Viele Social Media Manager verbringen Stunden damit, ihre Social Media Analytics zu beobachten, verpassen es aber oft, die KPIs zu tracken, auf die es WIRKLICH ankommt.
Angesichts so vieler verschiedener Zahlen, Statistiken und Metriken ist es schwer, die richtigen Social Media KPIs auszuwählen.
Das ist verständlich. Aber wie immer sind wir hier, um zu helfen.
Im heutigen Post erklären wir, wie du die passenden Social Media KPIs auswählst und warum das so wichtig ist. Außerdem zeigen wir dir 17 Social Media Metriken, die du definitiv im Auge behalten solltest.
Was sind Social Media KPIs?
Social Media KPIs sind Key Performance Indicators (Leistungskennzahlen), die den Erfolg deines Social Media Marketings messen. Sie können verwendet werden, um verschiedene Aspekte zu tracken – von der Sentiment-Analyse bis hin zum Follower-Wachstum und den Engagement-Raten. Bleib dran, wir stellen sie dir gleich alle vor!
Wenn du beispielsweise das Facebook-Engagement messen möchtest, solltest du dir ansehen, wie viele Personen deine Posts im Laufe der Zeit geliked oder kommentiert haben. Ein Social Media KPI kann auch genutzt werden, um die Interaktionsrate zwischen Followern und Posts zu analysieren. Basierend auf den Ergebnissen kannst du Rückschlüsse ziehen, die Performance verbessern oder… dich einfach selbst beglückwünschen – warum auch nicht?
Für jedes Unternehmen, das seine Social-Media-Performance bewerten und sich mit Wettbewerbern messen möchte, um sich kontinuierlich zu verbessern, sind Social Media KPIs unerlässlich.
Warum sind Social Media KPIs so wichtig?
Es gibt viele gute Gründe, warum es sich lohnt, Social Media KPIs zu tracken.
Social Media KPIs zeigen den Zustand deiner Kanäle
Ein Blick auf die KPIs deiner Social-Kanäle gibt dir eine klare Perspektive auf deren Performance. Zudem lassen sich so Optimierungspotenziale identifizieren und neue Ideen entwickeln, wie Social-Media-Kanäle genutzt werden können, um die Ziele deiner Strategie zu erreichen.
Social Media KPIs gehen Hand in Hand mit dem ROI
Durch die Auswertung von Social Media KPIs kannst du den ROI deiner Marketing-Kampagnen berechnen. So triffst du fundiertere Entscheidungen darüber, wo du dein Marketing-Budget investierst oder kürzt.
Social Media KPIs beeinflussen deine gesamte Strategie
Tatsächlich können Social Media Metriken einen erheblichen Einfluss auf strategische Entscheidungen haben. Hier sind ein paar praktische Beispiele:
- Auf welche Social-Media-Plattformen solltest du dich konzentrieren?
- Wo sollte dein Content distribuiert werden?
- Welche Art von Content sollte erstellt werden?
- Wann ist die beste Zeit zum Posten?
- Wie soll das Werbebudget aufgeteilt werden?
Obwohl Social Media nur eine Komponente deines Marketing-Mixes ist, kannst du mit den richtigen KPIs deine Marke voranbringen und deine Ziele erreichen. Erstelle deinen eigenen Content Calendar und plane deine Veröffentlichungen plattformübergreifend mit einem Social Media Content Calendar.

Wie wählt man die richtigen Social Media KPIs aus?
Die Besonderheiten der Plattformen verstehen
Der erste Schritt besteht darin, die Grundlagen von Social Media zu verstehen. Ein soziales Netzwerk bietet Menschen die Möglichkeit, über Marken und Produkte zu diskutieren, während sie gleichzeitig Werbung sehen. Marketer und Content Creators müssen die Bedürfnisse und das Verhalten ihrer Zielgruppen auf den jeweiligen Plattformen verstehen – was auf Facebook funktioniert, klappt vielleicht nicht auf Instagram. Daher ist es wichtig, dass Unternehmen eine Strategie haben, die von Experten für diese Kanäle maßgeschneidert wurde. Die Wahl der richtigen KPIs hängt direkt von dieser Strategie ab.
