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Team-Culture in Zeiten von Remote Work aufbauen | Kontentino

Kinga Edwards
Geschrieben von
Kinga Edwards
Inhalt
Unternehmenskultur – die Persönlichkeit eines UnternehmensWarum ist Unternehmenskultur wichtig? Team-Culture verstehenUnternehmenskultur als BindegliedKultur als Anker in KrisenzeitenRemote Work kann funktionierenWie man die richtige Team-Culture aufbautKulturregeln einführenDiskussionen und Engagement fördernZufriedenheit im Blick behalten  Transparenz zeigenEchte Mehrwerte statt Trend-PerksEin ideales Arbeitsumfeld schaffen – auch remoteKommunikationstools nutzenKollaboration fördernMeetings streichen, die auch eine E-Mail hätten sein können Spaß nicht vergessenFazit

Physisch getrennt zusammenzuarbeiten bedeutet nicht, dass der Aufbau einer Team-Culture unmöglich ist. Heute sprechen wir über Unternehmenskultur, wie man sie aufbaut und wie man sie in Zeiten von Remote Work pflegt, wenn das Team im Homeoffice arbeitet. 

Foto von Annie Spratt auf Unsplash

Unternehmenskultur – die Persönlichkeit eines Unternehmens

Sie ist tief in der Identität verankert und spiegelt sich in vielen täglichen Prozessen wider. Wenn sie stark aufgebaut ist, sollte sie selbst durch Remote-Arbeit nicht erschüttert werden. Jede einzelne Entscheidung muss im Einklang mit der Unternehmenskultur stehen. Die Kommunikation baut darauf auf, und jedes Problem sollte nach den Regeln der Unternehmenskultur gelöst werden.

Man könnte sie sogar als das „Brand Book“ eines jeden Unternehmens bezeichnen.

Quelle

Die Unternehmenskultur stellt sicher, dass jedes Teammitglied weiß, wie seine Arbeit in das Gesamtgefüge passt. Sie erkennen und spüren ihre Bedeutung für das Projekt. Zudem teilen sie ein ähnliches Mindset, gemeinsame Werte und Arbeitsmoral, was sich in der gelieferten Qualität widerspiegelt. So verstehen sie, wie die Teamleistung zu den geschäftlichen Zielen der Organisation beiträgt. Dabei fühlen sie sich sicher, wertgeschätzt und als Teil eines kollaborativen Umfelds. Sie arbeiten kontinuierlich an der Mission des Unternehmens und an der Optimierung ihres eigenen Arbeitsverhaltens.

Ein strukturierter Ansatz zur Team-Culture definiert Regeln für die Zugehörigkeit und das Verhalten innerhalb der Gruppe, erkennt gute Praktiken an und fördert deren ständige Verbesserung. 

Gerade jetzt, wo Berufs- und Privatleben durch Remote Work verschmelzen, ist es wichtiger denn je, in Kontakt zu bleiben und den Überblick zu behalten.

Warum ist Unternehmenskultur wichtig? Team-Culture verstehen

An der Team-Culture zu arbeiten, auch wenn man remote tätig ist, erfordert ein tiefes Verständnis dafür, warum sie wichtig ist und wie sie dem Team helfen kann.

Unternehmenskultur als Bindeglied

Man sollte Team-Culture nicht mit dem gelegentlichen gemeinsamen Kaffeetrinken während der Mittagspause verwechseln. Es geht auch nicht darum, einen Kicker im „Chillout-Raum“ zu haben.

Unternehmenskultur ist viel mehr als das.

Unternehmenswerte spiegeln sich im Mindset und in den Kompetenzen wider, die bei Teammitgliedern gesucht werden. Die Kultur selbst ist ein Set von Werten, das jedes Mitglied teilen sollte. Egal ob Kommunikation, Leidenschaft, Detailgenauigkeit, Feedback-Kultur oder kontinuierliches Lernen: Bei der Unternehmenskultur geht es darum, an dieselben Dinge zu glauben und dies in jedem Detail der Arbeit zu zeigen.

Kultur als Anker in Krisenzeiten

In Krisenzeiten erweist sich eine gefestigte Remote-Work-Kultur als echter Lebensretter für viele Unternehmen. Das gilt nicht nur für Organisationen, die bereits an Remote-Modelle gewöhnt waren, sondern auch für jene, für die das Konzept eine völlig neue Strategie darstellt.

Eine starke Unternehmenskultur leitet die Problemlösung und das Krisenmanagement, erkennt verschiedene Szenarien und lehrt die Teammitglieder, damit umzugehen. Sie stellt sicher, dass einzelne Personen oder Projekte in schwierigen Zeiten nicht allein gelassen werden.

Remote Work kann funktionieren

Ist der Aufbau einer Unternehmenskultur in einem Remote-Team überhaupt möglich?

