User-generated content, auch bekannt als UGC, wirkt manchmal wie ein weiterer Trend in der Marketingwelt. Bei all den Neuerungen ist es oft schwer zu entscheiden, welche Trends man mitnehmen sollte. UGC ist jedoch eine einflussreiche Form des authentischen Marketings, die deine Kundenbasis enger an dich binden kann und potenziellen Kunden wertvolle Social Proof liefert.
Vielleicht siehst du bereits die Vorteile von User-generated content, weißt aber nicht, wie du damit anfangen sollst. Schließlich basiert das Ganze darauf, dass du deine Kunden bittest, dir kostenlos Content zur Verfügung zu stellen. Wir haben es dir jedoch einfach gemacht und einige Best Practices für das Sourcing sowie Tipps zum Teilen in deinem Netzwerk zusammengestellt.
User-generated content für deine Marke nutzen
Bereit für den Start mit User-generated content? Eine UGC-Kampagne sorgt nicht nur für Vertrauen und Authentizität, sondern kann dein Marketing-Team auch mit Content überfluten, den du für verschiedene Plattformen wiederverwenden kannst. In diesem Artikel konzentrieren wir uns auf UGC in Form von Fotos, die deine Kunden mit deinem Produkt zeigen. Obwohl auch Bewertungen und textbasierte Inhalte wie Blog-Posts als UGC gelten, lassen sich Fotos am einfachsten auf deinem Instagram Business-Account teilen und als Beweis für die Qualität deiner Marke nutzen.
UGC von deinen Kunden gewinnen
Leider ist das Sammeln von User-generated content etwas schwieriger, als die Kunden einfach nur danach zu fragen. Deine Kundenbasis braucht oft einen kleinen Anstoß, um ihre Bilder und Inhalte mit der Welt zu teilen. Hier sind einige Methoden, um UGC-Einsendungen zu erhalten:
Eine E-Mail-Kampagne
Wahrscheinlich hast du bereits eine E-Mail-Liste von Kunden, die schon einmal bei dir gekauft haben. Mit einer E-Mail-Marketing-Software wie Moosend kannst du eine gezielte Kampagne an diese Gruppe senden und sie bitten, ein Foto mit deinem Produkt auf ihren Social-Media-Kanälen zu teilen.
Dies ist eine hervorragende Methode, wenn du UGC gerade erst in deinen Marketing-Workflow integrierst und schnell viel Material sammeln möchtest. Je spezifischer das Targeting ist – zum Beispiel, wenn du Personen ansprichst, die genau das eine Shirt gekauft haben, das du gerade bewerben willst –, desto höher sind die Chancen auf Content, als wenn du deine Zielgruppe im Ganzen ansprichst.
Führe einen Hashtag ein
Deine Kunden zum Teilen zu animieren, kann so einfach sein wie die Einführung eines Hashtags. Dieser signalisiert, dass sie an deiner Kampagne teilnehmen. Die Hashtags sollten spezifisch für deine Marke sein und noch nicht von anderen Nutzern verwendet werden.
Die wohl einflussreichste Hashtag-Kampagne zur Verbreitung von User-generated content war die Einführung von #MyCalvins durch Calvin Klein im Jahr 2014. Der Händler schuf eine komplette Kampagne, die jeden zeigte – von Fans über Promis bis hin zu Athleten –, die ihre Calvin-Klein-Stücke präsentierten.
Die Kampagne generiert noch heute Posts. Die Marke hat eine eigene Landingpage erstellt, auf der geteilte Produkte (inklusive Kauf-Links) und Kampagnenteilnehmer hervorgehoben werden, und teilt sogar Fotos direkt von ihrem Instagram-Account. Sie lassen ihr Publikum wissen, dass sie die Chance haben, gefeatured zu werden, wenn sie ihren Post mit #MyCalvins markieren – das motiviert jeden zur Teilnahme, unabhängig von der Follower-Zahl.
Sobald du dich für einen Hashtag entschieden hast, stelle sicher, dass du ihn auf deiner Website, auf Social Media und in deinen E-Mail-Newslettern kommunizierst. Ein Hashtag wird zwar eher neuen Content anziehen als alte Fotos, ist aber ideal, um Nutzer zu hochwertigen Aufnahmen zu motivieren – mit der Belohnung, auf dem offiziellen Account geteilt zu werden. Wenn du diese UGC-Fotos teilst, achte darauf, den Hashtag ebenfalls zu nutzen und den ursprünglichen Creator zu nennen.
Um eine Markierung bitten
Ein weiterer Weg zu mehr UGC ist die Bitte um eine Markierung (Tag) auf Social Media. Wenn du eine Versandbestätigung per E-Mail sendest, füge deine Social-Media-Handles mit direkten Links zu deinen Profilen hinzu. Je einfacher der Prozess ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass Kunden dein Produkt mit ihrem Netzwerk und dir teilen. Wenn es zu mühsam ist, dich zu finden, sinkt die Chance auf einen Tag.