Bisherige Social-Media-Aktivitäten bewerten
Analysiere, was du bisher getan hast.

Durch die Analyse deines Contents lernst du, wie er performt, welche Kanäle erfolgreich sind und wen du mit deiner Botschaft erreichst (und wen nicht). Diese Informationen helfen Marketern bei strategischen Entscheidungen, etwa bei der Verteilung künftiger Ad-Budgets oder der Anpassung des Messaging.
Social Marketer können diese Methode nutzen, um ihren Erfolg in verschiedenen Netzwerken zu messen und Verbesserungspotenziale zu finden. Dieser Prozess der Selbstevaluation darf nie aufhören, da sich Plattformen ständig verändern und täglich neue dazukommen.
Engagement, Referral Traffic und Follower-Zahlen sind klassische KPIs. Andere Metriken können spezifischer für eine Branche oder bestimmte Ziele sein, aber diese drei geben einen schnellen Überblick über die aktuelle Performance einer Kampagne. Bleib organisiert und strukturiere deinen Workflow mit Social Media Automation Tools.
Fokussiere dich auf 3-5 Social Media KPIs
Es ist hilfreich, verschiedene KPIs im Auge zu behalten, um Trends und Veränderungen in der Social-Media-Landschaft frühzeitig zu erkennen und Probleme auf einzelnen Kanälen zu identifizieren.
Um sich nicht zu verzetteln, solltest du zu Beginn nur eine Handvoll KPIs auswählen. So kannst du feststellen, ob diese Kennzahlen wirklich im Einklang mit deiner Social Media Strategie stehen und wie sie mit Daten aus anderen Netzwerken korrelieren.
Nutze die SMART-Formel
Du solltest für jeden Social Media KPI der SMART-Regel folgen.
- Spezifisch: Der KPI sollte für jeden Aspekt der Strategie und Ziele klar definiert sein.
- Messbar: KPIs müssen messbare Datenpunkte haben, die über mindestens eine Plattform zugänglich sind.
- Erreichbar (Attainable): Die Ziele müssen im betrachteten Zeitraum realistisch sein.
- Relevant: KPIs sollten echtes Feedback zu deiner Strategie liefern und nicht nur Zahlen in einer Tabelle sein.
- Terminiert (Time-bound): Eine klare Deadline hilft dabei, den Fortschritt objektiv zu bewerten.
Analyse und Review festlegen
Nachdem KPIs festgelegt wurden, müssen sie regelmäßig analysiert werden. Die beste Methode hängt dabei vom jeweiligen KPI ab.
Engagement lässt sich analysieren, indem man schaut, welche Posts die meisten Likes bekommen – ein guter Indikator für die Wünsche der Audience. Beim Referral Traffic ist es wichtig zu wissen, ob Besucher von Facebook, Twitter oder anderen Kanälen kommen, um Zielgruppen gezielter anzusprechen.
Den Fortschritt bei den Follower-Zahlen bewertet man am besten durch tägliche Veränderungen und die Follow-Back-Rate. Ein Marketer sollte jede Veränderung analysieren und herausfinden, wie sie zustande kam.
KPIs sollten regelmäßig überprüft werden, nicht nur einmalig nach einem Event. So hast du Echtzeit-Daten und kannst den Kurs bei Bedarf korrigieren.
Alles bereit? Dann schauen wir uns jetzt die spezifischen KPIs an.
Welche Social Media Metriken eignen sich als KPIs?
#1 Follower-Anzahl / Audience Growth Rate
Wir starten mit einem kontroversen Punkt. Oft wird behauptet, die Follower-Zahl sei eine reine Vanity Metric, doch die Wachstumsrate kann viel aussagen.
Sinkt die Zahl deiner Follower, solltest du die Ursache finden. Genauso verhält es sich bei Spitzen nach oben. Mit der Audience Growth Rate misst du das Tempo deiner Profilentwicklung. Ist sie im Vergleich zum Wettbewerb besorgniserregend niedrig, solltest du deine Strategie überdenken.