„Man braucht nicht alle physisch an einem Ort, um eine starke Kultur zu schaffen. Die besten Kulturen entstehen aus den Handlungen, die Menschen tatsächlich vollziehen.“ – Jason Fried, Remote

Man kann tatsächlich eine starke Team-Culture mit Menschen aufbauen, die man nie persönlich getroffen hat, mit denen man aber täglich zusammenarbeitet. Eine kraftvolle Kultur hält Remote-Teams motiviert und zielorientiert. Sie fühlen sich als Teil des Ganzen, auch wenn sie an anderen Standorten oder in anderen Zeitzonen arbeiten.

Mit der richtigen Kultur lässt sich Remote Work einfacher managen. Die Teammitglieder fühlen sich einander näher, was sich positiv auf die allgemeine Produktivität und Zufriedenheit auswirkt. 

Team-Culture schaffen
Foto von Joseph Gruenthal auf Unsplash

Ist Remote Work in Product-Led-Organisationen möglich? 

Organisationen, in denen eine Product-Led-Growth-Strategie der Schlüssel zum Erfolg ist, profitieren eher von Remote-Arbeit. Da der gesamte Workflow auf Kollaboration innerhalb und zwischen Teams angewiesen ist, fällt der Aufbau einer Team-Culture leichter. 

Im Gegensatz zu traditionellen Sales-Strategien setzt Product-Led-Growth auf organisches Wachstum und Inbound-Kundenkommunikation. Mit anderen Worten: Diese Organisationen können sich sehr leicht an eine Remote-Work-Kultur anpassen.

Wie man die richtige Team-Culture aufbaut

Jedes Team ist anders: Es gibt verschiedene Persönlichkeiten, Standorte, Branchen und Regeln. Es gibt zwar kein Universalrezept für eine funktionierende Team-Culture, aber wir kennen einige wesentliche Zutaten.

Klare Ziele setzen

Um sicherzustellen, dass alle Beteiligten an einem Strang ziehen, müssen Vision, Mission und Kernwerte klar kommuniziert werden. Zeigen Sie auf, wie die Unternehmenskultur der Organisation hilft, diese Ziele zu erreichen. Ein engagiertes Team ist die beste Basis für den Erfolg.

Das Team richtig zusammenstellen

Bevor Sie ins Detail gehen, stellen Sie sicher, dass Ihr Team auf derselben Wellenlänge ist. Jeder muss seinen Beitrag zur Unternehmenskultur in seinem eigenen Tempo leisten können. 

Eine gute Unternehmenskultur sorgt dafür, dass Ihr Team aus Mitgliedern besteht, die die Fähigkeiten hätten zu gehen, sich aber entscheiden zu bleiben. 

Netflix beispielsweise verfolgt den strikten Ansatz, „Superstars“ mit schlechter Einstellung oder mangelnder Arbeitsmoral zu vermeiden. Selbst außergewöhnliche Talente können schlechte Teammitglieder sein, wenn sie Kollaboration ignorieren. Hier muss entschieden werden: Behalten oder trennen, um die Team-Dynamik nicht zu gefährden.

Die Unternehmenskultur gilt für Ihr aktuelles Team, aber auch für jede neue Person, die Sie einstellen möchten.

Kulturregeln einführen

Unternehmenskultur ist nichts Statisches. Menschen kommen und gehen, aber die Kultur bleibt und entwickelt sich stetig weiter. 

Regeln sind das, was die Unternehmenskultur lebendig macht. 

Gemeinsame Regeln, Traditionen und Gewohnheiten halten das Team zusammen und fördern Offenheit. 

Sie dienen als Vorlagen, die die Unternehmenswerte widerspiegeln – manche nennen dies auch den „Culture Code“ (wie z. B. Asana). Wichtig ist, dass alle einbezogen werden und die Regeln anerkennen.

Diskussionen und Engagement fördern

Keine gute Geschichte beginnt mit einem Salat, aber sie kann mit einer guten Diskussion beginnen.

Feedback ist ein Schlüsselelement. Zu lernen, wie man konstruktives Feedback über Chats oder Video-Calls gibt, braucht Zeit, ist aber ein Segen für eine effiziente Kommunikation. 

Keine Kultur funktioniert ohne echtes Engagement und Einbeziehung in Entscheidungsprozesse. 

Besonders beim Wechsel von Büro- zu Remote-Kommunikation brauchen manche Teammitglieder Ermutigung. Teamleads sollten Diskussionen anstoßen, damit ehrliches Feedback möglich ist und gehört wird. Hier helfen moderne Kommunikationstools: Oft ist eine kurze Nachricht effektiver als ein Anruf.

Zufriedenheit im Blick behalten 

Je früher potenzielle Konflikte erkannt werden, desto schneller kann man sie lösen. 