Dabei ist es wichtig klarzustellen, dass dieser Tag nicht bedeutungslos ist. Lass sie wissen, dass sie auf deinen Social-Media-Kanälen oder sogar auf den Produktseiten deiner Website erscheinen könnten. Ein Social Media Monitoring Tool kann dir helfen, deine Mentions in einem Dashboard zu tracken. Wenn du dich entscheidest, einen Beitrag zu nutzen, frage den Ersteller unbedingt vorab um Erlaubnis. Ein kurzer Kommentar oder eine Nachricht genügt. Es ist immer besser, vorher zu fragen, als später um Verzeihung bitten zu müssen und dabei einen loyalen Kunden zu verärgern.
Anreize schaffen
Wenn es zu deiner Marke passt, sind Incentives ein einfacher Weg, UGC zu generieren. Überlege dir, kostenlosen Versand oder einen kleinen Rabatt auf die nächste Bestellung anzubieten, wenn Kunden ein qualitativ hochwertiges Foto mit dir teilen. Biete nichts Unangemessenes an, das deinem Geschäft schadet, aber ein kleiner Anreiz wirkt oft Wunder. Kunden fühlen sich dadurch als Teil des Prozesses und erhalten eine direkte Gegenleistung.
UGC mit deinem Publikum teilen
Sobald du UGC gesammelt hast, musst du ihn auch nutzen. Wenn diese Bilder nur auf deinem Backup-Laufwerk liegen, tragen sie nicht dazu bei, potenzielle Kunden von deiner Marke zu überzeugen. Sorge dafür, dass du die richtigen Tools hast, um diesen Content effektiv zu teilen.
Integration auf Produktseiten
User-generated content auf deinen Produktseiten liefert den nötigen Beweis für die Qualität deiner Produkte. Er kann Unentschlossene überzeugen, den Kauf abzuschließen. Kunden können sich besser vorstellen, wie sie das Produkt nutzen werden, wenn sie andere Nutzer in ähnlichen Situationen sehen. Zudem liefert es Inspiration für verschiedene Einsatzmöglichkeiten, an die der Kunde vielleicht noch gar nicht gedacht hat.
Der Kleidungsverleih RentTheRunway hat auf jeder Produktseite einen eigenen Bereich für UGC. Kunden können Fotos hochladen, wie sie die Stücke gestylt haben, und Feedback zu Passform und Größe geben. Das wirkt wie ein Ratschlag unter Freunden und nicht wie die bloße Meinung eines Fremden im Internet. Die Art und Weise, wie RentTheRunway dies formatiert, stärkt die Community hinter der Marke enorm.

Auf Social-Media-Accounts teilen
Social Media ist der natürliche Ort für User-generated content. Hier sammelst du den Content meistens auch ein, daher ist es sinnvoll, ihn für das Publikum zu teilen, das den Original-Post vielleicht verpasst hat. Die gesammelten Fotos sollten hochwertig sein, da Nutzer auf Instagram meist ihre besten Bilder posten, um sich optimal zu präsentieren.
Der Kaffeegigant Starbucks nutzt UGC intensiv auf seinem Instagram-Account. Das ikonische Logo ist sofort erkennbar. Im Bild unten haben sie das Foto eines Followers repostet. Das Bild ist nicht nur schön, sondern unterstreicht auch eine herbstliche Ästhetik. In der Caption wird der Creator genannt, was anderen signalisiert, dass auch sie die Chance haben, gefeatured zu werden. Sie rufen nicht direkt zu Tags auf, zeigen aber durch ihr Handeln, dass sie markierte Beiträge teilen.

UGC zu teilen, sollte sich ganz natürlich in deine Social-Media-Präsenz einfügen. Wenn der Bruch zu stark ist, könnte das Follower abschrecken. Werde kreativ: Ein normaler Post ist naheliegend, aber auch Stories und Story-Highlights sind ideal für UGC. Finde den Weg, der für dich am besten funktioniert. Plane und bespreche alles mit deinem Team in Kontentino.
Modernes Marketing mit User-generated content
UGC zu nutzen, sollte sich für deine Marke ganz natürlich anfühlen. Du gewinnst kostenlosen Content, stärkst die Kundenbindung und verleihst deiner Marke eine Authentizität, die man nicht kaufen kann.
Wichtig ist dabei, deine Standards nicht über Bord zu werfen und typische Fehler zu vermeiden. Priorisiere qualitativ hochwertige Fotos, mit denen sich dein Publikum identifizieren kann. Nenne immer die Quelle, poste nicht zu viele ähnliche Bilder und achte darauf, zum richtigen Zeitpunkt zu posten, damit dein Beitrag auch gesehen wird. Sorge für Abwechslung in deinem Feed, um die Engagement-Rate hochzuhalten.
Auch wenn du einen Beitrag nicht teilst, solltest du dennoch damit interagieren. Ein Like oder ein kurzer Kommentar zeigt dem Nutzer Wertschätzung. Deine Kunden sollten immer an erster Stelle stehen – so sehen auch Neukunden direkt, dass sie bei deiner Marke ein großartiges Erlebnis erwartet.