#2 Reach (Reichweite)
Die Reichweite ist einer der KPIs, auf den alle Marketer schauen. Sie misst, wie viele Personen du erreicht hast. Wichtig ist hierbei vor allem die Reichweite innerhalb deiner Zielgruppe. Viele Menschen außerhalb der Zielgruppe zu erreichen, bringt keine messbaren Ergebnisse. Konzentriere dich lieber auf die Menschen, die sich wirklich für deinen Content interessieren.

#3 Post-Reichweite
Neben der Gesamtreichweite ist die Reichweite einzelner Posts ein spannender KPI.
Sie zeigt den Prozentsatz der Posts, die tatsächlich gesehen wurden, und ist ein schneller Weg zu prüfen, ob Frequenz und Timing stimmen.
Unternehmen mit mehreren Profilen sollten identifizieren, welcher Content wo am besten funktioniert. Da Menschen Kanäle zu unterschiedlichen Zeiten für verschiedene Zwecke nutzen, macht es oft wenig Sinn, überall exakt das Gleiche zur selben Zeit zu posten. Wenn du weißt, dass Facebook-Nutzer Fotos lieben, solltest du dort mehr Bilder statt Videos teilen. Das kann die Reichweite massiv steigern.
#4 Impressions
Impressions werden oft mit Reichweite verwechselt. Obwohl sie ähnlich sind, sind es unterschiedliche KPIs.
Impressions geben an, wie oft ein Post angezeigt wurde. Im Gegensatz zur Reichweite zählt dieser Wert jede einzelne Anzeige, auch wenn dieselbe Person den Post mehrfach sieht. Hohe Impressions bei wenigen Reaktionen können bedeuten, dass die Creatives “abgenutzt” sind und nicht mehr zum Klicken einladen. Nutze Social Media Scheduling Tools, um hier konsistent zu bleiben.
#5 Klicks / Traffic
Viele Profile dienen primär dazu, Traffic auf externe Websites wie Online-Shops zu lenken. Daher ist der generierte Traffic einer der wichtigsten KPIs überhaupt.
Es dauert, bis jemand klickt, nachdem er einen Post im Feed gesehen hat. Idealerweise ist die Zeitspanne zwischen Ad-Kontakt und Website-Besuch so kurz wie möglich.
Wie kurz? Das lässt sich nicht raten, sondern muss gemessen werden.
Dieser KPI erfordert ein genaues Monitoring deines Contents und Paid-Setups, um die “Shining Stars” zu identifizieren, die wirklich Besucher bringen.
#6 Reaktionen
Kommentare, Likes und Shares sind für den Erfolg essenziell. Generell gilt: Je mehr, desto besser.
Reaktionen zeigen dir, wie sehr dein Content ankommt. Selbst wenn ein Post nicht geteilt wurde, ist eine positive Reaktion ein Zeichen dafür, dass du auf dem richtigen Weg bist. Für Marketer ist das ein hervorragender KPI, um die Markenidentität zu stärken und beliebte Inhalte zu identifizieren.
#7 Shares
Shares lassen die Social-Media-Welt erst richtig aufhorchen, da sie maßgeblich dazu beitragen, dass Inhalte viral gehen. Sie sind schwer präzise vorherzusagen, aber Benchmarks helfen bei der Einordnung.
Eine Analyse der geteilten Inhalte zeigt dir, welche Formate und Stile in deiner Nische am besten funktionieren. Wenige Shares bei vielen Followern sind oft ein Zeichen für mangelndes Engagement – Zeit, neue Strategien auszuprobieren.
#8 Engagement Rate
Der heilige Gral der Social Media KPIs: Engagement.
Wie der Name sagt, geht es hier um Interaktion. Dieser Wert sollte ganz oben auf der Prioritätenliste jedes Marketers stehen.
Die Engagement Rate variiert je nach Plattform, Account und Branche massiv. Eine Statistik von Statista verdeutlicht das sehr gut.
Durchschnittliches Fan-Engagement bei ausgewählten Post-Typen auf Facebook weltweit (Q2 2021) (Quelle)

Die Engagement Rate bietet das Beste aus beiden Welten: eine Kombination aus Reaktionen und Reichweite. Wenn sie extrem niedrig ist, solltest du Content oder Zielgruppe prüfen.