Oft führen schon Kleinigkeiten wie endlose E-Mail-Ketten zu Frust. Tools wie TeamMood können helfen, die Stimmung im Team schnell zu erfassen und Probleme frühzeitig anzugehen.

Transparenz zeigen

Der Aufbau einer Unternehmenskultur erfordert Transparenz auf allen Ebenen. Offenheit zwischen Management und Mitarbeitern ist die Säule für Respekt und Vertrauen.

In einer Remote-Umgebung muss man besonders achtsam mit Worten umgehen, da Mimik und Gestik oft fehlen. Ein Emoji oder ein fehlendes Wort kann missverstanden werden. Alle sollten wissen, wohin die Reise geht und warum Projekte wichtig sind. Ein kurzes Update vom CEO in einem Call kann für Sicherheit sorgen, besonders wenn man sich selten persönlich trifft.

Echte Mehrwerte statt Trend-Perks

Benefits klingen gut, verlieren aber an Wert, wenn die Basis (wie pünktliche Bezahlung oder eine gesunde Kultur) nicht stimmt. Viele klassische „Büro-Perks“ wie Pizza-Freitage oder Gaming-Dienstage funktionieren remote nicht oder zwingen Leute dazu, länger im Büro zu bleiben.

Unternehmenskultur Beispiel Basecamp

Basecamp geht einen anderen Weg: Sie bieten Benefits, die das Leben der Mitarbeiter wirklich verbessern. Im Sommer gibt es 4-Tage-Wochen, alle drei Jahre ein bezahltes Sabbatical und Zuschüsse für das Homeoffice. Sie finanzieren sogar Urlaubsreisen. Solche Benefits machen einen echten Unterschied.

Ein ideales Arbeitsumfeld schaffen – auch remote

Dies erfordert Anstrengung von allen Seiten. Hier sind einige Tipps für die beste Remote-Umgebung:

Funktionale Team-Culture etablieren
Foto von Marvin Meyer auf Unsplash

Kommunikationstools nutzen

Mit den richtigen Tools wird die Arbeit zum Kinderspiel. Automatisierung spart Zeit für das Wesentliche: den Aufbau der Kultur.

Welche Tools lohnen sich?

  • Kontentino ermöglicht effiziente Zusammenarbeit im Social Media Management. Ideal für Remote Work: Content an Kunden senden, direkt im Tool diskutieren und freigeben. Statt E-Mail-Ping-Pong arbeitet das Team simultan an Content-Plänen.
  • Filecamp eignet sich hervorragend zur Speicherung und Organisation digitaler Assets via Cloud.
  • Google Docs ist die einfache Lösung für kollaboratives Arbeiten an Dokumenten und Tabellen.
  • Google Meet oder LiveWebinar sind ideal für Videokonferenzen jeder Größe.
  • Für die interne Kommunikation bieten sich Apps wie Slack, Discord oder Facebook Workplace an.
  • Für das Task Management sind Tools wie Asana, Nozbe oder Trello zu empfehlen.

Kollaboration fördern

Kollaboration im Büro unterscheidet sich von Remote-Zusammenarbeit. Um eine starke Kultur aufzubauen, müssen Sie die Zusammenarbeit zelebrieren und den Informationsfluss sicherstellen. Praxis macht hier den Meister. Kollaboration ist der Kleber der Remote-Work-Kultur.

Meetings streichen, die auch eine E-Mail hätten sein können 

Verwechseln Sie Management nicht mit Überkontrolle. Vertrauen und Respekt sind die Basis. Statt endloser Meetings hilft oft ein wöchentlicher Call oder ein kurzes „Daily Stand-up“, in dem jeder kurz seine Aufgaben beschreibt. Das bringt das Team näher zusammen, ohne die Produktivität zu bremsen.

Spaß nicht vergessen

Remote-Arbeit kann stressig sein. Vergessen Sie zwischen Geschäftsberichten und KPIs nicht die lockeren Momente. Ein „Watercooler-Chat“ für Memes, Fotos und Gifs lockert die Stimmung auf.

Vergessen Sie keine Geburtstage! Mit ein wenig Marketing-Automatisierung können alle auf dem Laufenden bleiben. Regelmäßige virtuelle Feierabende oder lockere Freitagsrunden helfen zudem, die Atmosphäre zu entspannen.

Fazit

Eine großartige Unternehmenskultur braucht Zeit und Geduld. Es geht um Kommunikation, Entscheidungswege und echte Kollaboration. In Remote-Teams kommen zusätzliche Herausforderungen hinzu: Man muss die Motivation hochhalten und sicherstellen, dass die Werte auch über den Bildschirm hinweg gelebt werden. Werden diese Hürden gemeistert, entsteht ein hocheffizientes, engagiertes Team.

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