische Themen wie Depressionen oder häusliche Gewalt zu thematisieren. 

Social Media Marketing im Gesundheitswesen: 3 Best Practices 

Informationen aus vertrauenswürdigen Quellen teilen 

Nicht jeder hat die Ressourcen, um ständig eigenen Content für mehrere Social-Media-Accounts zu erstellen. Das Kuratieren von Inhalten aus Fachzeitschriften oder von offiziellen Stellen hilft dabei, Ihren Expertenstatus zu festigen. 

Nutzen Sie Tools wie Kontentino, um kuratierte Inhalte in einem übersichtlichen Kalender zu organisieren und Posts im Voraus zu planen

Q&As veranstalten 

Nutzen Sie Livestreams oder Chatbots, um brennende Fragen zu beantworten. Viele Experten nutzen heute Webinare, um über Behandlungen aufzuklären oder Notfallprotokolle zu teilen.

Ads zur gezielten Ansprache nutzen 

Manche Gesundheitsthemen betreffen spezifische Altersgruppen oder Regionen. Mit zielgerichteten Ads auf Facebook oder Instagram erreichen Sie genau die Menschen, für die Ihre Informationen relevant sind. 

Fazit: Information rettet Leben 

Social Media hat die Gesundheitslandschaft verändert. Es war noch nie so einfach, Menschen durch fundierte Informationen zu helfen – sei es durch die Aufklärung von Fehlinformationen oder die Unterstützung von Patienten. Wir hoffen, dieser Guide erleichtert Ihnen den Einstieg.

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