Fordere dich selbst heraus: Wenn deine Rate bei 3-4 % liegt, setz dir 5 % als nächstes Ziel. Auch dieser Wert muss regelmäßig gemessen werden.
#9 Social Media Mentions (Erwähnungen)
Dieser KPI ist schwer vorherzusagen, aber extrem wichtig, um die eigene Kreativität und Markenbekanntheit zu zeigen.
Hierbei geht es darum, was Leute über dich sagen. Das Monitoring der Stimmung (Sentiment) hilft dir zu verstehen, wie deine Marke wahrgenommen wird. Zudem sind Mentions ein toller Weg, die Sichtbarkeit online zu erhöhen.
Dieses Monitoring hilft auch beim Krisenmanagement, um Kritik frühzeitig abzufangen. In solchen Fällen ist es gut zu wissen, wie man auf Hate-Kommentare reagiert.
#10 Tags (Markierungen)
Tracke, wie oft dein Business in Posts markiert wird. Das zeigt, dass Leute oder andere Marken aktiv den Kontakt zu dir suchen oder dein Produkt weiterempfehlen.
Das Reposten solcher Fotos als User-Generated Content (UGC) ist eine großartige Möglichkeit, dieses Potenzial zu nutzen.
#11 Instagram Stories Views
Die View-Zahlen von Stories werden immer wichtiger. Kombiniere sie mit Kennzahlen wie Swipe-ups, Umfrage-Antworten oder DMs. Ein guter Zielwert zum Start wäre, dass 20 % deiner Follower deine Stories sehen. Liegen die Zahlen darunter, prüfe Frequenz, Content und Timing. Erfahre mehr über Instagram-Taktiken, die nicht jeder kennt.
#12 Conversion
Die Conversion Rate zeigt, wie viele Follower oder Besucher tatsächlich zu Kunden werden. Nutze Kampagnen mit Gewinnspielen oder Rabatten, um dies zu messen. Am präzisesten funktioniert das mit dem Facebook Pixel (jetzt Meta Pixel), um Besucher nach ihrem Website-Besuch erneut anzusprechen.
#13 Generierte Leads
Hierzu zählen potenzielle Kunden, die sich für Newsletter anmelden oder Infos anfordern. Dieser KPI funktioniert am besten, wenn du bereits eine Base aufgebaut hast. Auf Facebook lassen sich Leads nativ direkt in der App generieren, was die Hürde für Nutzer senkt.
#14 Gelöste Probleme (Issues Resolved)
Besonders für serviceorientierte Unternehmen ist es ein wichtiger KPI, wie viele Kundenbeschwerden via Social Media gelöst wurden. Schnelle und präzise Antworten erhöhen die Kundenzufriedenheit enorm und sollten in deiner Statistik nicht fehlen.
#15 Check-ins
Relevant für HoReCa-Betriebe (Hotels, Restaurants, Cafés). Messen kannst du hier, wie viele Leute sich an deinem Standort einchecken. Belohnungen wie “Check-in für einen Gratis-Kaffee” können diesen KPI steigern.
#16 Reviews (Bewertungen)
Bewertungen auf Facebook oder Google My Business liefern wertvolles Feedback. Bedanke dich immer bei denen, die sich die Zeit für positives Feedback nehmen – das stärkt die Kundenbindung.
#17 Video Views
Hier geht es nicht nur um die reine Anzahl, sondern auch um die View-Time. Ein 2-Sekunden-View sagt wenig aus. Experimentiere mit Video Ads, die kurz und prägnant sind. Wir haben dazu sogar eigene Tipps in unserer Liste für Digital Marketing Tools!
Jetzt bist du dran
Die Wahl der richtigen Social Media KPIs ist keine leichte Aufgabe – sie müssen zu deiner Marke und Strategie passen.
Da KPIs von Netzwerk zu Netzwerk variieren können, hängt alles von deinen Kampagnenzielen ab.
Wir hoffen, dieser Guide hilft dir, Social Media KPIs besser zu verstehen. Zeit, sie in deine Marketing-Strategie zu integrieren!




